Mi., 29.08.2018

Kegeln: Fusion zweier Clubs ESV Münster und Adler Buldern steuern gemeinsam gegen den Trend

Die Zahl der Sportkegler ist rückläufig. Es fehlt an Anlagen und am Nachwuchs. Der ESV Münster und Adler Buldern machen nun gemeinsame Sache und stemmen sich gegen den Trend.   Die Zahl der Sportkegler ist rückläufig. Es fehlt an Anlagen und am Nachwuchs. Der ESV Münster und Adler Buldern machen nun gemeinsame Sache und stemmen sich gegen den Trend.

Die Zahl der Sportkegler ist rückläufig. Es fehlt an Anlagen und am Nachwuchs. Der ESV Münster und Adler Buldern machen nun gemeinsame Sache und stemmen sich gegen den Trend.   Die Zahl der Sportkegler ist rückläufig. Es fehlt an Anlagen und am Nachwuchs. Der ESV Münster und Adler Buldern machen nun gemeinsame Sache und stemmen sich gegen den Trend.

Münster - 

Es kommt sportliches Leben auf die Kegelbahnen an der Siemensstraße in Münster. Der dort heimische ESV fusioniert mit Adler Buldern. Sieben Mannschaften starten unter neuer Flagge.

Von Wilfried Sprenger

Weniger Standorte, weniger Mannschaften, kaum Nachwuchs: Der Volkssport Kegeln rollt ins Abseits. Und dies in ziemlich hohem Tempo. Die Sportler in Buldern haben sich gerade noch retten können. Weil es für sie im Dorf keine akzeptable Spielstätte mehr gibt, sind sie in die Stadt umgezogen und haben dort mit dem ESV Münster fusioniert. Dieses Modell könnte Zukunft haben, beide Seiten blicken jedenfalls zuversichtlich nach vorn. Sieben Mannschaften (sechs Herren- und ein Damenteam) schickt die neue Spielgemeinschaft Anfang September in die Saison. Da ist wieder richtig ­Leben auf der Vier-Bahnen-Anlage an der Siemens­straße.

Das kleine Kegelzentrum hat eine große Tradition. Dort wurde schon um Bundesliga-Punkte gerungen. Damals, als die TG Münster erstklassig war und mit Weltmeister Werner Schmedt an der Spitze die Favoriten das Fürchten lehrte. Lange, lange her – längst hat sich die Abteilung in der Turn­gemeinde aufgelöst. Auch beim SC 32 Münster und beim Telekom Post SV rollen die Kugeln nicht mehr. In Münster ist der ESV tatsächlich die letzte Bastion, die sich gegen den Trend stemmt.

Da kann die Fusion eigentlich nur hilfreich sein. Gemeinsam stark ist nun das Motto, etwa 35 Kegler teilen sich die Bahnen während des Trainings donnerstags und freitags. Ligaspiele finden sonntags statt, beim ESV/Adler können sie den Start kaum erwarten. Schließlich ist die Abteilung nicht nur quantitativ gewachsen, sie hat durch die Zusammenlegung auch an Qualität gewonnen. Vermutlich kommen im Regional­liga-Team drei Münsteraner und drei Bulderner zum ­Zuge. „Mit ein wenig Glück können wir oben mit­mischen. Alle sind gespannt“, sagt Martin Föllmer, bislang Pressesprecher bei Adler. Ein Aufstieg würde das Team in die NRW-Liga spülen, darüber gibt es nur noch 1. und 2. Liga. Ja, vielleicht erlebt das Sportkegeln in Münster zumindest den Hauch einer Renaissance.

Komplett wird sich das Rad nicht zurückdrehen lassen. Den Keglern fehlt es an Nachwuchs. Bemühungen, dies zu ändern, fruchten nicht wirklich. „Wir tun ja ­etwas“, sagt Thomas Brochtrup, Sportlicher Leiter beim ESV, „aber es ist eben sehr, sehr schwierig, die Jugendlich vom Handy weg und auf die Bahn zu bekommen.“



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