Fr., 31.08.2018

Fußball: Landesliga Absteiger BSV Roxel trifft Aufsteiger Westfalia Kinderhaus

Daniel Neuhaus parierte einen Pokal-Elfer und steht vor seinem ersten Liga-Heimspiel mit Roxel.

Daniel Neuhaus parierte einen Pokal-Elfer und steht vor seinem ersten Liga-Heimspiel mit Roxel. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Westfalia Kinderhaus spielt erstmals in der Landesliga, der BSV Roxel kehrte nach dem Abstieg aus der Westfalenliga dahin zurück. Nun treffen beide Clubs im direkten Duell aufeinander.

Von Thomas Austermann

Legitim, dass die Trainer die Favoritenrolle jeweils höflich ablehnen und dem Gegenüber zudiktieren. In der Landesliga will Gastgeber BSV Roxel freilich ebenso wie Westfalia Kinderhaus glatt bestehen, wenn das erste Derby gespielt wird. Das Vorspiel beim Turnier in Gievenbeck ging mit 3:2 an Aufsteiger Westfalia, was Absteiger Roxel im Juli in der großen Hitze lange zu vermeiden trachtete.

Ein aktuelles Thema, das beide Trainer interessiert, ist ein grundlegendes. Roxels ramponierter Rasen nämlich. „Der ist besser als zuletzt“, sagt BSV-Coach Sebastian Hänsel, ohne aber vollständig Entwarnung geben zu können. „Es ist und bleibt eine Lotterie.“ Kinderhaus schätzt ja auch ein Geläuf, auf dem die Pässe sauber kommen.

Auf Kunstrasen in Rinkerode gab es mit 1:2 das Kreispokal-Aus. „Wir haben guten Fußball gespielt, aber wir hatten kein Matchglück“, konstatierte Trainer Marcel Pielage nach der Personal­rotation. „Wir müssen das Glück erzwingen“, erwartet er in der Liga, in der mit zwei überzeugenden Heimspielen schon sechs Punkte eingespielt wurden, einen anderen Verlauf der Szenen. Die Urlauber Thomas Eichler und Christoph Göbel können nicht dafür sorgen, die lädierten Dennis Hölscher und Corvin Behrens „will ich wieder fit kriegen“. Pielage ist grundsätzlich noch nicht sicher, „wie uns die Gegner wahrnehmen“, und sieht den Aufsteiger in Roxel eher als Herausforderer.

Im Pokal strahlte der BSV nach dem Erfolg im Elfmeterschießen beim Ligakollegen in Senden. „Das hat Spaß gemacht. Ein sehr guter Gegner forderte uns stark“, bilanzierte Hänsel, der die erkrankten Sven Saerbeck und Dickens Toka auch im Punktspiel nicht bringen kann. Leon Willich sprang zuletzt schon sehenswert ein.

„Wir lagen in Senden zwei Mal zurück und haben jeweils eine Reaktion gezeigt“, wertete der Trainer zufrieden. Natürlich ist der BSV noch mitten drin im Prozess, die 14 Neuen möglichst ideal einzubinden. „Da kann man noch nicht von einer Elf sprechen, die eingeschworen wirkt.“ An Kinderhaus schätzt Hänsel, „dass die Elf partout jedes Spiel gewinnen will und auch das Potenzial dazu aufbieten kann.“ Westfalia stelle die kühle Berechnung nicht voran, sondern weise eine positive Mentalität auf. „Wir werden auch in diesem Spiel unsere Erfahrungswerte bekommen, die uns nützen können.“

 



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