So., 02.09.2018

Fußball: Oberliga 2:0 auf Schalke: Der 1. FC Gievenbeck feiert schwer erklärbaren Sieg

Daniel Geisler (r.), hier gegen Hamms Leon Tia, traf bei Gievenbecks glücklichem 2:0-Erfolg auf Schalke zum 1:0.

Daniel Geisler (r.), hier gegen Hamms Leon Tia, traf bei Gievenbecks glücklichem 2:0-Erfolg auf Schalke zum 1:0. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

Münster - 

Unverhofft und daher umso schöner war der erste Saisonsieg des 1. FC Gievenbeck. Der Oberliga-Aufsteiger war beim bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter Schalke 04 II nicht nur Außenseiter, sondern über die komplette Spielzeit auch unterlegen – siegte aber dennoch mit 2:0.

Von Henner Henning

Eine Eigenschaft, die den Fußball so interessant macht, ist die Tatsache, dass er manchmal nicht erklärbar ist. Wie etwa die Partie des 1. FC Gievenbeck beim FC Schalke 04 II: Der bis dahin noch sieglose Aufsteiger gastierte beim königsblauen Spitzenreiter, der seiner Favoritenrolle über 90 Minuten gerecht wurde und das Geschehen dominierte. Die Tore aber erzielte der Gast aus Münster, der mit 2:0 (1:0) auf dem Nebenplatz des Parkstadions siegte.

„Es ist verrückt, dass wir so ein Spiel gewinnen“, sagte FCG-Coach Benjamin Heeke, der mit seinen Schützlingen zuvor in beiden Heimbegegnungen jeweils in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert hatte. „Und jetzt so ein Ergebnis. Wir haben offensiv nicht viel auf die Kette bekommen, weil Schalke sehr gut war und wir uns nicht getraut haben“, erklärte Heeke.

Der S 04 drückte die Gievenbecker weit in die eigene Hälfte, einen kontrollierten Aufbau bekam der FCG nur selten zustande. Wie etwa in Minute 32, als Christian Keil tatsächlich einmal im Schalker Strafraum auftauchte und prompt böse abgegrätscht wurde. Die Folge: Bänderriss bei Keil und Strafstoß für Gievenbeck, den Luca de Angelis verschoss, Daniel Geisler aber den Abpraller verwertete.

Fontein an den Pfosten

Zu diesem Zeitpunkt hätte der Gast schon in Rückstand liegen können, Maximilian Franke aber klärte vor der Linie (10.). Es war eine von wenigen klaren Schalker Szenen, der FCG verteidigte couragiert. Das Bollwerk hielt, auch weil Nico Eschhaus nach einer Stunde den Schuss von Philip Fontein an den Pfosten lenkte und ein Schalker Stürmer nach einer von über 20 Ecken – die Münsteraner hatten nicht eine – über den Ball trat (78.). So nutzte de Angelis die zweite FCG-Chance und sorgte für die Entscheidung. Gievenbeck jubelte. Dass der Sieg nur schwer erklärbar war, war ihnen egal.

FCG: Eschhaus - Scherr (80. Kurk), Franke, Teupen, Stegt - Geisler, Altun - Canisius, Balz (64. Heubrock) - Keil (32. Niemann)



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