Mo., 03.09.2018

Futsal: Regionalliga Umbruch vor dem Übergangsjahr beim UFC Münster

Ein Brasilianer geht, ein anderer übernimmt: Mit Klebber Maciel hat der erste hauptamtliche Coach des UFC den Verein verlassen. Dafür übernimmt Henrique Mota (r.) als Spielertrainer die Verantwortung für die Belange auf dem Feld.

Ein Brasilianer geht, ein anderer übernimmt: Mit Klebber Maciel hat der erste hauptamtliche Coach des UFC den Verein verlassen. Dafür übernimmt Henrique Mota (r.) als Spielertrainer die Verantwortung für die Belange auf dem Feld. Foto: Heimspiel / Mario Witthake

Münster - 

Der UFC Münster geht mit einem Spielertrainer in die am Wochenende beginnende Saison. Nachdem Klebber Maciel nach Brasilien zurückgekehrt ist, übernimmt Henrique Mota das Zepter.

Von Henner Henning

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hatte der UFC Münster im vergangenen Sommer den Trainerposten mit einem externen Kandidaten besetzt. Aus Brasilien war damals Klebber Maciel an den Horstmarer Landweg gekommen, mit dem hauptamtlichen Coach sollte eine neue Zeitrechnung beginnen. Doch das Experiment ist zumindest vorerst gescheitert, Klebber hat seinen Job beim UFC aufgegeben und ist zurück in seine Heimat São Paulo gekehrt. Seine Stelle übernimmt nun wieder ein Vereinsinsider: Nach Wendelin Kemper (2012 bis 2014 und 2015 bis 2017) gibt es mit Henrique Mota erneut einen Spielertrainer, der die Geschicke in der am Samstag beginnenden Regionalliga-Saison lenken wird.

„Henrique bringt enorme Erfahrung mit, hat schon als Kind in Brasilien mit dem Futsal angefangen. Er ist die richtige Wahl und die beste Lösung im Moment“, sagt Clubchef Georg von Coelln. Zurück zu alten Tugenden also, auch wenn von Coelln langfristig wieder auf einen externen und hauptamtlichen Coach setzen will. „Wir wollen uns als Verein weiterentwickeln, wollen sportlich lernen und besser werden. Das Ziel bleibt die Bundesliga. Uns ist bewusst, dass das Modell mit einem Spielertrainer nicht optimal ist. Uns ist aber auch bewusst, dass wir mit Henrique den erneuten Umbruch schaffen. Er hat von Klebber eine Menge mitgenommen und wir sind dankbar, dass er es macht“, sagt von Coelln. Unterstützung erhält Mota vom erfahrenen Torwart Moritz Auth und von Eike Thiemann, der zuletzt mit der Studenten-Nationalmannschaft in Kasachstan die WM bestritt.

Den UFC sieht von Coelln vor einem „Übergangsjahr, in dem wir organisatorisch viel machen und die Grundlagen legen müssen“. Die für 2020 geplante Einführung der Bundesliga will der Verein hautnah und als Gründungsmitglied miterleben, dafür will und muss von ­Coelln nun die Weichen stellen. Und auch sportlich will der UFC nach zuletzt drei fünften Plätzen in Serie wieder einen Schritt nach vorne machen. Der einstige Futsal-Vorreiter und zweifache Deutsche Meister (2006 und 2008), der als achtfacher westdeutscher Champion auch auf Landesebene für Furore gesorgt hatte, ist um den Anschluss an die Spitze bemüht. „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir die Plätze eins und zwei angreifen wollen“, sagt von Coelln, der den MCH Bielefeld-Sennestadt und die Futsal Panthers Köln im Kampf um den Titel und die beiden Tickets für das DM-Viertelfinale vorne sieht. „Dahinter aber können wir uns einreihen, viel nach oben fehlt nicht.“

Der Mix in der Mannschaft zwischen Jung und Alt stimmt, personell sieht der Clubchef die Truppe vor dem Start am Samstag (14 Uhr) bei den Black Panthers Bielefeld gut aufgestellt. Dabei setzt er auf einen neuen Zusammenhalt, der in der Vergangenheit die UFC-Mannschaften ausgezeichnet hat. „Für mich entscheidend ist, dass der Teamgeist stimmt. Da hatten wir in der letzten Saison so unsere Problemchen. Wir müssen wieder als die Einheit auftreten, die wir einmal waren“, erklärt von Coelln.

Neue Besetzung auf der Bank, die Bundesliga und einen externer Coach im Hinterkopf – es ist viel in Bewegung beim UFC.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6024480?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F