Do., 13.09.2018

Volleyball: Bundesliga USC Münster holt Teresa Mersmann ins Bundesliga-Team

Schon 2009 und zuletzt im vergangenen Winter half Teresa Mersmann im Bundesliga-Team des USC Münster aus. Nun erhält sie einen Vertrag und wird Stammkraft.

Schon 2009 und zuletzt im vergangenen Winter half Teresa Mersmann im Bundesliga-Team des USC Münster aus. Nun erhält sie einen Vertrag und wird Stammkraft. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Manchmal liegt die Lösung so nahe: Als letzten Zugang hat der USC Münster ein Eigengewächs unter Vertrag genommen. Keinen Jungspund, sondern eine erfahrene Volleyball-Kraft. Teresa Mersmann, 28, zählt in der kommenden Saison fest zum Kader des Erstligisten.

Von Wilfried Sprenger

Der USC Münster hat seinen Bundesliga-Kader komplettiert. Und dies in der letzten Personalie ohne Aktivität an der Transferbörse. Tatsächlich ist der Zugang bereits lange vor Ort und ein echtes Eigengewächs. Schon mit zehn trug Teresa Mersmann stolz das Trikot der Unabhängigen. 18 Jahre später zählt sie nun erstmals zum festen Stamm der Erstligamannschaft. „Ich freue mich riesig“, sagte sie am Dienstag, „für meinen Heimatverein zu spielen, vor der Familie, vor Freunden, vor all den tollen Fans, das ist groß.“

Eigentlich ist die angehende Betriebswirtin im Sand zu Hause. Mit Beachvolleyball-Partnerin Cinja Tillmann spielte Mersmann eine fabelhafte Saison, die just mit der Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften veredelt wurde. Es war Mersmanns Plan, nun eine sportliche Schaffenspause einzulegen und den Fokus auf den Abschluss des Studiums zu lenken. So sah es der Zukunftsentwurf vor, ehe Vizepräsident Axel Büring die Spielerin zunächst telefonisch kontaktierte und gemeinsam mit Trainer Teun Buijs offenbar saubere Überzeugungsarbeit leistete. Mersmann hat jedenfalls nur „eine schlaflose Nacht gegrübelt“ und dann zugesagt. Nach befristeten Engagements in 2009 und 2017 mit knapp zwei Handvoll Einsätzen wird sie nun eine richtige Bundesligaspielerin.

Mersmann freut sich riesig. Sie kennt die Mannschaft, auch den Coach, im vergangenen Winter hat sie einige Male im Vormittagstraining mitgemacht. Aber nicht damit gerechnet, einmal wirklich richtig zum Erstliga-Team zu gehören, mit Vertrag, mit allen Rechten und allen Pflichten. Jetzt erhält sie die Chance. Dafür schiebt sie sogar ihr berufliches Fortkommen ein Stück weit in die Zukunft. Ein Praktikum, das sie aktuell in Hamburg absolviert, hat sie zeitlich reduziert, die Masterarbeit vom Frühjahr in den Sommer verschoben. Und die Pause, die sie nach der anstrengenden Beachvolleyball-Saison benötigt, fällt nun auch kürzer aus als geplant. Beim Saisonstart am 31. Oktober daheim gegen Dresden will sie fit sein und dann zum Bundesligateam des USC zählen. „Es ist mein Verein“, sagt sie. Ob sie auch bei einem anderen Erstliga-Club zugefasst hätte, könne sie nicht beantworten. „Vielleicht, aber dann hätte ich sicherlich mehr als eine Nacht gegrübelt.“



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