Do., 06.09.2018

Hockey: Regionalliga THC strebt das nächste kleine „Wunder“ an

Spielertrainer Moritz Paar und die Hockey-Herren des THC gehen gut vorbereitet in das Abenteuer Regionalliga.

Spielertrainer Moritz Paar und die Hockey-Herren des THC gehen gut vorbereitet in das Abenteuer Regionalliga. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Die Hallenrunde beginnt – und für die Herren des THC Münster damit gleichzeitig ein kleines Abenteuer. Denn der Neuling sieht sich in der Regionalliga nach dem Aufstieg als klaren Außenseiter. Der Klassenerhalt soll dennoch keine Utopie bleiben.

Von Henner Henning

Als ein „Wunder“ hatte Spielertrainer Moritz Paar den Aufstieg des THC Münster in die Regionalliga bezeichnet. „Und es wäre noch ein größeres Wunder, wenn wir jetzt den Klassenerhalt schaffen würden“, meint er. Doch für das am Sonntag mit der Partie bei Uhlenhorst Mülheim II beginnende Abenteuer in der dritthöchsten Spielklasse sieht er sein Team gerüstet – auch als Außenseiter.

Sieben Wochen lang brachten sich die THC-Herren in Form, fast in allen Bereichen war Paar zufrieden. „Das war die beste Vorbereitung seit zehn Jahren. Das, was wir beeinflussen konnten, war sehr gut.“ Aber da wäre ja noch das „Fast“ und eben diese „Sache“, die der Spielertrainer eben nicht lenken konnte: Die Semesterferien, die fast die Hälfte der münsterischen Studententruppe in alle Himmelsrichtungen zerstreute. „Das ist das Los. Viele Spieler aus dem Regionalliga-Aufgebot haben gefehlt und fehlen zumindest im Training weiter. Aber damit können wir umgehen“, erklärt Paar, der an den Spieltagen auf einen nahezu kompletten Kader bauen kann. „Dann reisen viele Jungs an, dann haben wir ein gutes Team zusammen.“

Damit sich dieses in der neuen sportlichen Heimat behaupten und zwei Mannschaften hinter sich lassen kann, hat der Spielertrainer die Aufstiegstaktik verändert. Das aggressive Angriffspressing ist Vergangenheit, die Ausrichtung wird defensiver ausfallen. „Sonst werden wir auseinandergenommen“, sagt Paar und verweist auf die höheren spielerischen, technischen und läuferischen Qualitäten der Konkurrenz. „Wir werden in der Defensive Manndeckung spielen und insgesamt kompakter stehen. Offensiv müssen wir den Ball schneller laufen lassen.“ Ein Mittel, mit dem der THC gegen die meist in Raumdeckung agierenden Gegner in die Lücken stoßen will. Ein Mittel, das aber auch bei möglichen Ballverlusten ein paar Risiken birgt.

Als direkte Mitbewerber um den Klassenerhalt stuft der Coach den Bonner THV sowie RW Köln II ein, Mitaufsteiger Marienburger SC hat sich dagegen wohl zu sehr verstärkt. „Wir wollen versuchen, uns teuer zu verkaufen und werden alles reinwerfen“, so Paar, der auf Rückkehrer Jonas Uelsmann setzen kann, dafür aber auf Alexander Weiss (Auslandssemester) verzichten muss. „Es wird zumindest eine lehrreiche Saison.“ Und vielleicht eine, die erneut mit einem Wunder endet.



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