Fr., 07.09.2018

American Football: Oberliga Blackhawks wollen im Käfig abheben

Schwer zu bremsen: Marius Strunk und die Münster Blackhawks. Zwei Siege noch – und das Team steigt als Oberliga-Meister in die Regionalliga auf.

Schwer zu bremsen: Marius Strunk und die Münster Blackhawks. Zwei Siege noch – und das Team steigt als Oberliga-Meister in die Regionalliga auf. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das Thema „Aufstieg“ beschäftigt derzeit die Blackhawks Münster, am liebsten auch noch beim Saisonshowdown in 14 Tagen – dazu bedürfte es allerdings eines Sieges am Samstag im Gipfeltreffen gegen die Aachen Vampires. Andernfalls wäre Aachen durch und die Blackhawks nur die Gratulanten.

Von Ansgar Griebel

Die Überflieger sind startbereit: Am vorletzten Spieltag wollen die American Footballer der Münster Blackhawks nach nur zwei Jahren ihren Abflug aus der NRW-Oberliga vorbereiten und die nächsthöhere Spielklasse ansteuern. Wobei die Betonung auf „wollen“ liegt, denn „müssen“ muss an der Sentruper Höhe niemand etwas, wie Wide-Receiver-Coach Alexander Naretz vor dem Oberliga-Gipfel gegen die Aachen Vampires (Samstag, 15 Uhr) betont.

„Wir müssen nicht aufsteigen. Unseren Verein gibt es seit fünf Jahren, seit zwei Jahren spielen wir in der Oberliga oben mit. Das hatten wir uns vorgenommen, nicht mehr“, so Naretz, der großzügig den Druck an die Gäste aus Aachen delegiert: „Die kommen aus der dritten Liga und wollen unbedingt wieder zurück. Aachen ist in der Bringschuld, wir gehen das ganz entspannt an.“ So weit die Theorie, in der Praxis dürfte der Adrenalin-Spiegel vor dem Kickoff dennoch in die Höhe schnellen.

Fotostrecke: Oberliga-Derby: Münster Blackhawks - Münster Mammuts

Derzeit spricht die Tabelle noch für die Gäste aus Aachen (14:2), die bislang ausschließlich das Hinspiel gegen die Blackhawks (13:3) verloren haben, die wiederum gleich drei Zähler in Münster und da bei den Mammuts liegen ließen. Diese Derby-Aussetzer haben die Blackhawks längst abgehakt, beispielgebend für die Partie am Samstag ist dagegen der Sieg in Aachen: „Damals haben sie uns wohl auch ein wenig unterschätzt. Das wird nicht noch einmal passieren“, sagt Naretz. Aber das Erfolgsrezept bleibt das gleiche: „Volle Konzentration auf dieses Spiel und harte Arbeit von der ersten bis zur letzten Minute.“

Heimabschied auch für die Mammuts

Auch die Münster Mammuts feiern am vorletzten Spieltag ihren Saisonausstand vor heimischem Publikum – und das so entspannt wie schon lange nicht mehr. Mit 9:7 Zählern sind die Mammuts längst aller Abstiegs­sorgen ledig und wollen jetzt als dritte Kraft der Liga über die Ziellinie gehen. Dazu bedarf es zunächst eines Heim­sieges gegen die Recklinghausen Chargers (So. 15 Uhr, Wange­rooge Weg). Der Eintritt ist frei, gerne werden aber Spenden zugunsten der Johanniter- ­Unfallhilfe gesammelt.

Für das Spitzenspiel verzichten die Münsteraner auf einen Umzug auf den Hauptplatz und bleiben in ihrem „Cage“ am äußersten Rand der Sentruper Höhe. „Hier sind unsere Wurzeln“, sagt Naretz, mithin der optimale Platz für ein Stück Vereinsgeschichte, das am Samstag zumindest vorbereitet werden könnte – ehe die Falken 14 Tage später nach dem letzten Spiel in Dortmund endgültig aus dem Käfig abheben.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6033373?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F