Mo., 10.09.2018

Triathlon: Bundesliga W+F überholt Tri Finish zum Saisonausklang auf Rügen

Die Bundesliga macht Station an der Ostsee. Ein Moment, den die Jungs von Wasser+Freizeit festhielten: (von links) Patrick Hoffmann, Robin Willemsen, Paul Völker, Jonas Osterholt, Cedric Osterholt, Eric Bennemann und Kai Hesterwerth.

Die Bundesliga macht Station an der Ostsee. Ein Moment, den die Jungs von Wasser+Freizeit festhielten: (von links) Patrick Hoffmann, Robin Willemsen, Paul Völker, Jonas Osterholt, Cedric Osterholt, Eric Bennemann und Kai Hesterwerth. Foto: Wasser und Freizeit Münster

Münster - 

Nicht schlecht, was W+F Münster da in der allerersten Bundesliga-Saison so auf die Schwimm-, Rad- und Laufstrecken zauberte. Zum Ausklang in Binz auf Rügen wurde der Neuling starker Fünfter und schob sich auf Rang neun – vorbei am Lokalrivalen Tri Finish.

Von André Fischer

Kurz hinter Bremen auf dem Weg in die Heimat folgte die fast schon obligatorische Burgerpause. „Wir kommen aus dem Grinsen nicht mehr raus“, sagte Patrick Hoffmann in einem Moment der Ruhe. Das Bundesliga-Finale in Binz auf Rügen spülte Aufsteiger GebioMized W+F Münster an der Ostsee in die Top Ten.

„Schuld“ daran trägt die beste Platzierung seit jeher. Mit Platz fünf katapultierte sich das Team um die Gebrüder Cedric und Jonas Osterholt auf den neunten Rang in der Abschlusstabelle. Einstellig. Und das Pikante am Rande: Wasser+Freizeit hat den Stadtkonkurrenten Tri Finish von eben jenem Rang verdrängt. Mir nichts dir nichts wurden die Plätze getauscht. „Jetzt haben wir Oberwasser“, kommentierte Hoffmann – und freute sich einfach nur riesig ob der beeindruckenden Vorstellung.

Es war schon eine Meisterleistung, die W+F da auf die Sprintdistanz zauberte (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen). So, als sei der Verein, der als Fünfter aus dem Unterhaus nachrückte, schon Jahre im ganz großen Geschäft dabei. Wen wundert’s, dass abends auf der Zeltparty kräftig gefeiert wurde. „Wir haben alle Blut geleckt. Ich denke, das erste Jahr kann als gelungen abgestempelt werden“, so Hoffmann. Jonas Osterholt schaffte es als Zehnter gar in die Ränge (55:37 Minuten). Paul Völker (56:30), Cedric Osterholt (56:34), Robin Willemsen (57:25) und Eric Bennemann (58:36) folgten dann dahinter.

Etwas hinter den Erwartungen zurück blieb Weicon Tri Finish Münster. Platz 13 stand am Ende des Tages zu Buche. Geschuldet war das der Tatsache, dass die Reserve beim entscheidenden Wettkampf in Hannover verstärkt wurde. So wurde mit Yannic Stollenwerk (57:20), Luca Heerdt (57:51), Mads Mortensen (59:14) und Maximilian Hils (1:03:37 Stunden) nur ein Quartett nominiert. „Klar, wir sind natürlich nicht zufrieden, aber ich bin jetzt froh, dass die Saison vorbei ist“, sagt Luca Heerdt. „Und es tut natürlich schon ein wenig weh, dass uns die W+F-Jungs noch gepackt haben. Aber die haben einen echten Sahnetag erwischt, das muss man anerkennen.“

Klassenerhalt geschafft

Das war knapp: Für die zweite Männer-Mannschaft von Tri Finish Münster ging es beim abschließenden Wettkampf in Hannover um alles oder nichts. Dementsprechend „aufgemotzt“ wurde der Kader über die Sprintdistanz. Mit Daniel Mehring war nicht nur der Sportliche Leiter selbst im Feld, sondern auch ein erfahrener Mann mit Profilizenz. Er überzeigte als 19. auf der Laufstrecke. Exakt 59 Minuten benötigte er für die drei Disziplinen. Sebastian Czerny (59:00,28), Lennart Duske (59:00,38), Kolja Milobinski (1:03,06 Stunden) und Michael Günnigmann (1:04,19) sorgten mit ihren Zeiten für Platz 15, der gleichzeitig auch für den Klassenerhalt in der Abschlusstabelle reichte.Ebenfalls gesichert haben sich die Frauen als Elfer. Dazu genügte Platz elf in der niedersächsischen Hauptstadt. Kristin Hemmers (1:05:12), Insa Rechter (1:15:53) und Annika Grahl 1:18:10), machten es zu dritt spannend, weil Hannah Arlom kurzfristig mit einer Entzündung passen musste. Reichte trotzdem.

Heerdt selbst war nicht mal eine Woche nach seinem Sieg über die Mitteldistanz in Köln nicht in Vollbesitz seiner Kräfte. „Da fehlten mir ein paar Prozent“, gab er zu, Und verabschiedete sich erst mal in den Urlaub.



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