So., 09.09.2018

Fußball: Oberliga Der benötigte Ruck bleibt bei Gievenbeck gegen Holzwickede aus

Yasin Altun (o.) setzt sich in dieser Szene gegen den Holzwickeder Marcel Duwe durch.

Yasin Altun (o.) setzt sich in dieser Szene gegen den Holzwickeder Marcel Duwe durch. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Die zweite Saison-Niederlage war für den 1. FC Gievenbeck äußerst schmerzhaft. Gegen den Holzwickeder SC, ebenfalls gerade aufgestiegen, fiel den Hausherren beim 0:1 wenig ein. Es gab kaum ernsthafte Torchancen.

Von Thomas Austermann

Im Duell zweier Aufsteiger in die Oberliga wirkte der 1. FC Gievenbeck mit der Zeit immer schwerfälliger. Im Kopf und in den Beinen. Im dritten Heimspiel unterlagen die Münsteraner dem Holzwickeder SC mit 0:1 (0:0). Der Gewinner durfte sogar ungestraft einen Elfmeter verschießen.

Auf große Namen bereitete sich der FCG bereits vor in dieser Serie und sorgte in Liga und Pokal für Aufmerksamkeit. „Und dann stehen sich die zwei No-Name-Teams der Oberliga gegenüber“, sagte Trainer Benjamin Heeke und versuchte, die Umstellungsproblematik zu erläutern. „Es hätte durch irgendetwas einen Ruck geben müssen.“ Aber es gab kein Ereignis, das dazu getaugt hätte, Reserven freizulegen. Da konnte Keeper Nico Eschhaus verbal noch so sehr anschieben.

Mit Justus Kurk im Mittelfeld und Nils Heubrock in der Spitze startete der FCG in seiner Formation umgebaut und leicht dominierend. Der Ball lief flüssiger, die Räume waren besser besetzt, die Nachrücker wie Johan Scherr als Linksverteidiger agierten agil. Der HSC legte es schnell auf die weiten Anspiele auf Stürmer Nico Berghorst an, den 20-fachen Torschützen der Meister-Saison. An der Seite des Unermüdlichen lieferte auch Kaniwar Uzun ein großes Pensum ab. Beide attackierten als Erste den FCG-Aufbau. Auch wenn Yasin Altun das gewöhnt sein mang– an diesem Tag löste sich der Schlüsselspieler nur unzureichend aus diesen Lagen und bekam zu wenig Unterstützung. Eschhaus wurde bis zur 35. Minute gar nicht geprüft, sah aber dann den Ball am Elfmeterpunkt liegen. Altun musste, weil nachlässig den Ball verlierend, foulen gegen Uzun. Berghorst nahm Maß vom Punkt und schoss weit neben den Kasten.

In der Phase danach schwamm Gievenbeck regelrecht der Pause entgegen, nutzte den Break aber nicht wirklich zur Neueinstimmung. Berghorst rannte erneut allen weg, traf aber nicht (47.). Als Uzun einen Aufbaupatzer zum Anspiel links raus nutzte, wuchtete HSC-Außenverteidiger Mischa Mihajlovic den Ball hoch ins kurze Eck zum 1:0 (51.). Heeke setzte auf drei frische Kräfte, aber die Gäste hatten jetzt die gewünschte Ausgangslage erreicht und agierten laufstark wie konzentriert gegen wenig zielgerichtete Angriffe.

Per Konter hätten die Führenden erhöhen können, während Arne Stegt frei an Keeper Kevin Beinsen scheiterte. Eine nächste Szene dieser Qualität gab es nicht. „Die Niederlage ist verdient. Wir haben schon vor dem Gegentor viel zu oft erst in der Endzone retten können, weil wir in der Reihe davor zu viele Fehler gemacht haben“, wertete Heeke. FCG: Eschhaus – Stegt, Krasenbrink, Franke, Scherr – Altun (74. Niehoff) – Geisler, Kurk (52. Balz), Canisius – Heubrock, Niemann (66. de Angelis)



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