Di., 11.09.2018

Rudern: Bundesliga Münster-Achter wird in Bad Waldsee Zweiter und Gesamdritter

Der Münster-Achter machte erst auf dem Wasser in Bad Waldsee alles richtig und feierte danach ausgelassen Platz zwei.

Der Münster-Achter machte erst auf dem Wasser in Bad Waldsee alles richtig und feierte danach ausgelassen Platz zwei. Foto: Alexander Pischke

Münster - 

Fast hätte es am Ende sogar mit dem i-Tüpfelchen geklappt, dem ersten Tagessieg in der Bundesliga. Doch der Münster-Achter wurde in Bad Waldsee am Ende Zweiter und freute sich über den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Von Henner Henning

In der vergangenen Saison Vierter in der 2. Liga – und nun Dritter in der Bundesliga. Die Rückkehr in das Ruder-Oberhaus ist dem Münster-Achter mehr als geglückt, am letzten Renntag in Bad Waldsee reservierte sich die Crew um Teamsprecher Friedrich Tewinkel als Tageszweiter endgültig den Platz auf dem Podest. „Wir sind mehr als zufrieden und haben unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Tewinkel, der eine kleine Einschränkung hinterher schiebt: „Gern hätten wir natürlich einen Renntag gewonnen.“

Nah dran am ersten Sieg war Münsters Achter in Bad Waldsee. Souverän schlug sich das Team im Zeitlauf und zauberte im Achtelfinale die beste Zeit der 18-köpfigen Konkurrenz auf das Wasser. Und als Münster im Viertelfinale Bremen distanziert hatte, standen die Westfalen als Gesamtdritte fest. Das erste Tagesziel war erreicht, der direkte Konkurrent aus Wurzen konnte Münster in der Bundesliga-Tabelle nicht mehr attackieren – und auch nicht im folgenden Halbfinale, das zu einem einseitigen Lauf wurde. Über eine Sekunde nahmen die Münsteraner dem Gegner auf den 350 Metern ab, die Chance auf den ersten Tagessieg war da. Doch im Endlauf war die Mannschaft gegen den neuen Meister aus Berlin nur bis 250 Meter Bug an Bug, dann setzten sich die Hauptstädter ab und feierten mit dem Erfolg auch ihren Titel. „Unser Plan ist fast aufgegangen. Wir haben taktisch gut gewechselt und konnten während des Renntages einige Leute schonen. Schade, dass es wie in Minden nicht mit einem Sieg geklappt hat. Aber Berlin hatte einfach mehr Power“, sagte Tewinkel, der mit Steuerfrau Ada Stange sowie Martin Schröder, Christoph Koebe, Maximilian Wagner, Mika Kohout, Thilo und Gerald Stange, Jan Sauer, Johannes Mersmann, Matthias Arnold, Benedict Antony und Paul Diletti den dritten Bundesliga-Platz dingfest machte.

Ein Abschneiden, das Münsters Crew nach dem kurzfristigen Sprung ins Ruder-Oberhaus – die 1. und 2. Liga wurden erst im Frühjahr zusammengelegt – so zunächst nicht erwartet hatte. „Am ersten Renntag hatten wir uns eine Top-Acht-Platzierung vorgenommen. Doch als wir damals Vierter wurden, haben wir unsere Ziele korrigiert. Wir haben schnell gemerkt, dass wir zu der Spitze der besten vier Teams gehören und sind auch jedes Mal unter den besten vier gewesen. Daher sind wir verdient Dritter geworden“, meinte Tewinkel. Dabei profitierte der Münster-Achter von seinem ausgeglichenen Kader, der weitestgehend von Verletzungen oder Erkrankungen verschont blieb. Ein Umstand, den die Crew nutzte.

Die Bundesliga-Saison ist nun Geschichte, ein weiterer Höhepunkt steht aber noch an – auf dem heimischen Aasee mit den 22. Deutschen Sprint-Meisterschaften, bei denen nur reine Vereinsboote erlaubt sind. „Da liebäugeln wir mit einer Medaille. Ich glaube, wir haben eine gute Chance“, so Tewinkel. Die fünf Renntage des Sommers lassen diesen Schluss auf alle Fälle zu.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6040699?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F