Do., 20.09.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga USC Münster erwirtschaftet positives Jahresergebnis

Martin Gesigora bezog am Mittwochabend Stellung zur wirtschaftlichen Lage des USC.

Martin Gesigora bezog am Mittwochabend Stellung zur wirtschaftlichen Lage des USC. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Sportlich ordentlich aufgestellt, wirtschaftlich auf dem Wege der Besserung: Der USC Münster hat das Haushaltsjahr 2017/18 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Im Zeitraum bis zum 30. Juni 2018 überstiegen die Einnahmen die Ausgaben um knapp 27 000 Euro.

Von Wilfried Sprenger

Dies ist auch angesichts sinkender Zuwendungen bemerkenswert. In der Saison 2016/17 hatte der Bundesligist noch 1 032 770 Euro an Sponsorengeldern und Spenden eingestrichen. Aktuell reduzierten sich diese Gelder auf 964 452 Euro. Sparmaßnahmen im Bereich der Personalkosten ermöglichten die Konsolidierung. „Schatzmeister“ Martin Gesigora betrachtete die Zahlen mit gemischten Gefühlen. „Der Kurs geht in die richtige Richtung. Aber wenn sie mich fragen, ob ich zufrieden bin, sage ich nein. Tatsächlich hatte ich mir ein noch besseres Ergebnis erhofft“, sagte er.

Gleichwohl bewegen sich die Unabhängigen finanziell auf einem guten Weg. Die Saison 2016/17 hatten sie noch mit einem Minus von über 27 000 Euro abgeschlossen. Aber auch dieser Wert war irgendwie noch erträglich im Vergleich zur Bilanz des Grauens in 2015/16, als ein Jahresverlust von 202 000 Euro attestiert wurde. Gesigora forderte an diesem schwarzen Abend im September 2016 „eine totale Haushaltsdisziplin“ ein. Diese Botschaft ist angekommen und wird gelebt.

Die zwingende Notwendigkeit, weiter Kurs zu halten, verdeutlicht die Höhe der Schulden. Zum Abschluss des Haushaltsjahres stand der USC mit 345 000 Euro (Vorjahr 385 000) in der Kreide. Auch an anderer Stelle drückt(e) der Schuh heftig. Bei Berücksichtigung von Vorschussleistungen des Hauptsponsors LVM summierten sich die Verbindlichkeiten auf 619 000 Euro. Allerdings mischt sich in das Rot eine kleine schwarze Note. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir fast 70 000 Euro abgebaut, das ist gut“, erklärte Martin Gesigora.

Zurück zum Haushaltsjahr 2017/18: Nennenswerte Zuwächse hatte der USC im Bereich der Eintrittsgelder und durch Langzeitausfälle beim Krankengeld. Im Zuge des Transfers von Hanna Orthmann erzielte der Club eine Ablöse in Höhe von 20 000 Euro. Im Personalressort sparte er etwa 100 000 Euro ein. Insgesamt wurden die Kosten um 90 000 auf 1 265 000 Euro gesenkt.

Der Etatentwurf für die anstehende Spielzeit sieht ein Volumen von gut 1 200 000 Euro vor. Noch einmal wird an der Personalschraube gedreht, Ziel ist diesmal ein Überschuss von 14 000 Euro. „Unser Plan ist ambitioniert und setzt Disziplin auch in den kleinen Dingen voraus. Viele Dinge sind teurer geworden, wir müssen uns strecken“, erklärte Gesigora.



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