Basketball: 2. Liga Pro B
Die WWU Baskets sind Underdogs mit Ambitionen

Münster -

Ready? Go! Die Vorfreude bei den WWU Baskets Münster auf die neue sportliche Heimat ist groß. Der Aufsteiger will in der 2. Liga Pro B Spuren hinterlassen und sich dort behaupten. Coach Philipp Kappenstein sieht sein Team gerüstet – auch wenn im Vorfeld nicht alles perfekt gelaufen ist

Donnerstag, 20.09.2018, 13:56 Uhr aktualisiert: 21.09.2018, 15:10 Uhr
Bereit für die 2. Liga Pro B sind die WWU Baskets mit (u.v.l.) Betreuer Marco Lenz, Jojo Cooper, Athletiktrainer Baris Türkel, Coach Philipp Kappenstein, Co-Trainer Atilla Göknil, Leo Lüsebrink, Teamarzt Dr. Björn Marquardt, (M.v.l.) Leo Padberg, Jan König, Stefan Wess, Malcolm Delpeche, Kai Hänig, Anton Geretzki, Physiotherapeut Matthias Haase, (ov.l.) Nico Funk, Marco Porcher Jimenez, Alex Goolsby, Andrej König und Niklas Husmann.
Bereit für die 2. Liga Pro B sind die WWU Baskets mit (u.v.l.) Betreuer Marco Lenz, Jojo Cooper, Athletiktrainer Baris Türkel, Coach Philipp Kappenstein, Co-Trainer Atilla Göknil, Leo Lüsebrink, Teamarzt Dr. Björn Marquardt, (M.v.l.) Leo Padberg, Jan König, Stefan Wess, Malcolm Delpeche, Kai Hänig, Anton Geretzki, Physiotherapeut Matthias Haase, (ov.l.) Nico Funk, Marco Porcher Jimenez, Alex Goolsby, Andrej König und Niklas Husmann. Foto: Christina Pohler

Die Vorbereitung verlief etwas holprig und zunächst nicht nach den Vorstellungen von Trainer Philipp Kappenstein. Stammkräfte wie Kapitän Jan König, Stefan Wess oder Kai Hänig verpassten einen Großteil der wichtigen Phase, dazu scheiterten die ersten beiden Anläufe, die so wichtige Aufbauposition zu besetzen. Bryce Leavitt (verletzt) sowie Ray Anderson (persönliche Gründe) fielen durch das Raster, erst Versuch Nummer mit Jojo Cooper saß.

Doch ungeachtet aller Widrigkeiten sind die WWU Baskets Münster bereit, in die 2. Liga Pro B zu starten. „Es kann losgehen, wir haben jetzt einen guten Stand erreicht. Ich bin zufrieden und bin mir sicher, dass wir uns nicht verstecken müssen“, sagt Kappenstein vor dem Auftakt (Samstag, 19.30 Uhr) in der Halle Berg Fidel gegen die Dresden Titans. „Natürlich war ich zu Beginn der Vorbereitung mit der Situation nicht glücklich, wir hatten einige Ecken und Kanten im Training wie in den Testspielen. Aber wir haben uns taktisch viel erarbeitet und zuletzt einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.“

Seine Zuversicht zieht der 39-Jährige aus den vergangenen beiden Wochen, in denen der letztjährige Regionalliga-Meister erhebliche Fortschritte gemacht hat. Und klar, die geglückten wie erfolgreichen Generalproben gegen Bayer Leverkusen und die Rhein Stars Köln aus der Parallelstaffel Süd nähren die Hoffnung, dass die Baskets auf Anhieb im erlesenen Kreis der dritthöchsten deutschen Spielklasse nicht nur ein Spielball, sondern ein echter Herausforderer der etablierten Konkurrenz sein werden.

Cooper und Co. überzeugen

„Die Neuzugänge sind Volltreffer und harmonieren mit dem Kern der Mannschaft. Wir sind im Kader noch einmal tiefer geworden und haben in der Spitze mehr Qualität bekommen“, sagt Kappenstein über die hinzugestoßenen Cooper, Malcolm Delpeche, Anton Geretzki und Marco Porcher Jimenez. „Dazu kommt die Motivation, in einer neuen Liga zu starten. Neue Gegner, neue Hallen, mehr Professionalität. Unsere Vorfreude ist groß“, meint Kappenstein.

Sportlich erwartet der Coach eine ausgeglichene Zwölfer-Liga ohne ein „Überfliegerteam“, in der sich Münster im mittleren Drittel einsortieren soll – und damit durch den Playoff-Einzug den Stress einer Abstiegsrunde der letzten vier umgehen könnte. „Wenn wir ans Maximum gehen, können wir jede Mannschaft schlagen. Aber das gilt auch für acht, neun weitere Teams“, meint Kappenstein, der sich in der einem Neuling fast wie selbstverständlich angedachten Außenseiterrolle gerne wiederfindet. „Auch wenn wir uns nicht als klassischen Aufsteiger sehen, werde ich einen Teufel tun, die Rolle als Underdog abzugeben.“

Nicht mehr die Gejagten

In der Regionalliga waren die Baskets in den vergangenen vier Jahren als einer der Topfavoriten stets die Gejagten, jeder Ausrutscher gefährdete das große Ziel Aufstieg. Kappenstein: „Diesen Stress, dass eine Niederlage die ganze Saison kosten kann, haben wir diesmal nicht. Wir wollen unsere Gewinnermentalität beibehalten und unsere Qualität weiterentwickeln.“ Gelingt dies, dürfte sein Wunsch, im Frühjahr die Playoffs zu bestreiten, Realität werden.

Kader: Jojo Cooper, Nicolas Funk, Leo Lüsebrink, Alex Goolsby, Niklas Husmann, Andrej König, Marco Porcher Jimenez, Anton Geretzki, Leo Padberg, Stefan Wess, Malcolm Delpeche, Jan König, Atilla Göknil, Kai Hänig.

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