Basketball: 2. Liga Pro B
Spitzenwert – WWU Baskets haben das Publikum schon angesteckt

Münster -

Die Premiere der WWU Baskets in der Pro B und am Berg Fidel war nicht nur wegen des Sieges gegen Dresden überaus gelungen. Auch das Drumherum und die Resonanz stimmten. Kein Team der Nord- oder Süd-Staffel lockte am ersten Spieltag mehr Zuschauer.

Montag, 24.09.2018, 16:06 Uhr aktualisiert: 24.09.2018, 18:15 Uhr
Bemerkenswert unterstützt: Baskets-Neuzugang Anton Geretzki (oben, am Ball) und Coach Philipp Kappenstein.
Bemerkenswert unterstützt: Baskets-Neuzugang Anton Geretzki (oben, am Ball) und Coach Philipp Kappenstein. Foto: Wilfried Hiegemann

Die bekannte Szene fand den künftig gültigen Weg zum Basketball und etliche noch etwas fachfremde Neugierige auch. Als „fantastisch“ bewertete Manager Helge Stuckenholz sowohl die Resonanz als auch die Atmosphäre in der Sporthalle Berg Fidel bei der Premiere der WWU Baskets zum Auftakt der 2. Liga Pro B.

1511 Besucher in der Sporthalle Berg Fidel

1511 Besucherinnen und Besucher ließen sich locken – und wohl niemand saß noch in den letzten Sekunden, als die Baskets den knappen und imponierend erkämpften 63:61-Sieg gegen die Dresden Titans ins Ziel retteten. Die Zuschauerzahl war die mit großem Abstand beste am ersten Spieltag, in beiden Staffeln – die 850 Besucher in Schwenningen beim Süd-Duell gegen Gießen bedeuteten Rang zwei in dieser Statistik.

Das alles hat unsere Erwartungen übertroffen.

Helge Stuckenholz

Das mitreißende Finale und der erste Erfolg auf dem neuen Niveau passten wie gemalt, um die erwünschte und notwendige breite Begeisterung zu entfachen. „Das alles hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Stuckenholz, der gemeinsam mit etlichen Mitstreitern in den letzten Wochen ein enormes Paket schnüren musste, bis der erste Ball geworfen wurde. Im Vergleich zu den Partien in der Uni-Halle sind beispielsweise alleine 15 Ordnungskräfte einer Security-Firma mehr zu engagieren, die bezahlt werden wollen. „Deshalb müssen wir auch diese Parkgebühr erheben“, erläuterte Stuckenholz zum Prozedere, das an der Halle diskutiert wurde. „Es gibt immer Erklärungsbedarf, wenn man etwas Neues wagt. Hier und da haben wir auch Optimierungsbedarf erkannt. Es wird sich alles einspielen – aber für eine Premiere war es schon sehr gelungen.“

Freikarte via Kultursemesterticket

Dass der findige Club ein exakt auf die Zielgruppe zugeschnittenes Digital-Ticket eingeführt hat, ist ebenso ein kluger Schachzug in die Moderne wie die gesteigerten Aktivitäten im Bereich Social Media. Im anstehenden Semester dürfte die Chance, über den Asta der Universität an eine von 400 Freikarten via Kultursemesterticket zu kommen, genutzt werden. Die Baskets wollen „dem Schritt gen Profibereich mit der Zeit den Feinschliff verpassen“, ist Stuckenholz motiviert und gewappnet. Denn er ist sicher: „Wir haben viele angesteckt mit dem Basketball-Fieber!“

Die Protagonisten sorgten letztlich für strahlende Gesichter und standen noch lange auf dem Feld, bereit zum Gespräch oder Autogrammgeben. Dass auch einen 31-Jährigen wie Andrej König eine Premiere dieser Art nicht kalt lässt, gab der Routinier unumwunden zu. „Das gehört dazu. Das Gute war, als Team ruhig geblieben zu sein. Auch die mageren Quoten haben uns nicht wirklich nervös gemacht“, sagte der 2013 in die Unistadt gezogene König. Neuzugang Anton Geretzki (19) pflichtete ihm bei: „Man muss 40 Minuten lang mit dem Kopf da sein, sonst kann es in solchen Spielen nicht klappen.“

Tagesquartier für die Gäste

Lob heimsten die Münsteraner auch von den Gästen ein, deren Geschäftsführer Jörn Müller dankbar dafür war, dass „uns die Baskets noch ein Tagesquartier besorgt haben. Diese Gastfreundschaft ist nicht selbstverständlich.“ Die Titans nutzten zwar zur Übernachtung das Gästehaus der Johanniter, mussten hier aber vormittags auschecken und etliche Stunden überbrücken. Auch trainieren durften sie in Berg Fidel absprachegemäß noch.

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