Basketball: 2. Liga Pro B
Lok Bernau bestraft Schwächeperiode der WWU Baskets gnadenlos

Münster -

Die erste Zweitliga-Niederlage kassierten die WWU Baskets Münster am Samstagabend bei Lok Bernau. Die ersten beiden Viertel verliefen ausgelichen, der Gast führte sogar. Doch dann geriet der Aufsteiger mehr und mehr aus dem Tritt und verlor 76:92.

Sonntag, 30.09.2018, 14:32 Uhr aktualisiert: 30.09.2018, 20:10 Uhr
Philipp Kappenstein sah in Bernau eine gute erste Halbzeit seiner Baskets, die sich nach dem Seitenwechsel aber ein nicht so gutes Viertel leisteten – und das bestrafte der Gastgeber gnadenlos.
Philipp Kappenstein sah in Bernau eine gute erste Halbzeit seiner Baskets, die sich nach dem Seitenwechsel aber ein nicht so gutes Viertel leisteten – und das bestrafte der Gastgeber gnadenlos. Foto: Wilfried Hiegemann

21 Minuten lang waren die WWU Baskets Münster ebenbürtig, hatten nach dem Dreier von Jan König 36 Sekunden nach Wiederbeginn einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Gastgeber Lok Bernau. Doch dann rauschte der Aufsteiger in eine Phase, in der ihm selbst nicht mehr viel gelang – die Brandenburger nutzten diese Chance mit durchgedrücktem Gaspedal und setzten sich dank eines 16:1-Laufes vorentscheidend ab. Am Ende leuchtete ein 92:76 (36:38) für die Hausherren auf der Anzeigentafel auf – Münsters erste Saisonniederlage in der 2. Liga Pro B war damit perfekt.

„Wir hatten zwei Mal eine kleine Schwächephase, die Bernau übelst bestraft hat“, sagte Baskets-Coach Philipp Kappenstein, der von seinen Schützlingen eine „sehr ordentliche erste Halbzeit“ gesehen hatte. Münster bot dem Aufstiegskandidaten Paroli und ließ sich auch von dem zwischenzeitlichen 15:19 (8.) nicht aus der Ruhe bringen. Die Wurfauswahl und -quote stimmten, auch defensiv knüpften die Baskets an die Leistung der Vorwoche (63:61 gegen Dresden) an. „Wir haben viele Dinge gut gemacht“, lobte Kappenstein.

Doch damit war direkt nach der Pause Schluss. Der Gast wurde zu hektisch, leistete sich einige entscheidende Ballverluste und war beim Rebound unterlegen. Da machten sich nicht nur die Foulprobleme von Malcolm Delpeche, Jan König und Anton Geretzki bemerkbar, auch das Fehlen von Kai Hänig beeinträchtigte die Münsteraner. Der Center muss erneut mit einer Wadenverletzung lange pausieren, ein Ausfall bis zum Jahresende droht. Mit nur einem Big Man im Aufgebot passte letztlich die Rotation nicht mehr, die Struktur im Baskets-Spiel war weg. Und auch in der Verteidigung hatte der Liga-Neuling keinen Zugriff mehr, gleich sechs Dreier fanden im dritten Viertel den Weg in Münsters Reuse. Besonders Bennet Hundt (23 Punkte), Jonas Mattisseck (19) und Malte Delow (16), der eine 100-Prozent-Quote aufwies, taten den Baskets weh. „In der Phase haben wir den Faden verloren und auch nach Auszeiten keine Antwort mehr gefunden. Da waren wir überhastet, hektisch, nervös und haben uns nicht clever genug angestellt. Wir haben den Gegner stark gemacht. Dazu hat Bernau auch über 40 Minuten extremen Druck erzeugt, wir waren physisch auf jeder Position klar unterlegen“, sagte Kappenstein.

Von dieser Negativserie erholte sich Münster erst einmal nicht, beim 56:84 (34.) drohte gar eine herbe Pleite. „Aber zum Glück haben wir uns noch einmal gefangen und das Spiel zu einem vernünftigen Ende gebracht“, so Kappenstein.

Schon auf der Rückfahrt am Sonntag begann der 39-Jährige mit der Aufarbeitung der Niederlage mit Blick auf die Partie am kommenden Samstag (19.30 Uhr) gegen die Itzehoe Eagles, er hatte dafür wegen eines Staus auf der A 2 zwischen Berlin und Braunschweig unfreiwillig mehr Zeit als geplant. „In Sachen Rotation werden wir uns etwas überlegen müssen. Und genügend Lehren können wir aus dem Spiel in Bernau auch ziehen“, meinte Kappenstein. Punkte: Delpeche (14), Cooper (12/1), Padberg (10/1), J. König (9/2), Porcher (9), Goolsby (6/2), A. König (6), Husmann (5/1), Geretzki (3), Wess (2)

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