Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets Münster erneut unter Wert geschlagen

Münster -

Die WWU Baskets Münster sind in der neuen Liga angekommen, bringen die arrivierten Teams regelmäßig ins Wanken, zuletzt jedoch nicht mehr zu Fall. Dass die 77:87-Niederlage beim VfL Bochum dennoch alles andere als schlecht war, macht Trainer Philipp Kappenstein Hoffnung für die Zukunft.

Sonntag, 14.10.2018, 14:42 Uhr aktualisiert: 14.10.2018, 21:02 Uhr
Malcolm Delpeche hatte einen schweren Stand in Bochum und gegen Spielende Foul-Probleme.
Malcolm Delpeche hatte einen schweren Stand in Bochum und gegen Spielende Foul-Probleme. Foto: Christina Pohler

Diese Hände sind groß, können locker einen Basketball greifen. Doch was nutzt das, wenn sie nach 40 Minuten komplett leer sind. Am Samstagabend machten sich die Basketballer der WWU Baskets Münster zum dritten Mal im vierten Spiel der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B mit leeren Händen auf den Heimweg. Bei den Sparkassenstars Bochum kassierte der Aufsteiger um Trainer Philipp Kappenstein eine 77:87 (37:35)-Niederlage, die einmal mehr das Prädikat unnötig verdiente. „Das mussten wir nicht verlieren“, so das Fazit von Kappenstein, der erneut feststellen durfte, dass „wir mindestens auf Augenhöhe mit unseren Gegnern sind“ und die neue Liga keinesfalls zu stark für sein Team ist, die Spiele im Moment aber irgendwie fünf Minuten zu lang sind.

Denn wie schon zuletzt gegen die Itzehoe Eagles bestimmten die Baskets auch in Bochum über 35 Minuten den Takt der Partie, ehe am Ende fehlendes Schussglück und Foul-Probleme für ein Ende sorgten, das nicht zur ordentlichen Gesamtvorstellung des Teams passte.

Der Ausfall von Center Kai Hänig, am Samstag durch das Comeback von Daniel Woltering bestenfalls zum Teil aufgefangen, wird vor allem dann augenfällig, wenn sich seine ständige Vertretung unter den Körben aufgerieben hat: Jan König und Malcolm Delpeche standen im Abschlussviertel mit je vier Fouls unter besonderer Beobachtung der gegnerischen Offensive und fehlten in der entscheidenden Spielphase, als die Gastgeber einen Großteil ihrer 28 Freiwürfe im Korb unterbrachten, während Münster insgesamt nur zehn Mal an die Linie durfte.

„Da fehlt uns ein wenig die Aggressivität“, sagt Kappenstein. Dennoch wurde das Spiel zwar in der Schlussphase verloren, hätte aber weit früher längst gewonnen werden können, als die Münsteraner mit ihrer überzeugenden Spielanlage vorne lagen und mehrfach die Chance hatten, sich entscheidend abzusetzen. „Aber das haben wir leider verpasst“, so Kappenstein, der dafür die unterdurchschnittliche Trefferquote als Beleg heranführen konnte. Allen voran Spielmacher Jojo Cooper, der vier von seinen 18 Versuchen gewinnbringend auf die Scorertabelle bringen konnte. Da half auch die Galavorstellung von Alex Goolsby mit 16 Zählern nicht, um den Baskets das zweite Erfolgserlebnis zu bescheren. Das ist im Übrigen auch am kommenden Wochenende nicht zu erwarten, wenn das Team beim ungeschlagenen Spitzenreiter in Iserlohn antreten muss.

Punkte: Goolsby (16), Weß (15), Jan König (12), Delpeche (9), Cooper (8), Andrej König (5), Porcher (4), Geretzki (3), Funk (3), Padberg (2)

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