Basketball: 2. Bundesliga Pro B
70:77 in Iserlohn: Die WWU Baskets waren nahe dran am Favoritensturz

Münster -

Vierte Niederlage im fünften Spiel – so eine Bilanz löst normalerweise Alarmstimmung aus. Anders bei den WWU Baskets Münster, die einmal mehr eine gute Leistung zeigten, diesmal beim ungeschlagenen Tabellenführer Iserlohn Kangaroos. Der Lohn blieb jedoch erneut aus, die Tendenz aber stimmt zuversichtlich, wie Trainer Philipp Kappenstein erklärt.

Sonntag, 21.10.2018, 14:10 Uhr aktualisiert: 21.10.2018, 20:00 Uhr
Jojo Cooper, hier im Duell mit Iserlohns Viktor Ziring, verkaufte sich mit den Baskets teuer beim Spitzenreiter – und unterlag dennoch knapp mit 70:77.
Jojo Cooper, hier im Duell mit Iserlohns Viktor Ziring, verkaufte sich mit den Baskets teuer beim Spitzenreiter – und unterlag dennoch knapp mit 70:77. Foto: Christina Pohler

Sie hatten sich teuer verkauft und standen doch wieder mit leeren Händen da. Nein, optimal läuft es derzeit nicht für die WWU Baskets Münster, die nach dem Auftaktsieg Mitte September nun zum vierten Mal in Serie als Verlierer das Feld verlassen haben. Dies aber mit erhobenem Haupte, beim 70:77 (35:40) zeigte der Aufsteiger beim Tabellenführer Iserlohn Kangaroos über weite Strecken eine starke Leistung.

„Wir haben viele Dinge sehr gut und eigentlich ein Top-Spiel gemacht“, sagte Trainer Philipp Kappenstein. Doch da war es wieder, dieses ärgerliche „eigentlich“, das wie schon in der Partie bei den VfL SparkassenStars Bochum in der Vorwoche den zweiten Pro-B-Sieg der Baskets verhinderte. „Offensiv haben wir drei Viertel lang fast alles richtig gemacht, wir haben mit unserer Verteidigung das beste Offensiv-Team der Liga bei 77 Punkten gehalten“, erklärte der Coach, der abermals feststellen musste, dass eine kurze Schwächephase in der dritthöchsten Spielklasse die Entscheidung bringen kann.

Nach dem guten Start (10:2, vierte Minute) der Gäste fand der ungeschlagene Spitzenreiter und Titelkandidat seinen Rhythmus und erarbeitete sich zum Viertelende eine 18:13-Führung. Doch schon den zweiten Abschnitt gestaltete Münster wieder offen, auch dank der guten Quote von der Dreierlinie (38 Prozent). Es kam aber noch besser als im ausgeglichenen zweiten Viertel. Nach dem Seitenwechsel zauberten die Baskets famose zehn Minuten auf das Feld, das Iserlohns Center Jozo Brkic nach einem unsportlichen Foul gegen Marco Porcher vorzeitig verlassen musste. Die Kangaroos waren genervt, das Momentum war vor dem Schlussabschnitt auf Münsters Seite. „Wir hatten unsere Siegchance, doch dann kam es im vierten Viertel wieder zum Bruch“, bemängelte Kappenstein. Angeführt von Ruben Dahmen und Nikita Khartchenkov drehte der Favorit die Partie, in der die Baskets dem Druck Iserlohns nicht mehr standhalten konnten. „Und dennoch müssen wir uns nach dem Spiel nicht im Keller verstecken, wir haben den Gameplan lange hervorragend umgesetzt. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir den Bock bald umstoßen“, sagte Kappenstein auch mit Blick auf das Scoring mit erstmals vier Spielern im zweistelligen Punktebereich. Punkte: Wess, Goolsby, Geretzki (je 14), Delpeche (10), J. König (8), Cooper (7), A. König (2), Porcher (1)

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