Basketball: 2. Liga Pro B
Heute ein (Jan) König – WWU Baskets triumphieren in Schwelm

Münster -

Jetzt hat’s geklappt. Die WWU Baskets haben erstmals in der 2. Liga einen Auswärtssieg eingefahren. Bei den Baskets Schwelm zeigte der Neuling laut Trainer Philipp Kappensteine erstmals über 40 Minuten eine einwandfreie Leistung und gewann 80:75. Am kommenden Sonntag steht nun die Partie gegen das Spitzenteam aus Rist Wedel auf dem Spielplan.

Sonntag, 18.11.2018, 14:14 Uhr aktualisiert: 19.11.2018, 09:08 Uhr
Ihre Majestät Jan König bat am Samstagabend im Baskets Dome zu Schwelm zum Tanz – Münsters Matchwinner war mit 31 Punkten überragender Spieler auf dem Feld.
Ihre Majestät Jan König bat am Samstagabend im Baskets Dome zu Schwelm zum Tanz – Münsters Matchwinner war mit 31 Punkten überragender Spieler auf dem Feld. Foto: Christina Pohler

Bei Facebook wurde an diesem Wochenende gejubelt wie zuletzt bei den Aufstiegsfeierlichkeiten im Mai. Die Jungs von den WWU Baskets Münster legten am Samstagabend direkt nach der Schlusssirene eine heiße Sohle auf das Parkett des Baskets Dome zu Schwelm, hüpften leichtfüßig über die Werbebanden, klatschten die mitgereisten Fans einzeln ab – und beförderten die dazugehörigen Bilder schnellstmöglich in die sozialen Netzwerke.

Die Gründe für die Spontanfeierlichkeiten? „Wo fange ich da an?“, antwortete Trainer Philipp Kappenstein am Tag nach dem 80:75 (38:34)-Erfolg der Baskets gegen den Schwelmer Namensvetter in der 2. Bundesliga ProB mit einer Gegenfrage – und im heiseren Flüsterton. Die Stimme hatte am Samstagabend offensichtlich gelitten. „Ja, es war schon sehr intensiv“, flüsterte der stolze Trainer dann im zweiten Anlauf, denn: Es war erstens der erste Zweitliga-Sieg in fremder Halle, zweitens gewannen die Baskets erstmals zwei Mal in Folge, knackten dabei drittens erstmals die 80-Punkte-Marke, schraubten viertens die bis dahin unterirdische Freiwurf-Quote auf bärenstarke 85 Prozent und sahen fünftens endlich wieder ihren Kapitän in Höchstform.

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„Für mich keine Überraschung“, sagt Kappensetin nach der Gala-Vorstellung von Leader Jan König, der mit 31 Punkten und zehn Rebounds dieser Partie den Stempel aufdrückte. „Wer Jan lang genug kennt, der wusste, dass dieser Tag kommen würde.“

Als Kappenstein dann einmal in Fahrt war, folgten auch noch sechstens, siebtens und achtens – oder um es kurz zu machen, die hoch verdiente Lobeshymne „zur mit Abstand besten Saisonleistung“, die aber natürlich auch nicht ganz ohne die obligatorischen dramaturgischen Höhe- und Wendepunkte auskam, als nämlich die Hausherren nach 32 Minuten erstmals zum Gast aus Münster aufschlossen (62:62), zwei Minuten später erstmals vorbeizogen (64:62) und böse Erinnerungen an all die knapp verlorenen Partien zuvor weckten.

„Aber da haben wir überragend reagiert und uns nicht verunsichern lassen“, so Kappenstein. Leo Padberg verwandelt zwei Freiwürfe sicher zum 64:64 – und unter königlicher Führung zog Münster anschließend dem ersten Auswärtstriumph entgegen. „Ohne, dass ich am Ende zittern musste“, so Kappenstein.

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„Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel zu gestalten“, sagte der Trainer, „und das ist uns optimal gelungen. Wir haben eines der beiden offensivstärksten Teams der Liga sicher beherrscht und selbst erstmals 80 Punkte erzielt.“ Beste Voraussetzungen für eine Heim-Partie nebst Heim-Party am kommenden Sonntag gegen das Spitzenteam aus Rist Wedel. Punkte: J. König (31/4 Dreier), Delpeche (11), Padberg (11/1), Cooper (8), Weß (7/1), Goolsby (7/1) A. König (4), Porcher (2)

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