Boxen: „Golden Gloves“
Talente aus der Region in Münster: Elf Kämpfe und ein Heiratsantrag

Münster -

Eine Atmosphäre, die an Profi-Kämpfe erinnerte, herrschte bei der zweiten Auflage der „Golden Gloves“ in der münsterischen Stadtwerke Arena. Die Fights begeisterten das Publikum zuvorderst, aber nicht nur: Eine ganz und gar ungewöhnliche Aktion sorgte für Jubel auf den Rängen.

Sonntag, 18.11.2018, 15:06 Uhr aktualisiert: 19.11.2018, 16:30 Uhr
Volle Arena – spannende Kämpfe: Bei den „Golden Gloves“ herrschte eine schillernde Atmosphäre – Nummerngirl inklusive. 
Volle Arena – spannende Kämpfe: Bei den „Golden Gloves“ herrschte eine schillernde Atmosphäre – Nummerngirl inklusive.  Foto: Wilfried Hiegemann

Eine volle Arena, strahlende Scheinwerfer, Medaillen, ein Stargast und ein Heiratsantrag – in einer schillernden Atmosphäre wie bei den Profis kämpften die jungen Boxtalente aus der Region in der Stadtwerke Arena. Am Samstagabend veranstaltete der BC Münster 23 dort die „Golden Gloves“ in ihrer zweiten Auflage.

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr legten Geschäftsführer Denis Driesen und Co. das Turnier mit elf Kämpfen nun auf den Abend. Das erinnerte noch mehr an die großen Duelle und lockte viele Zuschauer. Driesen betonte: „Wir wollen den Boxsport in Münster etablieren. Gerade durch solche Veranstaltungen kann man Leute gewinnen.“

Auch deshalb fußte das Event auf einem regionalen Konzept. Denn die Faustkämpfer kamen ausschließlich aus Nordrhein-Westfalen. Die elf Kämpfe boten eine große Vielfalt. Arda Öztürk (BC Gahmen) und Borislav Toderov (Faustkämpfer Köln-Kalk) machten als Jüngste mit ihren zwölf und 14 Jahren den Anfang. Danach steigerten sich Alters- und Gewichtsklassen. Jedes Duell ging über drei Runden. Natalja Wilmer vom Nachbarn Boxzentrum Münster trat als Vorjahressiegerin im ersten Frauen-Kampf des Abends gegen Natalie Schrahe (BC Warendorf) an. Der spannende Fight endete unentschieden. Danach schlug ihr Münsteraner Vereinskollege Hidayet Ünal in einem rasanten Aufeinandertreffen Mohammed Haimami (BC Mülheim-Dümpten).

Im Nachbarschaftsduell vor der Pause, das zugleich den ersten Erwachsenen-Kampf darstellte, herrschte dann richtig gute Stimmung in der Arena am Hafen. Die 26-jährige Lokalmatadorin Franziska Rickert vom BC 23 traf auf die 22-jährige Jannika Matthias vom Boxzentrum, die in der dritten Runde die entscheidende Portion mehr Restenergie hatte und die packende Auseinandersetzung gewann. Driesen war überwältigt ob der Resonanz und Stimmung: „Mit so einer vollen Hütte haben wir nicht gerechnet.“

Als Moderator führte der BC-Vorsitzende Frank Weng souverän durch den Abend. Trotz seines persönlichen Highlights, das sicher für Herzklopfen sorgte. Denn in der Pause machte der Mann am Mikro – früher selbst Boxer – in seiner zweiten Heimat, dem Ring, seiner Angebeteten Sabrina Stoffmehl einen Heiratsantrag. Umjubelt von den Zuschauern sagte sie: „Ja.“ Zeuge der Verlobung wurde Stargast Khalid Taha. Der Dortmunder unterschrieb kürzlich einen begehrten UFC-Vertrag.

Nach der Pause traten dann – anders als bei der Jugend und bei den Frauen nun ohne Kopfschutz – die Schwergewichtler (bis 91 Kilogramm) in Erscheinung. Tim Vogt vom Ausrichter setzte sich nach Punkten gegen sein Gegenüber Saleh Atayev vom Boxzentrum in der B-Klasse durch. Lars Wagener vom BC 23 hatte in der A-Klasse gegen Dariusz Lassotta vom Box-Club Gahmen das Nachsehen – auch nach Punkten.

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