Fußball: Landesliga
BSV Roxel nutzt gegen VfB Hüls seine Chancen nicht

Münster -

In der Abwehr zu sorglos – im Angriff nicht durchschlagskräftig genug: Der BSV Roxel hatte sich die 1:3-Niederlage gegen VfB Hüls selbst zuzuschreiben.

Sonntag, 18.11.2018, 18:36 Uhr aktualisiert: 18.11.2018, 19:30 Uhr
Legte zum 1:0 durch Hunnewinkel auf: Roxels Thomas Kroker (l.) im Zweikampfund mit Patryk Beczkowskiy
Legte zum 1:0 durch Steffen Hunnewinkel auf: Roxels Thomas Kroker (l.) im Zweikampf mit dem Hülser Patryk Beczkowskiy. Foto: Wilfried Hiegemann

Es gibt so Tage, an denen soll einfach nichts gelingen. Einen solchen hatte der BSV Roxel ganz offensichtlich erwischt. Die Gründe für die 1:3 (1:1)-Niederlage gegen den VfB Hüls sind dabei schnell gefunden und absolut selbst gemacht. Vorne gingen die Stürmer um Thomas Kroker und Steffen Hunnewinkel viel zu verschwenderisch mit ihren Chancen um, hinten verteidigten die Roxeler Abwehrrecken viel zu lasch.

Das Spiel gegen die schwächste Defensive der Liga begann dabei bestmöglich für die Hausherren. Direkt die erste sich bietende Chance ließ sich Hunnewinkel nach Steilpass von Kroker nicht nehmen (4.). Der Torschütze hätte früh einen Doppelpack schnüren können, traf nach einem Flachpass den Ball allerdings nicht richtig (9.).

Es entwickelte sich eine muntere Partie, die aufgrund einiger Unsicherheiten in beiden Abwehrverbänden eine Menge Unterhaltungspotenzial bot. Die Führung spielte den Münsteranern, denen sich Platz zum Kontern bot, in die Karten.

Allerdings konnte weder Kroker nach einer Flanke von Hunnewinkel seinen Kopfball aus vollkommen freier Position an Gäste-Keepern Yasin Muslubas vorbei bugsieren (33.), noch traf sein Angriffskollege kurz darauf in vertauschter Rolle (36.). Dieses Mal zielte Hunnewinkel nach Querpass viel zu zentral.

Für ihn wurde es sogar noch bitterer. Nach einer Ecke vertändelte er den Ball zu leicht. Im folgenden Konter nutzte Patryk Beczkowski die Chance zum überraschenden Ausgleich (38.).

Nach der Pause nahm das Unglück aus Sicht des BSV seinen Lauf. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Hüls durch Okan Solak ein Doppelschlag: Erst traf dieser nach einem Steilpass (51.), dann blieb er auch vom Punkt aus cool (60.). Dem Handelfmeter vorangegangen war ein zögerliches Abwehrverhalten der Hausherren gegen Mirko Grieß. Dessen Schuss blockte wohl Endrit Sojeva mit dem Arm. Sofort versuchte der BSV wieder die Spielkontrolle an sich zu reißen. Doch weiterhin blieben sie vom Abschlusspech verfolgt. Zuletzt vergab der sonst bislang in der Saison treffsichere Kroker erneut aus aussichtsreicher Position (80.). BSV-Trainer Sebastian Hänsel analysierte die bittere Niederlage erstaunlich sachlich: „Ich habe eine Liste mit sieben oder acht Punkten, wenn alle von diesen erfüllt werden, können wir jeden Gegner schlagen. Wenn uns, wie diesmal, zwei oder mehr Punkte fehlen, bestehen wir nicht. Es hat uns die Intensität gefehlt.“ BSV: Neuhaus – Wessels (61. Yarokha), Haverkamp, Sojeva, Willich – Flaßhar, Wesberg (46. Pietsch), Niesing – Toka, Hunnewinkel (72. M. Leifeld), Kroker

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