Basketball: 2. Liga – Pro B
Die WWU Baskets aus Münster lieben die Dramatik

Münster -

Die WWU Baskets aus Münster sind in der neuen Liga ganz offensichtlich angekommen: Mit dem dritten Sieg in Serie – und das gegen den Tabellenzweiten aus Rist Wedel – sicherte sich das Team den fünften Sieg im zehnten Spiel.

Sonntag, 25.11.2018, 20:08 Uhr aktualisiert: 26.11.2018, 16:14 Uhr
Stürmisch: Münsters Leo Padberg (links) im Kampf um den Ball mit Justus Hollatz (Wedel). Auf der Zielgeraden der Partie machten es die Hallenherren abermals spannend, jubelten aber letztlich über den fünften Saisonsieg.
Stürmisch: Münsters Leo Padberg (links) im Kampf um den Ball mit Justus Hollatz (Wedel). Auf der Zielgeraden der Partie machten es die Hallenherren abermals spannend, jubelten aber letztlich über den fünften Saisonsieg. Foto: Jürgen Peperhowe

Die WWU Baskets haben ihre Bilanz in der 2. Liga Pro B ausgeglichen. Gegen den SC Rist Wedel, als Tabellenzweiter sicher keine Laufkundschaft, setzte sich der Aufsteiger mit 67:61 (34:25) durch und gewann damit sein fünftes von bislang zehn Saisonspielen. Ausschlaggebend vor 1648 Zuschauern war einmal mehr eine ganz starke Verteidigung. „Wir sind auf dem Weg defensiv das beste und flexibelste Team der Liga zu werden. Wir machen viele Sachen richtig, es fühlt sich gerade überragend an“, sagte Trainer Philipp Kappenstein.

Bis auf das erste Ausrufezeichen der Partie, als Wedels Amerikaner Ryan Logan per Dreier die Anzeigetafel erstmals gefüllt hatte, gaben die Baskets in der Anfangsphase den Ton an. Von 2:5 ging es auf 14:5. Die Zone verrichtete defensiv ihre Arbeit und stellte den Gast aus dem Norden vor Probleme, dazu packte Münster beim Rebound entschlossen zu. Es waren zunächst die Malocher-Eigenschaften, die den Baskets im etwas wilden Beginn die Vorteile verschafften. Da sich dann nach konfusen Momenten Münster aber als erstes Team offensiv auf seine Fähigkeiten besann und durch Marco Porchers Distanzwurf sowie Jan Königs Punkte sieben und acht nachlegte, ging Viertel Nummer eins mit 19:7 an den Hausherrn.

Kappenstein gönnte nun Kapitän König und Regisseur Jojo Cooper eine Pause, ein Bruch im Spiel aber war nicht auszumachen. Porcher mit dem 23:10 und einem Block gegen Jan-Christian Both sowie Malcolm Delpeche zum 25:10 – und der Stimmungspegel in der Halle Berg Fidel schlug erstmals so richtig nach oben aus (15.).

Doch Wedel ist nicht umsonst Tabellenzweiter, so langsam tauten die Nordlichter auf. Zwei Dreier am Stück von Mario Blessing und Malo Valerien ließen ihren Rückstand auf sieben Zähler schmelzen (23:30, 18.). Der SCR deutete sein Potenzial an, auch wenn er nicht so richtig nah an die Kappenstein-Truppe heranrückte.

Das änderte sich fortan. Wedel versuchte nach der Pause deutlich mehr, seinen litauischen Center Aurimas Adomaitis (16 Punkte) in Szene zu setzen – und tat dies mit Erfolg. Seine vier Zähler brachten Rist in Schlagdistanz (38:32). Da war es nur gut, dass Cooper nun auch aufdrehte. Drei teils spektakuläre Korberfolge hielten Münster in einer Partie vorne, die an Intensität noch einmal zulegte. Dabei blieben die Baskets stabil und erstickten jeden Versuch einer Aufholjagd im Keim.

So ging es mit einer Zehn-Punkte-Führung in das Schlussviertel (51:41), das für Münster mit vier Punkten (Porcher, Delpeche) und einem Block von Delpeche gegen Marius Behr bestens begann. Und als der starke Spanier Porcher doppelt nachgelegt hatte, waren die Westfalen wieder auf 13 Zähler enteilt (59:46). Eine Vorentscheidung aber war das auf keinen Fall, Wedel antwortete mit einem 7:0-Lauf. Vier Minuten waren da noch zu spielen, und als sich Stefan Weß einen Turnover erlaubte, drohte Ungemach.

Die Defensive aber arbeitete weiter auf Hochtouren, einfache Körbe gestattete Münster dem Tabellenzweiten keine. Die Ballgewinne schlossen vorne Jan König und Cooper ab – 63:53 (38.). War es das? Können die Baskets ohne Dramatik einen Sieg nach Hause fahren? Nein, sie können es nicht. Spätestens nach einem bösen Ballverlust von Jan König und dem Korb von Osaro Iginbeweka zum 63:58 sowie dem Dreipunktspiel von Justus Hollatz zum 65:61 war es wieder eine Zitterpartie. Die beendeten zwei Amerikaner: Cooper legte eine halbe Minute vor Ende das 67:61 vor, Wedels Logan vergab auf der Gegenseite sechs Sekunden zwei Freiwürfe. Jetzt war das Duell entschieden, die letzten Sekunden waren Schaulaufen. Punkte: J. König (18), Cooper (16), Porcher (14), Delpeche, Weß (je 6), Goolsby (3), A. König, Padberg (je 2)

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