Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets voller Selbstvertrauen ins Westduell in Essen

Münster -

Drei Siege hintereinander machen die WWU Baskets Münster zum Team der Stunde in der 2. Bundesliga Pro B. Nun geht es für den forschen Neuling zum Schlusslicht ETB Wohnbau Baskets Essen, das schon ein wenig unter Druck steht.

Freitag, 30.11.2018, 16:00 Uhr
Auf Malcolm Delpeche kommt gegen die auf den großen Positionen starken Essener eine Menge Arbeit zu.
Auf Malcolm Delpeche kommt gegen die auf den großen Positionen starken Essener eine Menge Arbeit zu. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Hinrunden-Abschluss hält für die WWU Baskets Münster eine neue Situation bereit. Nach zuletzt drei Siegen in Serie ist der Aufsteiger das Team der Stunde in der 2. Liga Pro B – und damit in der Partie am Samstag (19.30 Uhr) beim Schlusslicht ETB Wohnbau Baskets Essen erstmals leicht favorisiert. Oder doch nicht? „Das sehe ich nicht so, und wir sind es auch nicht. Wir dürfen uns ganz sicher nicht von der Tabelle blenden lassen“, sagt Münsters Trainer Philipp Kappenstein.

Dass diese Frage aber nach zehn Partien aufkommt, ist dem Aufschwung der Baskets zu verdanken. Basierend auf der variablen wie zupackenden Defensive hat sich Münster mit nun fünf Erfolgen eine Ausgangslage erarbeitet, die als Basis für die Playoff-Qualifikation dienen soll. „Ein Sieg in Essen wäre die Krönung auf den Schlussspurt der Hinrunde, zumal wir dann in den nächsten vier Partien drei Mal zu Hause spielen“, erklärt Kappenstein. „Und es ist für uns ein mega Ansporn, dass wir mit einem Sieg ein erstes Team distanzieren können.“

Essen gewann bislang nur zweimal, beide Erfolgserlebnisse feierte das Team von Coach Philipp Stachula in heimischer Halle – und sie fielen gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel (83:60) und Rist Wedel (82:62) deutlich aus. Der Druck lastet ganz klar auf den Gastgebern, die bei einer weiteren Niederlage den Anschluss an die Playoff-Plätze verlieren würden. „Ein Sieg ist eine Pflichtaufgabe für unser Team“, sagt daher Essens Geschäftsführer Uwe Loch.

Mit der entsprechenden Intensität erwartet Kappenstein den Gegner daher auch in der Anfangsphase des Westduells. „Essen ist in einer ähnlichen Situation wie wir vor einigen Wochen. Wir müssen sehen, dass wir gerade in den ersten Minuten dagegenhalten. Dann wird es schwierig für den Gegner“, erklärt Münsters Coach, der die Stärken des Ruhrpott-Teams ganz klar unter den Körben ausgemacht hat. Mit Adrian Lind und dem mittlerweile 38-jährigen und bundesligaerprobten Patrick Flomo (Telekom Baskets Bonn, MHP Riesen Ludwigsburg, Crailsheim Merlins) agieren zwei starke Center an den Brettern, dazu kommt mit dem US-Forward Andre Calvin (17,1 Punkte im Schnitt) ein „richtig starker Vierer“. „Sie werden sicher oft den Weg unter die Körbe suchen“, so Kappenstein. „Aber wir sind darauf vorbereitet und haben unsere Mittel dagegen.“ Obwohl nach dem Langzeitausfall von Kai Hänig nun mit Daniel Woltering (Oberschenkelzerrung) ein zweiter Center passen muss.

Zudem ist Nico Funk (krank) fraglich. Eine Klage aber hört man von Kappenstein nicht. „Wir haben mit einem ähnlichen Set-Up in Schwelm gewonnen und fahren selbstbewusst nach Essen“, sagt der 39-Jährige. Warum auch nicht? Schließlich sind die Baskets nach drei Siegen am Stück endgültig in der neuen sportlichen Heimat angekommen.

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