Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets gewinnen in Essen und sind das Team der Stunde

Münster -

Vier Siege in Serie, die WWU Baskets aus Münster rocken die zweite Bundesliga. Am Samstag nahmen die Jungs von Trainer Philipp Kappenstein auch die Hürde Essen.

Sonntag, 02.12.2018, 16:58 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 16:32 Uhr
Alles im Blick und Griff: Jan König (Nummer fünf). Der Routinier war sechsmal erfolgreich.
Alles im Blick und Griff: Jan König (Nummer fünf). Der Routinier war sechsmal erfolgreich. Foto: Christina Pohler

Das „Versagen“ an der Linie hat Gründe. Nicht selten lassen in mitunter entscheidenden Situationen Konzentration und Konsequenz nach. Ein Nervenspiel. Viel zu oft zollten die WWU Baskets Münster in ihrem neuen Zweitliga-Umfeld dieser Schwäche Tribut. Da wurden Siege fahrlässig verschenkt, Spiele unnötig auf die Spitze getrieben. Was den Zuschauer erfreute, löste bei den Verantwortlichen Schnappatmung aus. „Daran arbeiten wir seit Wochen“, sagt Manager Helge Stuckenholz. Die ersten Früchte wurden längst geerntet, am Samstag beim Gastspiel bei den ETB Wohnbau Baskets Essen lag die Freiwurf-Quote bei fantastischen 85 Prozent (17 von 20 verwandelt). Eine (neue) mentale Stärke – und ein Garant beim 82:76-Erfolg. Der vierte in Serie. Münster springt auf Platz fünf, liegt klar auf Playoff-Kurs. Wer hätte das gedacht?

40 Minuten geführt. Bei einem Club aus dem „Pott“, der zwar die Rote Laterne trägt, sich aber händeringend wehrt gegen eine mögliche Rückkehr in die Regionalliga. „Beeindruckend, wie wir das hier durchgezogen haben“, zeigte sich Trainer Philipp Kappenstein angetan vom zweiten Auswärtssieg. Die Qualität der Baskets zeigt sich in diesen Tagen nicht allein an der Freiwurflinie. Es sind die Protagonisten selbst, die sich auf dem Parkett Halt geben – Woche für Woche. Hängt der eine durch, springt ein anderer ein. Eine Klasse für sich. Wie breit die Brust aktuell ist, zeigt sich darin, dass der Co-Trainer mal eben mit „durchgeschleust“ wurde, zu seiner Premiere im Unterhaus kam. Der Personalnot geschuldet durfte Atilla Göknil unterm Brett ran – und war immerhin einmal erfolgreich. Das ist Selbstvertrauen. Stark!

Einzig im finalen Viertel wurde Kappenstein ein wenig kurzatmig, als sich Essen bis auf einen Zähler rantastete und in Ballbesitz war. Ein Hoch auf die Defense der WWU Baskets, die in dieser Phase kühlen Kopf bewahrte. Auch das ist: Qualität. Jetzt stehen zwei Heimspiele ins Haus. Am Samstag kommt Schwelm, eine Woche drauf Bernau (beide 19.30 Uhr). Bislang haben Jan König und Co. die Energie aus der pickepackevollen Halle am Berg Fidel umsetzen können in positive Energie – und das Publikum begeistert. Möglich, dass schon in ein paar Tagen ein neuer Zuschauerrekord im Westfälischen erzielt wird. Punkte: Delpeche (19), Cooper (17), A. König (14), Porcher (9), Weß (7), Padberg (6), J. König (6), Goolsby (2), Göknil (2)

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