Basketball: 2. Liga - ProB
WWU Baskets Münster auf Kurs in Richtung Playoff

Münster -

Wehe, wenn sie losgelassen: Schon zum Saisonstart waren die WWU Baskets Münster immer dicht dran, aktuell sind sie sogar weit vorne. Mit vier Siegen in Folge haben die Jungs um Trainer Philipp Kappenstein ihr Halbjahreszeugnis zu einem wunderschönen Druckerzeugnis werden lassen.

Montag, 03.12.2018, 17:50 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 18:02 Uhr
Die richtige Ansprache an seine Schützlinge hat Trainer Philipp Kappenstein (o.l.) in der Hinrunde gefunden. Angeführt von Playmaker Jojo Cooper (o.r.) hat das eingeschworene Team (u.l.) auch dank der Unterstützung am Berg Fidel sechs Spiele gewonnen.
Die WWU Baskets Münster haben den Rhythmus der zweiten Liga aufgenommen und bitten zum Tanz. Foto: Jürgen Peperhowe

Es ist Halbzeit in der 2. Liga Pro B. Die ersten elf Spiele der Saison haben die ersten Antworten gegeben, wohin die Reise der WWU Baskets Münster gehen kann. Der Aufsteiger hat mit sechs Siegen, davon zuletzt vier in Serie, den Kurs in Richtung Playoff eingeschlagen und bewiesen, dass er konkurrenzfähig ist in der dritthöchsten deutschen Basketball-Spielklasse. „Wir sind nach den Problemen zum Saisonstart richtig angekommen in der Liga und haben uns auf hohem Niveau stabilisiert. Unsere Ausgangslage ist sehr gut“, sagt Trainer Philipp Kappenstein.

Hatten die Baskets in den ersten Partien noch Schwierigkeiten und standen sie nach sieben Spielen mit nur zwei Erfolgserlebnissen unter Druck, steigerte sich Münster in allen Bereichen, von denen ganz sicher die Defensive hervorzuheben ist. Ungemein flexibel und aggressiv verteidigt der Neuling und stellte damit die Konkurrenz reihenweise vor Probleme. 826 kassierte Punkte sind der drittbeste Wert der Nordstaffel, Münster verrichtet im Rückwärtsgang ganze Arbeit. Die Zugänge Malcolm Delpeche, Jojo Cooper und Marco Porcher verstärkten nach kurzer Anlaufzeit die Defense, die schon im Aufstiegsjahr ein Garant für den Erfolg war. „Jetzt kommen unsere Stärken zum Tragen, wir verteidigen auf einem Top-Level. Kompliment an die Jungs, die sich super daraufeinlassen und unglaublich arbeiten. Wir sind in diesem Bereich mit führend in der Liga, daher können wir nun auch auswärts gewinnen“, sagt Kappenstein, dessen Schützlinge zuletzt bei den Baskets Schwelm und den ETB Wohnbau Baskets Essen jeweils als Sieger die fremde Halle verließen.

Big Points in einer Liga, die nicht nur unheimlich eng beieinanderliegt, sondern in der es auch schwer ist, auswärts zu bestehen. Nicht ein Team weist eine positive Bilanz in der Ferne auf, einzig Rist Wedel und die Itzehoe Eagles haben eine ausgeglichene Bilanz (3:3). Münster liegt mit zwei Siegen aus sechs Auswärtsspielen im Soll und hat dazu den Vorteil, in der Rückrunde noch sechs Mal in der Halle Berg Fidel antreten zu dürfen – ein Plus bei 1543 Zuschauern im Schnitt, der der beste in der Pro B Nord wie Süd ist. Und mit nun zwei Heimpartien gegen Schwelm und Lok Bernau haben die Baskets die Chance, auf dem Weg in die Playoffs – die Ausscheidungsspiele erreichen die besten acht – weitere wichtige Schritte zu machen. „Das werden schwere Spiele gegen Tabellennachbarn und direkte Konkurrenten. Es wäre schön, wenn wir nachlegen könnten“, erklärt Kappenstein. Zehn Siege, so der 39-Jährige, seien voraussichtlich nötig, um in die Playoffs einzuziehen. „Vielleicht braucht man auch eine ausgeglichene Bilanz. Ich hätte nicht erwartet, dass es so eng zugeht. Es gibt keine Übermannschaft. Daher war es so wichtig, dass wir Essen als erstes Team etwas distanzieren konnten. Sie müssen in der Rückrunde schon vier Spiele mehr als wir gewinnen.“

Beim 82:76 am Samstag knackte Münster erst zum zweiten Mal die 80-Punkte-Marke – ein Zeichen dafür, dass neben der Defensive auch die Offensive immer besser wird. Dabei haben die Baskets nicht den einen Top-Spieler, auf den sich die Mannschaft verlassen muss, die Last wird auf mehrere Schultern verteilt. Cooper, Delpeche, Jan König, Stefan Weß liegen im zweistelligen Punkteschnitt, dazu sprangen auch Leo Padberg, Alex Goolsby, Andrej König oder Porcher in die Bresche. „Es hat sich jetzt bewahrheitet, worauf wir spekuliert hatten: Wir sind schwer auszurechnen und haben nun das Selbstvertrauen, unser Spiel durchzuziehen. Aber wir haben hier noch viel Potenzial, wenn wir es mal alle zusammen hinbekommen“, so Kappenstein.

Die Perspektive ist gut, die Weichen sind gestellt. Zumal mit Anton Geretzki und später auch Kai Hänig zwei Langzeitverletzte das Baskets-Aufgebot noch verstärken werden. Spannend, so wie jedes Heimspiel, wird es in dieser Liga aber bis zum Schluss der Hauptrunde.

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