So., 09.12.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga Ein Sieg für das Selbstvertrauen – der USC Münster gewinnt 3:1 in Wiesbaden

Zuspielerin Mareike Hindriksen und Topscorerin Lina Alsmeier (v.) stachen aus einer starken USC-Mannschaft heraus.

Zuspielerin Mareike Hindriksen und Topscorerin Lina Alsmeier (v.) stachen aus einer starken USC-Mannschaft heraus, in der sich auch Liza Kastrup (kl. Foto) – wie hier gegen Wiesbadens Karolina Bednarova – immer wieder in Szene setzte. Foto: Jan Huebner/Klein

Münster - 

Der USC Münster hat seinen vierten Sieg der laufenden Saison eingefahren. In vier Sätzen gewannen die Unabhängigen am Samstagabend beim VC Wiesbaden und verdrängten damit die schweren Momente nach einer sicherlich nicht ganz leichten Phase.

Von Henner Henning

Dieser Sieg tut richtig gut. Der USC Münster hat nach einer schweren Phase mit zwei Niederlagen gegen den SSC Palmberg Schwerin im Pokal-Viertelfinale und gegen Allianz MTV Stuttgart die richtige Antwort gegeben. Mit 3:1 (25:23, 15:25, 25:19, 25:23) gewannen die Unabhängigen beim VC Wiesbaden und gaben damit einem direkten Konkurrenten im Verfolgerfeld der Top drei das Nachsehen. „Dieser Sieg war nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen wichtig“, sagte Trainer Teun Buijs.

Was war nicht alles auf den USC hereingeprasselt. Auf den langfristigen Ausfall von Juliet Lohuis folgte der Schock mit der Kreuzband-Verletzung von Ivana Vanjak, die beiden 0:3-Niederlagen danach förderten nicht gerade das Selbstbewusstsein. Doch das Trainerteam und die Mannschaft bewahrten die Ruhe und arbeiteten unverdrossen weiter. „Wir mussten unser Spiel ändern. Das haben wir getan“, sagte Buijs – und der VCW bekam dies zu spüren.

Unbeeindruckt von dem direkten 2:6 kämpfte sich Münster in die Partie und war bei der ersten technischen Auszeit (8:7) vorne. Auf den folgenden Rückschlag (9:14) reagierte Buijs und brachte Lina Alsmeier, die zuletzt gegen Stuttgart nicht ihren besten Tag erwischt hatte, für Luisa Keller. Ein Wechsel, der sich auszahlte – wenn auch mit Verspätung. Die 18-Jährige verwandelte nach dem zwischenzeitlichen 14:20 und der 22:21-Führung den Satzball zum 25:23 und belohnte den USC damit für seine unerschütterliche Moral. „Unser Ziel war es vor dem Spiel, immer die Ruhe zu bewahren. Das ist uns in Satz eins gelungen. Es war stark, wie wir zurückgekommen sind“, meinte Buijs.

Ein Comeback glückte den Unabhängigen dagegen im zweiten Abschnitt nicht. Die Rückstände (4:8, 9:14, 13:19) vermochte der Gast vor 1590 Zuschauern nicht mehr aufzuholen, die taktische Ordnung ging mehr und mehr verloren. „Das war nicht gut von uns. Da haben wir zu viele Fehler gemacht und sind nicht ruhig geblieben“, sagte Buijs, der die folgende zehnminütige Unterbrechung zu einer passenden Ansprache in der Kabine nutzte. „Die Pause hat uns geholfen. Danach stimmten der Fokus und die Konzen­tration wieder.“

Die Folge war die Steigerung des USC, der angeführt von Mareike Hindriksen – die Zuspielerin wurde zur wertvollsten Spielerin gekürt – variabel auftrumpfte. Ob Kazmiere Brown und Juliane Langgemach in der Mitte oder Alsmeier (mit 17 Punkten Top-Scorerin) und Liza Kastrup – Münster hatte immer das passende Konzept. Über 8:6, 12:11 und 21:16 ging es in die entscheidende Phase, in der Münster cool blieb. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es hat gut funktioniert“, sagte Buijs.

Und sein Plan ging weiter auf – auch als der USC scheinbar sichere Führungen (6:1, 17:11, 21:16) verspielte und beim 21:21 plötzlich wieder mächtig Stress hatte. Die Grün-Weißen aber brachten nach 109 Minuten den vierten Saisonsieg im siebten Spiel nach Hause und stimmten damit den Coach mehr als zufrieden. „Nach diesem Sieg dürfen wir stolz sein. Das war eine starke Teamleistung“, erklärte Buijs.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6243961?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F