Leichtathletik: Landesstützpunkt
Standort Preußen schließt – LG Brillux in der Warteschleife

Münster -

Der Landesleistungsstützpunkt beim SC Preußen schließt am 1. Januar 2019. Dass er automatisch an die LG Brillux Münster angedockt wird, ist allerdings nicht gesagt. Es bleiben weiter einige Fragezeichen. Auch eine vereinsneutrale Organisation ist möglich.

Mittwoch, 12.12.2018, 16:38 Uhr aktualisiert: 13.12.2018, 15:20 Uhr
Trainerin Elke Bartschaft bleibt am Stützpunkt, Lena Malkus wechselt nach Hamburg. 
Trainerin Elke Bartschaft bleibt am Stützpunkt, Lena Malkus wechselt nach Hamburg.  Foto: Jürgen Peperhowe

Die Leicht­athletik-Abteilung des SC Preußen Münster hat es nun auch schriftlich: Der Verein wird am 1. Januar 2019 seinen Status als stützpunkt­tragender Verein des Landesleistungsstützpunktes erwartungsgemäß verlieren. Das bestätigte am Mittwoch Hubert Funke, Sportwart im Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW). Die Entscheidung ist folgerichtig, da der SCP schon Anfang des Jahres erklärt hatte, sich von der Leistungssport-Sparte trennen und nur noch die Breitensport-Variante im Verein aufrechterhalten zu wollen. Daraufhin kündigten 24 Top-Athleten ihren Wechsel – mehrheitlich – zum TSV Bayer Leverkusen an (wir berichteten).

Offen ließ Funke, wer die Aufgabe des stützpunkt­ tragenden Vereins übernimmt. Einzige Alternative wäre die LG Brillux Münster. Allerdings tut sich der Landesverband offensichtlich schwer, eine Entscheidung zu treffen. „Gut möglich, dass es zu einer Übergangslösung kommen wird“, so Funke. Im Herbst war das Training verbandsseitig bereits für einige Wochen ausgesetzt worden.

Hinsichtlich einer kurz­fristigen Entscheidung, wie der Stützpunkt künftig organisiert sein könnte, antwortete Funke auch mit dem Hinweis auf arbeitsrechtliche Vorgaben ausweichend. Warum überhaupt die Leitung des Stützpunktes be­ziehungsweise dessen Trägerschaft zu einem Streitfall zwischen dem SCP und der LG Brillux werden konnte? Üblicherweise werden in den Landesleistungsstützpunkten die besten Athleten der Region „angedockt“, trainiert und gefördert. Für den Träger ergibt sich eine Vielzahl an Synergien und nicht zuletzt ein Imagegewinn. Über den Landesleistungsstützpunkt – also auch dessen Organisation – entscheidet der Vorstand des Leichtathletik-NRW e.V., der Leistungssportausschuss im FLVW schlägt die Standorte vor, und auch dessen Trägerschaft. Im üblichen Sinne, denn ein Stützpunkt muss nicht zwangsläufig an einen Verein angedockt sein. Das Prozedere sieht auch eine vereinsneu­trale Organisation vor.

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