Basketball: 2. Liga Pro B
Das unerwartete Spitzenspiel – WWU Baskets Münster beim SC Rist Wedel

Münster -

Ja, das kommt schon fast einer Sensation gleich: Kurz vor dem Heiligen Feste treten die WWU Baskets am Samstag beim Tabellenführer SC Rist Wedel zum Spitzenspiel an.

Freitag, 21.12.2018, 15:32 Uhr aktualisiert: 21.12.2018, 17:00 Uhr
Sehen sich zu „Merry Ristmas“ wieder: Münsters Marco Porcher (r.) und Wedels Ryan Logan
Sehen sich zu „Merry Ristmas“ wieder: Münsters Marco Porcher (r.) und Wedels Ryan Logan Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Spitzenspiel zwei Tage vor Weihnachten bestreiten zu dürfen, das hätte selbst Trainer Philipp Kappenstein nicht auf seinen kühnsten Wunschzettel geschrieben. Doch die WWU Baskets Münster haben sich diesen attraktiven, hoch interessanten Jahresabschluss mit sechs Siegen in Serie erarbeitet und fordern am Samstag (19 Uhr) den Tabellenführer SC Rist Wedel heraus.

Live im Internet

  Erstmals wird eine Partie der WWU Baskets live und in kompletter Länge im Internet übertragen. Das Portal „sportdeutschland.tv“ geht am Samstag ab 19 Uhr auf Sendung.  Die Weihnachtstage verbringen Jojo Cooper und Malcolm Delpeche zwar fern ab von ihrem Zuhause in den USA, alleine aber sind sie nicht. Aufbauspieler Cooper erwartet seine Freundin aus den Staaten, Center Delpeche wird das Fest mit seinem Zwillingsbruder Marcus feiern.  Marco Porcher wird die Pause nutzen und Familie wie Freunde in Spanien treffen.  Am 1. Januar bittet Trainer Philipp Kappenstein sein Team wieder auf das Feld, am Dreikönigstag gastiert Iserlohn am Berg Fidel. „Die neun Tage Pause haben wir uns alle auch wirklich verdient.“

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Nur ein Sieg trennt den Tabellenvierten aus Westfalen vom Primus der 2. Liga Pro B, den Münster vor vier Wochen im Hinspiel mit 67:61 niedergerungen hatte. Die Baskets setzten in der Folge ihren Lauf fort, Wedel rutschte nach zwei Siegen und dem Schwächeln der Iserlohn Kangaroos (punktgleich mit Münster und den VfL SparkassenStars Bochum) auf den Hotspot der Liga. Zuletzt aber kassierte der Liga-Primus einen Rückschlag beim 73:85 in Bochum – und machte die dritthöchste Spielklasse somit noch ein bisschen spannender als sie ohnehin schon ist. „Höher könnte die Herausforderung nicht sein. Aber das Spiel kommt vielleicht zu einem guten Zeitpunkt“, sagt Trainer Philipp Kappenstein mit Blick auf die personellen Engpässe des zu Hause noch ungeschlagenen Gegners auf der Aufbau-Position. Mario Blessing (Bänderriss im Sprunggelenk) und U-18-Nationalspieler Justus Hollartz (Fingerbruch) fehlen den Nordlichtern, für die mit Lars Kamp einer „der besten deutschen Pro-B-Spieler“ (Kappenstein) nun die Fäden zieht. „Wedel muss nun mit einer kurzen Rotation auskommen. Das könnte ein Vorteil für uns sein“, sagt Kappenstein.

Bis auf den langzeitverletzten Center Kai Hänig reist Münster dagegen mit voller Kapelle vor die Tore Hamburgs – und bringt nach der Erfolgsserie der vergangenen Wochen eine Menge Selbstvertrauen mit. „Ich erwarte einen offenen Kampf. Wir werden die spezielle Atmosphäre in der Halle annehmen müssen“, meint der 39-jährige Coach. In Wedel hat es schon seit fast 20 Jahren Tradition, beim letzten Heimspiel vor Weihnachten „Merry Ristmas“ zu feiern – mit 800 Zuschauern in der dann nahezu ausverkauften Steinberghalle. „Das wird noch einmal ein Highlight für uns. Und dass es dann so ein Top-Spiel ist, hätten vor der Saison wohl die wenigsten erwartet“, sagt Kappenstein – nicht einmal er selbst.

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