Fußball: 42. Hallen-Stadtmeisterschaft
Kurzes Intermezzo für den FC Polonia Münster

Münster -

Als Neuling war der FC Polonia Münster ins Turnier gestartet. Als Neuling zahlte das Team reichlich Lehrgeld. Immerhin gelang der 2018 gegründeten Truppe ein Treffer – hinten schlug es indes 29 Mal ein. Das Aus in der Gruppe A.

Mittwoch, 26.12.2018, 20:16 Uhr aktualisiert: 27.12.2018, 08:05 Uhr
Sympathischer Neuling: (von links) Gregor Kalemba, Krzysztof Pawlicha, Bartosz Janicki, Tomasz Ostrowski, Piotr Zabski, Sven Rompczik und Radoslaw Pustelnik vom 2018 gegründeten FC Polonia Münster.
Sympathischer Neuling: (von links) Gregor Kalemba, Krzysztof Pawlicha, Bartosz Janicki, Tomasz Ostrowski, Piotr Zabski, Sven Rompczik und Radoslaw Pustelnik vom 2018 gegründeten FC Polonia Münster. Foto: Peter Leßmann

„Super Bild.“ Tomasz Ostrowski kann sich beim Blick auf den Spielerpass von Gregor Kalemba ein Lächeln nicht verkneifen. Die pure Ironie sprießt aus seinen Worten. Der verbale Konter folgt umgehend: „Typisches Knast-Foto halt.“ Ja, manchmal muss es schnell gehen. Seit gut zwei Monaten erst ist Kalemba für den FC Polonia Münster spielberechtigt. Da bleibt der Daltons-Bart schon mal länger stehen als nur die üblichen drei Tage. Selbst oder extra zur Premiere für die 42. Stadtmeisterschaft hat er den Nass-Rasierer in der Schublade gelassen. Männlich.

Zumindest das äußere Erscheinungsbild flößt Respekt ein. Auf dem Hallenparkett ist und bleibt viel Luft nach oben. Denn: Das Neuland, das der 2018 gegründete Club im Rahmen des Turniers in der Sporthalle Berg Fidel betritt, verlässt er nach vier Niederlagen in der Vorrunde ebenso fix wieder.

„Wir haben konditionelle Mängel“, bilanziert Trainer Ostrowski nach dem Duell mit dem Westfalenligisten Preußen Münster einsichtig. Elf Gegentore in zwölf Minuten – das erste Spiel ist eines mit Lehrcharakter. Am 9. Dezember hatte der C-Ligist seine letzte Meisterschaftspartie absolviert – beim 1:3 gegen den Aufstiegsaspiranten Birati Münster mehr recht als schlecht. Aber seitdem ist Schicht im Schacht. „Wir trainieren in der Pause nur individuell, das langt wohl nicht“, weiß Ostrowski.

Stadtis 2018 - 1. Vorrunden-Tag

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  • Vorrunde - Gruppe B: Nienberges Torwart Christian Greiner pariert diesen Schuß von Henrik Weberg (BSV Roxel).

    Foto: Peter Leßmann
  • Vorrunde - Gruppe A: Sven Rompcik (re., Polonia Münster).

    Foto: Peter Leßmann
  • Vorrunde - Gruppe A: v.l.n.r.: Gregor Kalemba, Krzysztof Pawlicha, Bartosz Janicki, Tomasz Ostrowski, Piotr Zabski, Sven Rompczik, Radoslaw Pustelnik (Polonia Münster).

    Foto: Peter Leßmann
  • Vorrunde - Gruppe B: Dickens Toka, Lasse Saerbeck (beide BSV Roxel), Michael Kortenbrede, Hannes Moritz (beide SC Nienberge).

    Foto: Peter Leßmann
  • Stadtis 2018 - 1. Vorrunden-Tag Foto: Peter Leßmann
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  • Foto: Peter Leßmann
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  • Foto: Peter Leßmann
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Und mal ganz nebenbei: Mit nur sechs Feldspielern und einem Tormann stürzt sich der FC in den bunten Budenzauber am zweiten Weihnachtstag. Das Gros des Kaders weilt in der Heimat, hat sich mir nichts dir nichts zur Familie verabschiedet. Und die anderen? Versuchen wenigstens die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Das ist es wert. „Wir genießen das vor dieser Kulisse“, klingt Kalemba darum alles andere als enttäuscht nach dem kurzen Intermezzo.

Immerhin: Beim 1:3 gegen den ESV Münster langt es gar zur Führung durch den Spielertrainer. Ostrowski geht mit gutem Beispiel voran und heimst während der Musikeinspielung sogar noch 25 Euro für die Teamkasse ein – das passt doch. Beim 0:9 gegen Concordia Albachten fällt das „Greenhorn“ wieder in alte Verhaltensmuster zurück. Das ist es – endgültig. Da mutiert der finale Akt gegen Mauritz zum Schaulaufen. Und das wird es, aus Sicht des Gegenüber. Mauritz siegt 6:0. 1:29 Tore, null Punkte – Polonia bekommt als Turnier-Novize die Leviten gelesen. Lacht das aber frech weg.

► Den Gruppensieg sichern sich die Preußen mit zehn Punkten vor Concordia Albachten (8) – beide Teams stehen damit in der Zwischenrunde. Der ESV Münster, Mauritz und eben Polonia streichen die Segel.

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