Fußball: 42. Hallen-Stadtmeisterschaft
Suppe erfolgreich ausgelöffelt – der BSV Roxel erreicht die Zwischenrunde

münster -

In der Gruppe B kassierte der BSV Roxel eine denkwürdige Rote Karte gegen Tormann Thorben Hövelmann. Interims-Schnapper Bastian Boch machte seine Sache aber gar nicht schlecht.

Mittwoch, 26.12.2018, 21:02 Uhr aktualisiert: 27.12.2018, 18:24 Uhr
Sowohl der SC Nienberge, hier mit Michael Kortenbrede (r.), als auch der BSV Roxel, im Bild Lasse Saerbeck (M.), kamen weiter.
Sowohl der SC Nienberge, hier mit Michael Kortenbrede (r.), als auch der BSV Roxel, im Bild Lasse Saerbeck (M.), kamen weiter. Foto: Leßmann

Diese Suppe mussten sie nun selbst auslöffeln. „Wir haben uns das schließlich ja auch selbst eingebrockt“, suchte auch Simon Timmer, Co-Trainer des BSV Roxel, die Schuld bei keinen höheren Mächten. Nach zwei Spielen in der Vorrundengruppe B stand der BSV plötzlich ohne Keeper da – unfreiwillig. Am Ende reichte es so gerade für die Zwischenrunde. Zu verdanken war es auch und vor allem Bastian Boch.

Der ist eigentlich auf dem Feld zu verorten, gehört zum erweiterten Kader des Landesligisten und ist festes Trainingsmitglied der ersten Mannschaft, läuft meist aber für die Zweite auf. Bei den Stadtmeisterschaften stand er plötzlich im Vordergrund – und mit Handschuhen im Tor. Nach dem 3:0-Auftaktsieg über Saxonia Münster stand es 3:1 für die Roxeler im Match gegen den aufmüpfigen B-Ligisten GW Marathon, als ihnen ein mittelschweres Malheur unterlief.

Der eigentliche Tormann Roxels, Thorben Hövelmann, saß gerade eine Strafzeit ab, Boch war kurzfristig als Interimskeeper eingesprungen, die zwei Minuten waren so gut wie um. Was dann geschah, war kurios, Timmer erklärte es so: „Das waren mehrere Vergehen auf einmal. Die Schiedsrichter hätten sich eigentlich aussuchen können, was sie pfeifen.“ Der wahrscheinlichste Hintergrund: Hövelmann war zu früh wieder zurück auf dem Hallenboden, ein Wechselfehler also. Die Konsequenz: Zweite Zwei-Minuten-Strafe, Rote Karte, das Turnier ist damit für ihn vorüber. Also musste Boch für den Rest des Tages aushelfen: Gegen Marathon endete die Partie 3:3, gegen den SC Nienberge hielt er ein Remis (1:1) fest, im letzten Gruppenspiel gegen den Klub Mladost gar den Kasten sauber (7:0).

Als Gruppenzweiter kam Roxel damit durch, in der Zwischenrunde wird der am Mittwoch verhinderte Daniel Neuhaus den Kasten hüten. Als Gruppensieger kam Nienberge weiter. Deren Coach Serdar Hizlitürk lobte: „Das war sehr strukturiert heute und nicht so überhastet. Das war sehr souverän von meinen Jungs.“

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