Basketball: 2. Liga ProB
Comeback von Kai Hänig: Münster wird wieder Center-Park

Münster -

Kai Hänig war zuletzt fürs Daumendrücken und Mitfiebern zuständig, ab sofort sollen alle – reichlich vorhandenen – Kräfte wieder auf dem Platz und da vor allem unter den Körben freigesetzt werden. Die WWU Baskets freuen sich auf das Comeback ihres „großen“ Mannes.

Donnerstag, 03.01.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 19:52 Uhr
Giganten-Duell: In der Regionalliga hatten Malcolm Delpeche und Kai Hänig bereits Kontakt – im gleichen Trikot sollte es ab sofort etwas freundlicher zwischen den beiden Hünen zugehen.
Giganten-Duell: In der Regionalliga hatten Malcolm Delpeche und Kai Hänig bereits Kontakt – im gleichen Trikot sollte es ab sofort etwas freundlicher zwischen den beiden Hünen zugehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Der „Lange“ ist zurück. Endlich, möchte man sagen. Lange genug verfolgte der 2,03-Meter-Hüne Kai Hänig das Geschehen in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B jetzt von außen – und hätte seinen Kollegen von den WWU Baskets doch mit jedem Zentimeter unter den Körben helfen wollen. Zuletzt sah man dem Center an der Außenlinie an, dass er nur zu gerne mit eingegriffen hätte. An diesem Sonntag (16 Uhr, Berg Fidel) könnte nun das lang ersehnte Comeback des kompromisslosen Brettspielers erfolgen. Knapp vier Monate Pause forderte ein Sehnenabriss in der rechten Wade ein, die anschließende Reha ließ die basketballlose Zeit auf über ein halbes Jahr anwachsen. Seit Mittwoch trainiert Hänig jetzt wieder mit dem Team und unter Kommando von Chefcoach Philipp Kappenstein. „Ich würde mich über jede Minute freuen, die ich Kai am Sonntag einsetzen kann“, bleibt Kappenstein in seiner Prognose für die praktische Wiedereingliederung noch zurückhaltend – und auch der Center selbst sieht sich noch nicht bei 100 Prozent. „Die hoffe ich im Februar wieder auf das Feld zu bekommen.“ Auch für seine Pro-B-Premiere in Münster bemüht Hänig die Prozentrechnung: Auf „90 bis 95 Prozent“ kalkuliert er die Comeback-Aussichten. „Körperlich bin ich fit, da habe ich durchgehend gearbeitet, nur mit dem Bein war halt lange nichts los.“ Das funktioniert im Training immerhin schon wieder einwandfrei. Die Kondition wird letztlich über die Einsatzzeiten entscheiden, sind sich Trainer und Spieler einig.

Pro-B-Erfahrung sammelte Hänig bereits vor seinem Wechsel nach Münster in Oldenburg, für die Baskets allerdings war er in dieser Spielklasse noch nicht am Ball. Und auch das Zusammenspiel mit Malcolm Delpeche müsste auf einen neuen Stand gebracht werden. Als beide zuletzt gleichzeitig auf dem Parkett standen, ging es noch gegen- statt miteinander. Im März trug Delpeche noch das Trikot der Elefanten aus Grevenbroich – und prallte im meisterschaftsentscheidenden Spiel auf einen Monster-Mammut aus Münster. „Da dürfte Malcolm noch schlechte Erinnerungen dran haben“, sagt Hänig grinsend. Das Ergebnis seinerzeit: 90:77 für die Baskets, die wenig später aufstiegen. Längst ist auch Malcolm Delpeche als wesentlicher Faktor in Münster und in der nächsthöheren Klasse angekommen – und ab sofort auch Seite an Seite mit seinem einstigen Widersacher. Ob und wie künftig die Spielzeit unter den Körben aufgeteilt wird, ob Delpeche mehr als bis jetzt den Flügel besetzen wird – alles eine Frage der Zeit und der Taktik, die gegnerscharf von Spieltag zu Spieltag überarbeitet werden dürfte.

An diesem Sonntag zumindest könnte Hänig seinem einstigen Konkurrenten einige zusätzliche Verschnaufpausen verschaffen – und den Kangoroos aus Iserlohn einige Schwierigkeiten: „Wenn ich auf dem Platz stehen, dann lasse ich es auch krachen. Das verspreche ich.“

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