Basketball: 2. Liga Pro B
Bange machen gilt nicht – die WWU Baskets empfangen Iserlohn

Münster -

Keine zwei Wochen Pause gab es für die WWU Baskets Münster, die Zeit aber reichte aus, um die Akkus aufzuladen. Und volle Power wird auch nötig sein, will sich der Aufsteiger am Sonntag bei den Iserlohn Kangaroos für die Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren.

Freitag, 04.01.2019, 19:40 Uhr
Wie einst die Musketiere: Unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“ hat das Baskets-Kollektiv schon so manchen Gegner aus der Halle geschossen.
Wie einst die Musketiere: Unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“ hat das Baskets-Kollektiv schon so manchen Gegner aus der Halle geschossen. Foto: Jürgen Peperhowe

Jeden Morgen, lange bevor die jungen Fußballer am Nachmittag das Zepter in der Sporthalle am Berg Fidel übernehmen, stiehlt sich unauffällig eine Gruppe eher auffälliger Athleten durch den Sportlereingang, kurbelt die Körbe von der Hallendecke und gibt sofort Feuer frei: Die Scharfschützen der WWU Baskets Münster justieren ihr Visier für den nächsten Höhepunkt dieser Spielzeit und den ersten im noch jungen neuen Jahr. Grauen Liga-Alltag kennen die Schützlinge von Trainer Philipp Kappenstein nicht, jedes Spiel ist ein Spektakel, das bevorstehende gegen den designierten Aufstiegsaspiranten Iserlohn Kangaroos sowieso.

Große Sprünge machten die Kängurus allerdings nur zum Saisonstart, als sie fünf Spiele in Serie gewannen und die Liga vermeintlich dominierten – doch diese Klasse duldet keinen Dominator. Der Sturz des Primus folgte am sechsten Spieltag, weitere fünf Niederlagen folgten und brachten die Sauerländer auf Augenhöhe mit dem Aufsteiger aus Münster, der mit Vollgas in Gegenrichtung unterwegs war – und sechs der letzten sieben Spiele gewann. Einzig die Auswärtspartie zum Jahresabschluss ging beim aktuellen Tabellenführer in Rist Wedel nach Verlängerung verloren.

Auf Augenhöhe

So treffen sich Top-Favorit und Neuling am 15. Spieltag auf Augenhöhe – nominell darf diese Partie zwischen Drittem und Viertem sehr wohl als Spitzenspiel durchgehen. Grund genug für Iserlohn, mit einem neuen Trainer neue Impulse zu setzen. Drei Tage nach dem Jahreswechsel endete das Engagement von Känguru-Dompteur Dragan Torbica, ab sofort gibt der bisherige Co-Trainer Milos Stankovic die Kommandos. „Begeisternden Basketball“, hat Geschäftsführer Michael Dahmen seinem 30-jährigen neuen Chefcoach ins Dienstheft geschrieben. Anschauungsmaterial zu diesem Thema geben gerne die Mannen aus Münster, die den Iserlohnern den nötigen Respekt entgegenbringen – mehr nicht.

Auch Hänig dabei

Bange machen gilt schon lange nicht mehr. „Iserlohn ist immer noch die wohl beste Mannschaft der Liga“, lobt Kappenstein artig – weitere Verbeugungen werden sich seine Spieler am Sonntag (16 Uhr) verkneifen, geschenkt wird hier nichts. Mit dem Comeback von Center Kai Hänig eröffnen sich weitere taktische Möglichkeiten, erstmals sind alle Mann an Bord – und wohl auch halbwegs erholt. „Das war schon eine harte Serie für uns“, sagt Kappenstein, „alle hatten diese Pause bitter nötig.“ Der Trainer selbst war mit der Familie Ski fahren, der Rest mit einem bunten Programm unterwegs.

Der Basketball jedoch war bis zum vergangenen Mittwoch tabu – runterkommen und entspannen, lautete die Vorgabe. Seither haben die Baskets sieben stramme Einheiten absolviert, jeden Morgen eine am Berg Fidel – immer unauffällig durch die Hintertür. Raus soll es am Sonntagabend durch den Haupteingang gehen – alles andere als unauffällig.

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