Basketball: 2. Liga Pro B
Großer Schritt Richtung Playoffs – WWU Baskets gewinnen in Itzehoe

Münster -

Wahnsinn: Wohin soll die Reise noch gehen? Mündet sie vielleicht im nächsten Aufstieg? Nun, zumindest sind die WWU Baskets nach dem 73:64 bei den Itzehoe Eagles bis auf Rang zwei vorgeprescht und haben einen Riesenschritt in Richtung Playoffs gemacht.

Sonntag, 13.01.2019, 20:02 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 20:14 Uhr
„Wir sind zusammen groß ... nehmt die Flossen hoch“ – die WWU Baskets präsentieren sich seit Wochen als eingeschworener Haufen.
„Wir sind zusammen groß ... nehmt die Flossen hoch“ – die WWU Baskets präsentieren sich seit Wochen als eingeschworener Haufen. Foto: Jürgen Peperhowe

3000 Zuschauer fasst die Halle Berg Fidel. Die Kapazitäten haben die WWU Baskets unlängst beinahe ausgereizt beim Rekordbesuch gegen die Iserlohn Kangaroos. 2750 elektrisierte Fans – geht da noch mehr, muss ausgebaut werden? „Ruhig Blut“, sagt Trainer Philipp Kappenstein. Aber auch er weiß: „Die Jungs wachsen an ihren Aufgaben.“ Am Sonntag sind die jungen Wilden nochmals ein ganzes Stück größer geworden durch den 73:64 (33:25)-Sieg bei den Itzehoe Eagles. Nach der denkwürdigen Niederlage im Hinspiel nahmen die Jungs erfolgreich Revanche – und haben nun sogar den direkten Vergleich für sich entschieden. Im Rennen um die Playoffs bei der Konkurrenz kein unwesentliches Kriterium. „Das war ein Riesenschritt“, sagte Kappenstein.

Das Erstaunliche: Münsters Top-Scorer waren Stefan Weß und Leo Padberg mit jeweils zehn Punkten. Bis auf Niklas Husmann, der nur 25 Sekunden auf die Platte durfte, stach das Kollektiv. Ein jeder fand den Weg in die Punktewertung. „Das ist der Wahnsinn, was die Kerle zurzeit raushauen“, entfuhr es Manager Helge Stuckenholz. Das dürfte so langsam Planungssicherheit geben.

Ja, diese Baskets sind in der Liga zu einer heißen Nummer geworden. Bis auf Platz zwei sind sie inzwischen frech vorgeprescht. Eine traumhafte Reise. Zwar war der Auftritt im Norden der Republik nicht unbedingt ein Leckerbissen, aber die Teamleistung an sich machte in der Analyse so einiges wett. Und ganz nebenbei zeigte „Koloss“ Kai Hänig neben dem früh durch Fouls belasteten Malcom Delpeche, wie wichtig er für das Spiel ist. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Genau wie der zum Nullfaktor degradierte Eagles-Center Stefan Schmidt, den die WWU-Männer gänzlich aus dem Spiel nahmen.

„Zwei Siege nach der Pause, besser geht es nicht“, zog auch Co-Trainer Atilla Göknil beim Packen der Koffer für die Rückreise ein feines Fazit. Das Gros der Truppe muss am Montag wieder arbeiten – da musste alles etwas schneller gehen als sonst. So scheint sich die einwöchige Auszeit dann doch rentiert zu haben. Viele andere Konkurrenten haben sich keine Ruhe gegönnt und durchtrainiert. Am Samstag kommt es nun zum Spitzenspiel mit den SparkassenStars Bochum. Ein Duell, das wieder Wellen schlagen wird. Die Zuschauer sind angefixt ob der Auftritte. Zumal es immer eng war. Dramaturgisch ebenso wertvoll wie anziehend. Punkte: Weß (10), Padberg (10), Cooper (9), Delpeche (9), Porcher (9), Goolsby (7), A. König (6), Hänig (5), J. König (4), Geretzki (3), Funk (1)

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