Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets bestehen Playoff-Test auch dank früher Anreise

Münster -

Das Auswärtsspiel, vor dem die WWU Baskets laut Trainer Philipp Kappenstein, den größten Respekt hatten, haben sie nun also auch gewonnen. Aktuell ist der Aufsteiger kaum zu stoppen. Nach dem Erfolg bei den BSW Sixers geht der Blick Richtung Playoffs.

Montag, 28.01.2019, 15:46 Uhr
Die Ansprache von Trainer Philipp Kappenstein fruchtete auch bei den BSW Sixers – und so bestanden die WWU Baskets die harte Prüfung in Sandersdorf.
Die Ansprache von Trainer Philipp Kappenstein fruchtete auch bei den BSW Sixers – und so bestanden die WWU Baskets die harte Prüfung in Sandersdorf. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Probelauf für die Playoffs hatten die WWU Baskets Münster die Auswärtsfahrt zu den BSW Sixers deklariert. „Einen besseren Test können wir nicht bekommen“, hatte Coach Philipp Kappenstein angesichts der sportlichen Herausforderung und der langen Anreise gesagt. Und in der Retroperspektive kann der Aufsteiger und Spitzenreiter der 2. Liga Pro B festhalten: Test bestanden.

Erstmals waren die Basketballer einen Tag früher zu einer Partie in der Fremde angereist, traten den Weg ins knapp 450 Kilometer entfernte Sandersdorf in Sachsen schon am Samstag an. Eine richtige Entscheidung aus sportlicher Sicht, die Vorbereitung auf das schwere Spiel beim Verfolger verlief so optimal. Ankunft am Samstag in Leipzig am späten Nachmittag, ein kurzer Stadtbummel inklusive eines Abendessens sowie am Sonntag das Einwerfen und Aufwärmen in einer durchaus gewöhnungsbedürftigen Halle mit spezieller Korbanlage. „Wir müssen dem Verein danken, dass er uns dies ermöglicht hat. Es hat sich ausgezahlt, wir haben so wichtige Körner gespart. Das war sicher entscheidend“, erklärte Kappenstein nach dem 87:78-Erfolg und dem damit verbundenen Verbleib an der Liga-Spitze.

Als ob die Baskets nicht schon reichlich Ausrufezeichen gesetzt hätten, sorgten sie in Sandersdorf für das nächste Aha-Erlebnis und überraschen weiter. Bis ins vierte Viertel hinein lief Münster dem Gastgeber hinterher, lag zwischenzeitlich mit 13 Punkten zurück (23.). Doch mit dem Selbstvertrauen der Serie, der Tiefe des Kaders und einem glänzend aufgelegten Kapitän Jan König (33 Zähler, 9 Rebounds) drehten die Baskets das „Auswärtsspiel, vor dem wir am meisten Respekt hatten“, so Kappenstein.

Mit dem Erreichen der Playoffs hat Münster das erste Saisonziel erreicht, nun gilt es, sich eine gute Ausgangsposition für die K.o.-Spiele zu sichern, in denen sich in der ersten Runde die besten acht Teams der Nord- mit den Vertretern der Südstaffel auseinandersetzen müssen. Viermal geht es für die Baskets in der Hauptrunde noch um Punkte, davon dreimal gegen die drei Letztplatzierten Dresden Titans (10.), MTV Herzöge Wolfenbüttel (11.) und Schlusslicht ETB Wohnbau Baskets Essen. Eine gute Ausgangslage, allerdings kein Grund für Sorglosigkeit. „Für diese Teams geht es immer noch um wichtige Punkte, die mit in die Abstiegsrunde genommen werden. Wir dürfen nicht nachlassen“, sagte Kappenstein.

Bislang haben die Baskets dies nicht getan. Im Gegenteil, sie haben den Fuß auf dem Gaspedal gehalten. Das verspricht viel für den weiteren Saisonverlauf. Auch weil es nach der Partie bei den Sixers hieß: Test bestanden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6353724?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker