Fußball: 3. Liga
Trainer Marco Antwerpen verlässt Preußen Münster im Sommer

Münster -

Marco Antwerpen, Trainer des SC Preußen Münster, wird seinen zum 30. Juni auslaufenden Kontrakt nicht verlängern. Der 47-Jährige informierte am Dienstagmorgen Sportchef Malte Metzelder, im Anschluss erfuhr die Mannschaft von seinem Entschluss. Antwerpen hat kein Angebot von einem anderen Verein.

Dienstag, 29.01.2019, 10:24 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 10:43 Uhr
Spätestens im Sommer verlässt Trainer Marco Antwerpen den SCP. Dies teilte er am Dienstag dem Verein mit.
Spätestens im Sommer verlässt Trainer Marco Antwerpen den SCP. Dies teilte er am Dienstag dem Verein mit. Foto: Jürgen Peperhowe

Trainer Marco Antwerpen und Preußen Münster werden spätestens nach Ablauf des Vertragsverhältnisses am 30. Juni getrennte Wege gehen. Der Fußballlehrer wird auch nicht mehr in mögliche Vertragsgespräche mit dem Club einsteigen. Er sucht eine neue Herausforderung, die könnte sowohl bei einem ambitionierten Drittligisten wie auch in der 2. Liga liegen, auch den Wechsel ins Ausland schließt er nicht aus. Mit ihm wird auch Co-Trainer Kurtulus Öztürk den Verein gehen. Beide gibt es nur im Team.

Am Dienstag informierte Antwerpen zunächst Sportchef Malte Metzelder in einem persönlichen Gespräch von der Entscheidung, dann erklärte sich der Coach vor der Mannschaft. Metzelder hatte bislang Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit dem Hinweis auf fehlende Planungssicherheit im wirtschaftlichen Bereich abgelehnt. Antwerpen war im Dezember 2017 als Nachfolger von Benno Möhlmann installiert worden.

Die Trainer des SC Preußen Münster seit 2010

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  • Im Dezember 2017 trat Marco Antwerpen den Trainerjob bei Preußen Münster an. Seinen bis Sommer 2019 laufenden Vertrag wird er nicht verlängern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann kam im Herbst 2016 in höchste Not und rettete mit einer starken Rückserie den SCP vor dem Abstieg. Der Routinier war im Verein extrem beliebt, doch im Dezember 2017 musste auch er gehen, nachdem die Preußen wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht waren und der Trend fatal wirkte. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Horst Steffen kam an Heiligabend 2015 als Nachfolger von Ralf Loose und musste Anfang Oktober 2016 die Preußen wieder verlassen. Als Trainer ist er gescheitert, das belegte die Tabelle, die saisonübergreifende Schreckensbilanz des 47-Jährigen und vor allem die allzu häufig leb- und ratlosen Vorstellungen der Spieler. Dennoch hat Steffen in Münster Eindruck hinterlassen. Er war immer gesprächsbereit, stets offen, selbstkritisch und bei Fans wie Spielern beliebt – vor allem war er angetreten mit der Idee eines sehenswerten Offensivfußballs. Leider schaffte diese Idee viel zu selten die Platzreife. Außerhalb des Platzes stimmte die Chemie – auf dem Feld verpuffte das Experiment mit einem leisen Zischen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nach einer Talfahrt trennte sich der SC Preußen im Dezember 2015 von Ralf Loose (5.9.2012 bis 19.12.2015). Der 52-Jährige war der elfte Trainer, der im dritten Jahrtausend die Adlerträger betreute, der neunte, der vorzeitig seine Aufgabe beenden musste, aber wohl auch der, der mit der hochkarätigsten Platzierung seinen Dienst quittieren musste. Loose hinterließ seinen SCP auf Platz sechs der 3. Liga. Lediglich Georg Kreß war im April 2007 besser platziert.

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  • Carsten Gockel war vom 5. bis 15.9.2012 Interimstrainer.

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  • Pavel Dotchev trainierte die Preußen vom 24.1.2012 bis 5.9.2013. Dotchev hatte den SCP im Januar 2012 im Abstiegskampf ans sichere Ufer geführt, dann fußballerisch weiterentwickelt. Der Vertrag des 47-Jährigen wäre noch bis Sommer 2014 gelaufen und hätte sich im Fall des Zweitliga-Aufstiegs bis 2015 verlängert. In der Vorsaison aber verpasste der SCP auf der Zielgeraden den Zweitliga-Aufstieg und stolperte bis auf Rang 16 – drei Punkte vor einem Abstiegsrang. Beim Abschied des Trainers schwang viel Sympathie mit. Einige Spieler rangen mit den Tränen, auch Dotchev kämpfte um Fassung. Interimsmäßig sprangen Gockel und Co-Trainer Babacar N´Diaye ein.

    Foto: Christian Butzhammer
  • Marc Fascher trainierte die Preußen vom 21.3.2010 bis 23.1.2012. Der gebürtige Hamburger hatte im März 2010 beim damaligen Regionalligisten aus Münster den beurlaubten Roger Schmidt ersetzt. In der Saison 2010/11 gelang der Gewinn der Meisterschaft und der Aufstieg in die 3. Liga. Es war Münsters erster Aufstieg seit 1989, Faschers Renommee glich ab sofort fast schon dem eines Helmut Horsch. Letztgenannter hatte 1989 den SCP in die 2. Bundesliga geführt. Nach einer Talfahrt der Preußen beendete Fascher im Januar 2012 die Debatten um seine Person, die Hängepartie um eine Vertragsverlängerung, mit einem Handstreich, und ging.

    Foto: Wilfried Hiegemann

Zuvor hatte der Verein erklärt, ab dem Sommer nicht mehr auf die Dienste von Cihan Tasdelen zu setzen. Der 43-Jährige betreut die U 19 in der A-Junioren-Bundesliga, er war viele Jahre in unterschiedlichen Funktionen für den SCP tätig. Tasdelens Aufgabe dürfte auf Arne Barez zugeschnitten sein, der U-17-Trainer befindet sich aktuell in der Fußballlehrer-Ausbildung beim DFB. Der Vertrag mit Sören Weinfurtner, der die Zweitvertretung in der Westfalenliga betreut, wurde dagegen um zwei Saisons bis 2021 verlängert.

Trainer Marco Antwerpen verlässt den SCP

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  • Marco Antwerpen beendet sein Engagement beim SCP.

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  • Marco Antwerpen und Malte Metzelder schafften gemeinsam einige Erfolge.

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  • Wichtigster Antwerpen-Vertrauter war aber Co-Trainer Kurtulus Öztürk.

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  • Am Spielfeldrand gab Antwerpen immer klare Anweisungen.

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  • Als Motivator ist Antwerpen besonders stark.

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  • Bei den Spielern verschafft er sich regelmäßig lautstark Gehör.

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  • Spieler wie René Klingenburg explodierten unter Antwerpen.

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  • Auch Rufat Dadashov förderte der Coach.

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  • Ob diese Antwerpen-Geste einem Schiedsrichter galt?

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  • Antwerpen gilt inzwischen als echter Szenekenner.

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  • Hier nimmt er den Zwickauer Ronny König in den Arm.

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  • Es gibt aber auch nachdenkliche Momente.

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  • Manchmal fehlte nicht viel zum Sieg, wie Antwerpen hier anzeigt.

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  • Der Otto-Rehhagel-Pfiff mit zwei Fingern.

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  • Der Weggang von Adriano Grimaldi traf auch Antwerpen.

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  • Ein Fingerzeig, wohin der Weg des Trainers führt? Noch gibt es ihn nicht.

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  • Entspannt beobachtet der Coach das Aufwärmprogramm.

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  • Mit Sportchef Malte Metzelder gab es zuletzt auch Dissonanzen.

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  • Ein Profisport-Klassiker war der Auslöser: Der Trainer will Spieler, der Manager hat kein Geld dafür.

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  • Kurtulus Öztürk ist auf der Bank eher der ruhigere Typ – wenn auch nicht immer.

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  • Doch auch Antwerpen kann beschwichtigen.

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  • ... und sogar tief in sich gehen.

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  • Wie Grimaldi verlässt Antwerpen den SCP also bald.

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  • Zum Abschied wird es einige Umarmungen wie hier mit Moritz Heinrich geben.

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