Basketball: 2. Liga Pro B
Krimispezialisten erneut erfolgreich – WWU Baskets Münster siegen bei den Dresden Titans

Münster -

So langsam wird es unheimlich. Auch in Dresden setzten die WWU Baskets Akzente. Nicht nur das: Die Jungs von Trainer Philipp Kappenstein entführten beim 75:67-Erfolg in der Verlängerung beide Zähler aus der sächsischen Metropole.

Sonntag, 03.02.2019, 19:52 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 20:30 Uhr
Double-Double: Malcolm Delpeche war mit 25 Punkten und zehn Rebounds Münsters Matchwinner in Dresden.
Double-Double: Malcolm Delpeche war mit 25 Punkten und zehn Rebounds Münsters Matchwinner in Dresden. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Krimispezialisten der WWU Baskets Münster haben ein weiteres Mal zugeschlagen. Diesmal war der Tatort Dresden, das Opfer waren die heimstarken Titans, von denen der Aufsteiger durch das 75:67 (67:67, 33:34) nach Verlängerung die Punkte entführte und damit die Spitze in der 2. Liga Pro B verteidigte.

So langsam wird der Lauf der Baskets unheimlich. Auch in der sächsischen Elbmetropole ließen sich die Mannen von Trainer Philipp Kappenstein nicht von zweistelligen Rückständen (0:10, 43:54) aus der Ruhe bringen und bewiesen einmal mehr gute Nerven. Wie schon in der Vorwoche, als die Westfalen bei ihrem ersten Osttrip binnen einer Woche bei den BSW Sixers ein erfolgreiches Comeback gefeiert hatten. „Dass wir diese beiden schweren Auswärtsspiele gewinnen, ist überragend“, sagte Kappenstein, der nach den aufreibenden 45 Minuten in der Margon-Arena gestand: „Wenn man ehrlich ist, haben wir nur 15 Minuten richtig gut gespielt. Aber das reicht dann irgendwie, wenn man so einen Lauf wie wir hat.“

So richtig in Schwung kamen die Baskets aber erst spät, lange war das von der guten Defensivarbeit beider Teams geprägte Duell fehlerhaft. So konterte Münster den 0:10-Start mit einem 11:0-Lauf, verpennte aber nach der Pause ein zweites Mal den Einstieg ins Spiel. „Das wollten wir unbedingt vermeiden. Aber wir haben uns zu viele Ballverluste erlaubt“, monierte Kappenstein. Zwölf waren es insgesamt (16 bei Dresden), und da in Viertel drei auch die Wurfquote rapide sank, drohte die erste Niederlage des Jahres – erst recht, als Helge Baues per Korbleger auf 56:45 (29.) erhöht hatte.

Doch der Korbleger des bärenstarken Malcolm Delpeche – der Center erspielte sich mit 25 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double – mit der Schlusssirene des dritten Abschnitts war das richtige Signal für die Aufholjagd. Vier weitere Delpeche-Zähler sowie jeweils ein Dreier von Stefan Weß und Kapitän Jan König schnürten die 10:0-Serie, die auch dank der nun zupackenden Defensive zustande kam. Es spitzte sich zu, die Endphase bot mal wieder eine Menge Dramatik. Andrej König glich mit zwei Freiwürfen zum 63:63 (38.) aus, 1:46 Minuten vor dem Schluss besorgte Jojo Cooper aus der Distanz die 66:65-Führung und glich eine halbe Minute vor Schluss mit einem Freiwurf zum 67:67 aus. Da weder die Titans noch die Baskets in der verbleibenden Zeit zu zielführenden Versuchen kamen, musste die Verlängerung entscheiden – und die wurde zur Show der Baskets. Nicht einen einzigen Korb gestattete der Gast dem Hausherrn, der sechs Dreier nicht in der Reuse versenkte und mit ablaufender Uhr mehr und mehr die Ruhe verlor. Münster dagegen war treffsicherer, Cooper mit sechs sowie Delpeche mit zwei Punkten sorgten für den Verbleib an der Tabellenspitze. „Das war ein hartes Ding, wir haben uns sehr schwer getan gegen die Defensive“, sagte Kappenstein nach dem abermaligen Krimi, den die Spezialisten erneut erfolgreich beendet haben. Punkte: Delpeche (25), Cooper (17), J. König (9), Weß (8), A. König (6), Padberg (5), Hänig, Porcher (je 2), Goolsby (1)

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