Lacrosse: „Mohawks Madness“
Gute Gastgeber für internationale Konkurrenz

Münster -

Das Frauen-Turnier auf der Anlage in Hiltrup-Süd werteten die Organisatoren der Münster Mohawks als vollen Erfolg. Der Gastgeber hatte zwar sportlich keine Chance gegen die internationale Konkurrenz, das Drumherum aber stimmte – und auch die Spielerinnen nahmen eine Menge mit.

Dienstag, 19.02.2019, 17:46 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 14:54 Uhr
Leona Komerell (Mitte, verdeckt) und Louisa Mund (r.) aus der deutschen U-19-Nationalmannschaft im Duell mit Mohawks-Torfrau Stefanie Bente.
Leona Komerell (Mitte, verdeckt) und Louisa Mund (r.) aus der deutschen U-19-Nationalmannschaft im Duell mit Mohawks-Torfrau Stefanie Bente. Foto: Peter Leßmann

Christina Ohlmeier ist begeistert. „Wenn es immer so liefe, würde ich jedes Wochenende ein Turnier veranstalten“, sagt die 2. Vorsitzende der Münster Mohawks. Am Wochenende organisierte der Lacrosse-Club Münster Mohawks das internationale Frauen-Turnier „Mohawks Madness“ – und dabei lief alles nach Plan.

Schon Freitag reisten dafür die Nationalmannschaften der Niederlande, der Schweiz und auch die deutsche U-19 nach Hiltrup an. Am Samstag starteten bei strahlendem Sonnenschein die ersten Spiele. „Das Wetter ist einfach Bombe, die Stimmung super. Auch die ­Coaches sind mega zufrieden mit dem Drumherum“, sagt Ohlmeier. Zwar waren die Mohawks in den meisten Partien eindeutig unterlegen, aber darauf kam es für die Mädels nicht an. Vielmehr durften sie sich mit internationalen Teams messen und dabei auch noch lernen, mit welcher Technik andere Länder spielen und auf welchem Niveau sie sich allgemein befinden.

Ziel der Münsteranerinnen war es, sich auf die bevorstehende Freiluftsaison in der Weststaffel der Bundesliga vorzubereiten. „Man bekommt nicht oft die Chance, gegen internationale Mannschaften zu spielen. Das waren zwei Tage, die wir nutzen konnten, um zu sehen auf welchem Stand wir sind. Aber auch die Nationalteams nehmen gerne teil, um sich länderübergreifend zu vergleichen“, so Ohlmeier.

Bevor im Juli die EM in Israel startet, hatten die Trainer die Chance, ihre Teams zu testen. Anschließend wird der Kader von 30 auf 21 Spielerinnen gekürzt. Das Turnier war somit eine gute Möglichkeit für die Spielerinnen, sich zu beweisen. „Klar läuft das hier freundschaftlich ab, wir verstehen uns gut. An beiden Abenden saßen noch alle Mannschaften zusammen. Aber für die Spielerinnen geht es um was“, so Ohlmeier. „Das sieht man auch auf dem Feld. Das Niveau ist sehr hoch.“

Lea Hämmerling spielt seit drei Jahren für die Mohawks. Die 22-Jährige ist über das studentische Angebot zum Sport gekommen. „Als ich in Münster angefangen habe zu studieren, wollte ich mich auch beim Hochschulsport anmelden. Ich war offen für was Neues – und da ich vorher noch nie richtig was mit Lacrosse zu tun hatte, wollte ich es mal ausprobieren. Das mich der Sport so begeistert, hätte ich gar nicht gedacht“, erzählt sie. Nach der ersten Zeit beim HSP wechselte sie zum Verein, zu den Mohawks. „Der Sport hat mich besonders wegen des hohen Tempos gereizt. Es heißt ja nicht umsonst, dass Lacrosse die schnellste Sportart auf zwei Beinen ist. Dadurch fallen viele Tore, was das ganze Spiel spannender macht. Anders als zum Beispiel beim Fußball, wo es auch mal ein langweiliges 0:0 geben kann.“

Der Kreis der aktiven Lacrosse-Akteure ist zwar überschaubar, aber die Bekanntheit nimmt zu. Einigen Spielerinnen gefallen aber vor allem die noch eher überschaubaren Mitgliederzahlen in den Vereinen. Viele kennen sich untereinander, manchmal sogar deutschlandweit. „Immer mehr Hochschulen bieten den Sport mittlerweile in Kooperation mit Vereinen an. Das ist natürlich toll, die Beliebtheit steigt. Aber viele fangen erst im Studentenalter an, dadurch fehlt der Nachwuchs“, sagt Ohlmeier.

Die Mohawks wollen dazu beitragen, Lacrosse bekannter zu machen. Das jährliche Turnier soll weiter stattfinden, so viel ist klar. Ohlmeier: „Dann noch mit ein paar mehr Zuschauern.“

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