Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets können gegen Absteiger Essen Meister werden

Münster -

Am letzten Spieltag haben die WWU Baskets Münster als Neuling die Chance, sich die Meisterschaft in der 2. Liga Pro B zu sichern. Gegner ist Schlusslicht und Absteiger ETB Wohnbau Essen. Eine sichere Nummer? Trainer Philipp Kappenstein warnt jedenfalls.

Freitag, 22.02.2019, 11:30 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 14:52 Uhr
Zurück im Training und damit zurück im Kader der Baskets: Marco Porcher will mit seinen Teamkollegen die letzte Hauptrunden-Aufgabe gegen Essen meistern und damit den ersten Platz in der Nordstaffel verteidigen.
Zurück im Training und damit zurück im Kader der Baskets: Marco Porcher will mit seinen Teamkollegen die letzte Hauptrunden-Aufgabe gegen Essen meistern und damit den ersten Platz in der Nordstaffel verteidigen. Foto: Jürgen Peperhowe

Rückblende: Am letzten Spieltag der Hinrunde reisten die WWU Baskets Münster mit einer ausgeglichenen Bilanz von fünf Siegen und fünf Niederlagen zu den ETB Wohnbau Baskets Essen, die mit nur zwei Erfolgen schon damals die Rote Laterne in ihren Händen hielten. Es war ein Duell mit wegweisendem Charakter, der sechste Saisonsieg war für Münster die Weichenstellung für den überragenden Verlauf der Hauptrunde, die Münster mit dem zweiten Sieg gegen Essen am Samstag (19.30 Uhr) als Spitzenreiter abschließen will.

Das vorerst letzte Wiedersehen mit Essen – der ETB ist nach dem Lizenzentzug zu Beginn dieser Woche sicherer erster Absteiger – steht dabei unter ganz anderen Vorzeichen als das Treffen Anfang Dezember. Die Baskets verloren seitdem nur noch einmal und stürmten an die Spitze, Essen dagegen taumelte weiter tief im Tabellenkeller herum und kriselte ungeachtet der finanziellen Probleme auch sportlich. „Damit war damals so nicht zu rechnen. Für uns ging es darum, nicht wieder in die Playdown-Ränge gezogen zu werden. Und jetzt haben wir ein Finale um Platz eins, das ist schon krass“, sagt Münsters Coach Philipp Kappenstein.

Mit einem Erfolg sind die Baskets Titelträger ihrer Staffel in der 2. Liga Pro B und garantieren sich ganz nebenbei das Heimrecht in möglichen dritten Playoff-Partien. „Die Pro B Nord zu gewinnen, hätte schon etwas. Das wäre ein ehrlicher Titel“, meint Kappenstein.

In der Trainingswoche hat er sich „den Mund fusselig“ geredet und vor der „Wundertüte“ Essen gewarnt. „Ich denke, dass das Team noch ei nmal alles raushauen und nichts abschenken wird. Die Essener Jungs spielen alle um neue Verträge und wollen sich zeigen. Das ist eine besondere Konstellation“, sagt der 39-jährige Coach, der auf den besonderen Charakter dieser Partie hinweist – ohne dabei den Gegner zu stark reden zu wollen. „Die Essener sind gefährlich und haben mit Andre Calvin, Joseph Hart oder dem erfahrenen Julien-Patrick Flomo starke Spieler. Aber irgendwie hat es bei ihnen nicht gepasst.“

Ganz anders präsentierten sich Münsters Baskets, die nach der Niederlage beim SC Rist Wedel am 22. Dezember sieben Mal in Serie ungeschlagen blieben. Zuletzt dank des 86:78 bei starken Oldenburgern. Den Lauf will der Gastgeber in der wohl erneut richtig voll besetzten Halle Berg Fidel fortsetzen, um so „den Schwung in die Playoffs mitzunehmen und das Selbstvertrauen hochzuhalten“, sagt Kappenstein, der unter der Woche personell eine gute Nachricht erhielt. Marco Porcher konnte in den Einheiten wieder mitwirken, seine Fußprobleme setzen dem Spanier nicht mehr zu. So gehört er eine Woche vor dem Playoff-Start zum Kader und soll nach der kurzen Pause wieder Spielpraxis sammeln. Damit bleibt Stefan Wess (Schulter) der einzige Ausfall im Baskets-Kader, der bereit ist für einen weiteren Feiertag unter den Körben.

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