Fußball: Landesliga
Kinderhaus erwartet Roxel zum Derby

Münster -

Die Formkurve stimmt sowohl bei Westfalia Kinderhaus als auch beim BSV Roxel. Kann also ein schönes Derby werden am Sonntag an der Großen Wiese. Der Aufsteiger darf sogar vom nächsten Coup träumen – und geht damit erfrischend offen um.

Freitag, 22.02.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 15:10 Uhr
Vorfreude auf das Derby: Kevin Schöneberg und seine Mitspieler wollen gegen Roxel bestehen.
Vorfreude auf das Derby: Kevin Schöneberg und seine Mitspieler wollen gegen Roxel bestehen. Foto: Mario Lacroix

Übungsleiter, die auf Statistiken pfeifen, gibt es wie Sand am Meer. Generell sind die Zahlen ungenau, manchmal trügerisch. Wie heißt es so schön? „Traue keiner Analyse, die du nicht selbst gefälscht hast.“ Und doch vermitteln sie mitunter knallharte Fakten. Im Fall von Überflieger Westfalia Kinderhaus zeigt ein Blick in die Datenbank, dass die Jungs von Trainer Marcel Pielage auf der Großen Wiese kaum kleinzukriegen sind. 19 Punkte aus neun Spielen – nur Ligaprimus GW Nottuln ist besser. „Ja, im eigenen Stadion sind wir schon so was wie eine Macht“, weiß auch Pielage. Die schmucke Tribüne bevölkern im Durchschnitt 300 bis 400 Zuschauer – die Westfalia ist hip. Das motiviert. Muss sich der BSV Roxel im Stadtduell am Sonntag also warm anziehen?

„Auch wir haben unsere Stärken. Und keine Angst“, verkündet dessen Coach Sebastian Hänsel. Ganz nebenbei dürfte er, wenn er denn will, auch eine Statistik bemühen. Die möglicherweise als Ansporn dienen könnte. In der Fremde hat der BSV von seinen acht Spielen immerhin fünf gewonnen, einmal wurden die Punkte geteilt. 16 Zähler machen im Ranking Rang vier. Mehr als ordentlich. Zahlen hin oder her: In einem Derby geht es in erster Linie ums Prestige, um die regionale Vorherrschaft. Da können Befunde schnell in die Tonne wandern. „Wir können Roxel mit einem Dreier schon gut auf Distanz halten“, weiß Pielage. Aktuell trennen beide Clubs vier Zähler. Da Platz zwei am Ende der Spielzeit Aufstiegsspiele zur Westfalenliga nach sich ziehen könnte, wird Aufsteiger Kinderhaus auf dem heimischen Kunstrasen keinen Meter hergeben wollen. Der SC Münster 08 und Eintracht Ahaus sitzen dem Ex-Preußen Kevin Schöneberg und Co. direkt im Nacken.

Fehlen wird Gerrit Göcking nach seiner Ampelkarte in Werne. Für Roxel geht es derweil weniger um die Tuchfühlung zur Spitze, als vielmehr darum, den positiven Trend fortzusetzen und in Zählbares umzumünzen. Statistisch ist das möglich.►►Angreifer Benjamin Leifeld (20) verlässt den BSV im Sommer und wechselt zu Emsdetten 05 in die Bezirksliga.   

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