Basketball: 2. Liga Pro B
Baskets-Coach Philipp Kappenstein: „Da hat es klick gemacht“

Münster -

Die WWU Baskets Münster sind die Überraschungsmannschaft der 2. Liga Pro B. Der Aufsteiger gewann in der Nordstaffel die Hauptrunde und geht von der Spitzenposition in die Playoffs. Trainer Philipp Kappenstein wirft einen Blick zurück auf die 22 Partien und blickt natürlich auf die Ausscheidungsspiele.

Dienstag, 26.02.2019, 09:28 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 09:57 Uhr
Basketball: 2. Liga Pro B: Baskets-Coach Philipp Kappenstein: „Da hat es klick gemacht“
Philipp Kappenstein, Trainer der WWU Baskets, schwört seine Mannschaft ein. Foto: Wilfried Hiegemann

21.842 – so viele Zuschauer kamen in der Hauptrunde der 2. Liga Pro B an den Berg Fidel und verfolgten den Höhenflug der WWU Baskets Münster. Als Meister der Nord-Staffel überraschte der Aufsteiger die Konkurrenz und auch ein bisschen sich selbst. 16 Siege aus 22 Spielen sind die stolze Bilanz, die ihren Teil zum in Münster ent­fachten Basketball-Hype mit zuletzt zweimal ausver­kaufter Halle beigetragen haben. Im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Henner Henning spricht Baskets-Trainer Philipp Kappenstein, ein Garant des Erfolges, über . . .

►  die überragende Hauptrunde: „Die hat alle unsere Erwartungen übertroffen, in jeder Hinsicht. Ich hatte mich vor der Saison intern, als wir unsere Ziele gesteckt hatten, weit aus dem Fenster gelehnt. Ich hatte damals gesagt, dass ich den Heimvorteil in der ersten Runde der Playoffs anstrebe. Dafür hätte ich mich nach den ersten sieben Ligaspielen mit nur zwei Siegen ohrfeigen können. Umso krasser, wie sich dann alles entwickelt hat und wir nur noch zweimal danach verlieren. Intern haben wir immer daran geglaubt, der Auswärtssieg in Schwelm war der Schlüsselpunkt. Da hat es dann klick gemacht – es hat sich eine Eigendynamik entwickelt.“

► die Gründe für den Höhenflug: „Wir konnten uns wie in der vergangenen Saison auf die Breite im Kader verlassen. Neun verschiedene Topscorer drücken das aus, wir sind nur schwer auszurechnen. Mit dem Kern der Aufstiegsmannschaft haben wir auch eine Liga ­höher abgeliefert. Am Anfang haben uns verletzungsbedingte Ausfälle noch zu­gesetzt, das fangen wir nun besser auf.“

► über die entfachte Basketball-Euphorie in Münster: „Die Stimmung war schon in der Anfangsphase der Saison nach unseren ersten Niederlagen sehr gut und besser als in der Uni-Halle. Was dann aber nach Weihnachten passiert ist, ist der Wahnsinn und nur schwer in Worte zu fassen. Das hat unsere kühnsten Träume übertroffen.“

► die Überraschungen in der Nordstaffel: „Dazu gehören sicher wir, aber auch Lok Bernau – das sind die Teams mit der größten Entwicklung. Überraschend war die Ausgeglichenheit der Staffel, von Position vier bis zehn war es bis zum Ende ­offen. Dass die BSW Sixers nun mit einer ausgeglichenen Bilanz in die Playdowns müssen, ist unglaublich. Damit hat keiner gerechnet. Und dass Bochum es nur mit Glück in die Playoffs schafft und dass hoch gehandelte Mannschaften wie Essen und Wolfenbüttel so abfallen, war auch nicht zu erwarten.“

►  den Druck in den Playoffs: „Ich sehe keinen Grund, warum wir abbauen sollten und der Druck größer werden sollte. Wir haben alle Erwartungen übertroffen, die Vorfreude ist riesig. Die Playoffs bieten einen neuen Reiz, der Fokus wird noch einmal bei allen steigen. Wir wollen mindestens ein, zwei Runden überstehen und – wenn möglich – bis zum Ende dabei sein. Doch der Auftakt gegen die Basketball Löwen Erfurt wird schon eine sehr interessante Aufgabe. In den vergangenen Jahren haben sich die in der Hauptrunde vorne platzierten Mannschaften in den Playoffs oft sehr schwergetan.“

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