Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets in den Playoffs: Spiele im Wochenrhythmus, aber kein Aufstieg

Münster -

Die Playoffs beginnen am Wochenende, die WWU Baskets Münster besitzen als Meister der Pro B Nord die ideale Ausgangslage. Doch wie läuft der Modus? Wann sind die Termine? Und erfüllen die Baskets überhaupt alle Bedingungen für einen Aufstieg? Hier gibt’s die Antworten.

Mittwoch, 27.02.2019, 12:22 Uhr aktualisiert: 27.02.2019, 13:11 Uhr
Kampf um jeden Ball: Für Münsters Leo Padberg (l.) und sein Team steigt die Intensität in den Playoffs noch einmal.
Kampf um jeden Ball: Für Münsters Leo Padberg (l.) und sein Team steigt die Intensität in den Playoffs noch einmal. Foto: Jürgen Peperhowe

Playoff-Zeit ist eine besondere Zeit– und für viele Spieler der WWU Baskets Münster Neuland. Jede kleine Schwäche kann das Aus bedeuten, die Intensität ist wie die Faszination in den Ausscheidungsspielen deutlich höher.

►  Wer ist in den Playoffs dabei?

Die besten acht Mannschaften aus der Nord- sowie aus der Südstaffel der 2. Liga Pro B haben sich für die Ausscheidungsspiele qualifiziert. Dabei trifft der Erste aus dem Norden auf den Achtplatzierten aus dem Süden, der Nord-Zweite empfängt den Süd-Siebten, der Dritte den Sechsten sowie der Vierte den Fünften – und dann umgekehrt.

► Wie ist der Modus?

Vom Achtel- bis zum Halbfinale wird im Modus „best-of-three“ gespielt. Das heißt, dass zwei Siege zum Weiterkommen reichen. Dabei genießt das in der Hauptrunde höher platzierte Team in der ersten sowie möglichen dritten Partie Heimrecht. Das Finale wird in zwei Spielen ausgetragen, danach steht der Meister fest.

► Wann wird gespielt?

Los geht es Samstag, die weiteren Begegnungen folgen im Wochenrhythmus. Somit beginnt das Viertelfinale am 23. März, die Vorschlussrunde am 13. April. Die beiden Endspiele sind für den 1. und 4. Mai angesetzt.

WWU Baskets Münster im Vereins-Porträt

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  • Die Spielstätte: Der Umzug von der schon zu Regionalliga-Zeiten oft ausgelasteten Uni-Halle zum Berg Fidel hat sich rentiert. Auch organisatorisch hat der Übergang geklappt. Seine Heimat hat der Verein aber weiter am Horstmarer Landweg oder am Pascal-Gymnasium.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Zuschauer: Gefühlt haben die Baskets ihr Publikum komplett mit rübergenommen und dazu noch schnell viele neue Freunde aus dem gesamten Stadtgebiet gewonnen. Die Kulisse ist vielfältig, vor allem aber jung. Hier zahlt sich der Draht zur Uni aus, die ja sogar im Namen steckt. Das Rahmenprogramm unterhält auch basketballfremde Besucher. Bester Beleg: Kein anderer Pro-B-Ligist im Norden und Süden hat einen besseren Zuschauerschnitt (1760).

    Foto: fotoideen.com
  • Termin: Den Samstagabend haben die Baskets auch nach dem Hallenwechsel beibehalten. Erst Basketball schauen, danach noch ausgehen - dieses Konzept läuft weiter gut. Der Besucherrekord (über 2700 gegen Iserlohn) wurde aber an einem Sonntag geknackt. Das folgende Heimspiel am Samstagabend (gegen Bochum) wollten aber erneut 2650 Besucher sehen.

    Foto: colourbox.de
  • Modus: Die 2. Liga Pro B scheint extrem ausgeglichen. Das fördert die Spannung, jedes Heimspiel war eng. Die Mannschaften liegen tabellarisch nah beieinander. Als Krone kommen am Ende die Playoffs (oder Playdowns), in denen nach jetziger Einschätzung alles möglich ist.

    Foto: fotoideen.com
  • Finanzen: Neue Liga, neue Herausforderungen - die Baskets sehen sich im Etatvergleich im unteren Vierte ihrer Klasse, wirtschaften westfälisch zurückhaltend und erarbeiten sich dank der guten Akzeptanz des Vereins am Berg Fidel langsam größeren Bewegungsspielraum. Der allerdings in der Folgesaison aufgrund höherer Auflagen - unter anderem durch die verbindliche Ausstattung mit hauptamtlichen Stellen - auch nötig ist. Unter dem Strich: Die Baskets sind sorgenfrei, große Sprünge gibt es aber nur auf dem Feld.

    Foto: colourbox.de
  • Die Sponsoren: Manager Helge Stuckenholz hat jahrelang Klinken geputzt, Synergien geschaffen, Werbepartner ins Boot geholt, die auf vielen Ebenen tätig weden, und damit viele Nischen gefunden. Zahlreiche kleine Gönner, junge Firmen, Internetunternehmen, aber auch alteingesessene Münsteraner - der Stamm ist breit aufgestellt. Nicht zu vergessen die Stadtwerke als großes Zugpferd und natürlich die Uni.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Präsenz: Auch hier ist Twitter der kleinste Markt, doch mit knapp 8500 Followern insgesamt müssen sich die Baskets, die schnell aufholen, nicht verstecken. Aktivität und Zuverlässigkeit sind noch steigerungsfähig. Dafür gibt der Club an anderer Stelle Gas, geht an Hochschulen, setzt gezielt auf Kooperationen mit anderen Marken und Sportvereinen.

    Foto: Quelle: Instagram

► Wer steigt auf?

Die Finalisten qualifizieren sich sportlich für die Pro A und steigen nach dem dann gestellten wie später durch den geschäftsführenden Vorstand der Liga genehmigten Lizenzantrag auf. Zusätzlich frei werdende Plätze (etwa durch Verzicht oder Rückzug von qualifizierten Teams) kann die Liga an Interessenten, die alle Voraussetzungen erfüllen, vergeben.

► Würden die WWU Baskets das Aufstiegsrecht auch wahrnehmen?

Stand jetzt: nein. Wie Manager Helge Stuckenholz schon Ende Januar im Interview mit dieser Zeitung klar gemacht hat, käme für den Aufsteiger ein Sprung in die Zweitklassigkeit zu früh. „Wir haben nicht den Plan, schon jetzt hoch zu gehen. Der Schritt wäre zu unvernünftig“, sagt Stuckenholz. „Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nicht bis zuletzt in den Playoffs dabei sein wollen.“

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