Basketball: 2. Liga Pro B
Playoff-Start: Die WWU Baskets empfangen unbequeme Erfurter Löwen

Münster -

Das Vorgeplänkel ist vorbei, endlich geht es los: Die Spannung steigt bei den WWU Baskets Münster vor dem ersten Playoff-Achtelfinale gegen die Basketball-Löwen Erfurt. Zwei Siege benötigen die Westfalen für das Weiterkommen, Nummer eins soll am Samstag her – vor einer weißen Wand.

Freitag, 01.03.2019, 15:48 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 22:54 Uhr
Bereit für das Playoff-Spektakel vor vollen Rängen: Jojo Cooper und die WWU Baskets gehen mit Selbstvertrauen und als Hauptrunden-Erster in das Duell mit den Basketball-Löwen Erfurt.
Bereit für das Playoff-Spektakel vor vollen Rängen: Jojo Cooper und die WWU Baskets gehen mit Selbstvertrauen und als Hauptrunden-Erster in das Duell mit den Basketball-Löwen Erfurt. Foto: Wilfried Hiegemann

Platz eins in der Hauptrunde der Nordstaffel: schön und gut – und doch nichts mehr wert. Alles beginnt wieder neu in den Playoffs, alles steht auf null. Auch vor dem Achtelfinal-Duell der WWU Baskets Münster mit den Basketball-Löwen aus Erfurt, wenn der Nord-Erste am Samstag (19.30 Uhr) den Süd-Achten empfängt.

Genau dies macht den Reiz und die Faszination der Ausscheidungsspiele aus, eine Schwächephase kann im Best-of-three-Modus teuer werden. Mehr Intensität, mehr Energie, mehr Spannung – von allem darf und wird es ein bisschen mehr sein. Einzige Ausnahme: Mehr Druck verspürt Münster nicht, der Aufsteiger hat schon jetzt alle Erwartungen übertroffen. Doch das Hungergefühl ist weiter groß, des Erfolges überdrüssig und satt sind die Baskets auf keinen Fall. „Die Vorfreude steigt total, alle haben mega Bock. Im Training war die Intensität von allein höher als zuvor, die Playoffs sind was ganz anderes“, sagt Coach Philipp Kappenstein.

Das Kräftemessen der beiden Zuschauermagneten – Münster setzte im Norden mit 1986 und Erfurt im Süden mit 1144 Besuchern im Schnitt die Bestmarken – sieht Kappenstein als ein ausgeglichenes, aber dennoch mit leichten Vorteilen für sein Team an. Die thüringischen Löwen spielen „einen unorthodoxen Basketball und forcieren das Eins gegen Eins“, sagte schon Hansi Gnad, Coach von Südstaffel-Ersten Bayer Leverkusen, der zuletzt gegen Erfurt 103:75 gewonnen hatte.

Münsters Coach teilt die Meinung des Ex-Nationalspielers. Der zuletzt verletzte David Taylor, Sohn des früheren Bundesliga-Stars Derrick Taylor, US-Routinier Robert Franklin und Max Kuhle sind die wichtigsten Figuren in der Erfurter Sechser-Rotation, sie tragen die Last. Münsters Matchplan lautet daher: „Den Gegner beschäftigen und müde machen. Wir müssen sie zu langen Set-Plays zwingen und dürfen uns nicht auf das Run-and-Gun-Spiel einlassen. Das wird richtiger harter Playoff-Basketball. Ich glaube aber, dafür ist unsere Mannschaft bestens gerüstet“, sagt Kappenstein, der wohl nur auf Stefan Weß (Schulter) verzichten muss. Der Einsatz von Nico Funk, der krank war, ist noch fraglich.

Es ist alles bereitet für den ersten Showdown, den die Baskets mit einer weißen Wand im Rücken bestreiten wollen. „Wir würden uns freuen, wenn alle Fans, die in die Halle kommen, etwas Weißes anziehen“, sagt Kappenstein, der sich eine sichtbare Playoff-Atmosphäre wünscht. „Das wäre überragend und würde den Jungs noch mal ein Extra-Push geben.“ Und der kann den Ausschlag geben in den Playoffs, in denen die Baskets gerne bis zum Ende mitmischen würden.

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