Triathlon: Trainingslager auf Gran Canaria
Patrick Dirksmeier ist (noch) etwas planlos unterwegs

Münster -

Die Triathlon-Saison wirft ihre Schatten voraus. Und der Nachwuchs im Hause von Patrick Dirksmeier kündigt sich ebenfalls bald an. Da scheinen Terminkollisionen nicht ausgeschlossen.

Donnerstag, 07.03.2019, 17:24 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 14:40 Uhr
Auf Gran Canaria machte er Kilometer und ein paar Selfies, aber was bringt 2019? Der werdende Papa Patrick Dirksmeier (vorne)
Auf Gran Canaria machte er Kilometer und ein paar Selfies, aber was bringt 2019? Der werdende Papa Patrick Dirksmeier (vorne) Foto: rivat

Wie heißt es so schön (antiquiert)? „Mann soll ein Haus bauen, einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen.“ Patrick Dirksmeier, professioneller Triathlet aus Münster (Tri Finish), hat sich diese Worte zu Herzen genommen. Die eigene Hütte und das Sinnbild des Lebens stehen – der nachwuchs ist unterwegs. Ehefrau Jenna ist hochschwanger. Bleibt da überhaupt Raum für sportliche Höchstleistungen?

„Ja“, sagt der Jurist. Noch. Aber was ist, wenn das kleine Würmchen da ist? „Das weiß ich selbst nicht. Ich denke, das alles ist schwer planbar. Wahrscheinlich wird mich die Realität schnell einholen“, glaubt der werdende Vater. 2019 als Sabbatjahr? Nein, soweit will es Dirksmeier nicht kommen lassen, einige Wochen nach dem errechneten Geburtstermin zieht der 35-Jährige einen Start beim Ironman in Frankfurt am 30. Juni in Erwägung. Aber selbst der scheint ungewiss.

Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, weilte Dirksmeier jetzt für zehn Tage im Trainingslager auf Gran Canaria. Mit namhaften Kollegen. Der zweimalige Hawaii-Sieger und Rekordmann Patrick Lange war ebenso dabei wie Top-Athlet Andreas Dreitz und Henry Beck, dreimaliger Sieger beim Sparda-Münster-City-Triathlon. „Wir sind inzwischen alle gute Freunde“, sagt der Tri Finisher. Neun Tage war er mehr als 40 Stunden sportlich auf den Beinen, spulte mitunter auf dem Rad 2500 Höhenmeter pro Einheit ab – kraftraubend, diese Kanaren. Aber ein Fitmacher. „Wir hatten eine Menge Spaß“, erzählt Dirksmeier, der Lange, Deutschlands Sportler des Jahres 2018 und Bambi-Preisträger, nun noch ein wenig näher kennengelernt hat. Er will am Ball bleiben, aber situativ und in Absprache mit seiner Liebsten entscheiden, was möglich ist.

Aber die Familie will er auf keinen Fall zu kurz kommen lassen. Ab und an scheint also Gesprächsbedarf zu herrschen – zwischen den Eheleuten Dirksmeier.

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