Fußball: 3. Liga
Preußen droht in Wiesbaden ein Loch vor der Abwehr

Münster -

Es sieht so aus, als müsse der SC Preußen für das Gastspiel beim SV Wehen Wiesbaden am Samstag improvisieren. Neben Kevin Rodrigues Pires fällt auch René Klingenburg aus, womöglich sogar noch Sandrino Braun. Dabei ist die Lage aktuell gefährlich.

Donnerstag, 14.03.2019, 14:46 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 16:51 Uhr
Simon Scherder (r.) müsste sich für den Fall der Fälle wohl als Aushilfe vor der Abwehr anbieten.
Simon Scherder (r.) müsste sich für den Fall der Fälle wohl als Aushilfe vor der Abwehr anbieten. Foto: Jürgen Peperhowe

Die tabellarischen Sorgen lassen sich für Preußen Münster nach dem 28. Spieltag nicht ganz beiseitewischen. Hinzu kommen jetzt aber auch noch personelle Probleme. Neben Tobias Warschewski und Danilo Wiebe (der ohnehin noch auf seine formale Spielberechtigung über die Berufsgenossenschaft wartet) fehlen am Samstag (14 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden auch der gelbgesperrte Kevin Rodrigues Pires und vor allem René Klingenburg (Infekt) sicher. Da der werdende Papa Sandrino Braun den Wunsch geäußert hat, bei der Geburt dabei zu sein, und theoretisch jederzeit abberufen werden kann, droht ein Loch vor der Abwehr.

„Ist doch klar, dass wir uns Sorgen machen, wenn mindestens zwei zentrale Mittelfeldspieler wegbrechen“, sagt Trainer Marco Antwerpen. Die Not-Varianten wären ein Vorziehen von Simon Scherder oder der Einsatz von Benjamin Schwarz auf der Sechs. „Aber auf der Position hat er zwei Jahre nicht gespielt“, betont der Coach. Weitere Sperren nach Rodrigues Pires sind in den nächsten Wochen fast vorprogrammiert. Fabian Menig, Rufat Dadashov, Moritz Heinrich, Niklas Heidemann, Tobias Rühle – sie alle haben bisher bereits vier Gelbe Karten gesammelt und müssen bei der nächsten Verwarnung aussetzen.

Noch kein Kandidat für den Kader ist in Wiesbaden wohl auch Philipp Müller, der aufgrund muskulärer Probleme erst am Donnerstag sachte wieder ins Training einstieg. Besonders bitter für ihn, schließlich kam er im Sommer erst von den Hessen zum SCP.

Alles andere als glänzende Bedingungen also für den Auftritt in der Brita-Arena, wo die Preußen ohnehin erst in einem von sieben Anläufen gewannen und zuletzt in der Saison 2017/18 2:6 verloren. „Wir haben keine Spieler und müssen es so lösen, wie es kommt“, so Antwerpen. „Der Trend geht zurzeit schon in eine andere Richtung, als wir es uns vorgenommen hatten.“ Die Ausgangslage liest sich ja noch gar nicht so dramatisch, der Weg zu Rang vier ist immer noch genauso weit wie zur Abstiegszone und Platz fünf nur zwei Zähler entfernt. Doch, wie beschrieben, die Ausfälle im letzten Saisonviertel werden erfahrungsgemäß nicht weniger, der Kader ist eher schmal – und die Mannschaften im Keller fangen gerade plötzlich an fleißig zu punkten.

„Cottbus, Jena, Zwickau, Aalen – das sind die Vereine, mit deren Etat wir uns messen können“, findet Antwerpen. Aktuell sind die Preußen diesen Clubs noch ein Stückchen voraus. Eine Annäherung auch in der Tabelle wäre fatal.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6470428?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker