Basketball: 2. Liga Pro B
WWU Baskets melden gegen Bayern II zum vierten Mal ausverkauft

Münster -

Alles andere wäre ja fast schon eine Überraschung gewesen. Das erste Playoff-Viertelfinale der WWU Baskets Münster gegen Bayern München II ist ausverkauft. Sogar direkt nach dem Verkaufsstart. Der Gegner klingt ja auch extrem spannend.

Montag, 18.03.2019, 15:02 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 17:57 Uhr
Basketball: 2. Liga Pro B: WWU Baskets melden gegen Bayern II zum vierten Mal ausverkauft
Foto: Lisa Stetzkamp

Die erste Spreu hat sich vom Weizen getrennt, von 16 Playoff-Teilnehmern sind in der 2. Liga Pro B noch acht im Rennen. Den ersten Cut, die Reduzierung um 50 Prozent, hatten die WWU Baskets Münster als eines von nur drei Teams bereits nach zwei Spieltagen überstanden, das nun anstehende Viertelfinale gegen die Zweitvertretung des Deutschen Meisters Bayern München elektrisiert in Münster die Basketball-Fans – und natürlich auch die Mannschaft samt Trainer.

„Das ist eine neue Herausforderung, ein super Reiz. Vom Namen her könnte man sich keinen besseren Gegner in der zweiten Runde wünschen“, sagt Trainer Philipp Kappenstein. Und sportlich? „Die Bayern haben Spieler, die zukünftig auf Bundesliga-, Euroleague- oder vielleicht sogar NBA-Niveau zu sehen sein werden.“ Nelson Weidemann (19) zum Beispiel, der in Bayerns entscheidendem Duell gegen Iserlohn nach einer Unsportlichkeit gesperrt war, in Münster aufgrund der überraschenden Reduzierung der Sperre aber wieder mitwirken darf. Oder die 18-jährigen Junioren-Nationalspieler Bruno Vrcic, Rijad Avdic sowie das 17-jährige kroatische Talent Matej Rudan sind heiß gehandelte Aktien, die sich wie das FCB-Team als solches im Laufe der Saison entwickelt haben. Die starke Südstaffel, die im Viertelfinale fünf Mannschaften stellen, schloss München auf Platz vier ab – ein Beleg für die hohe Qualität der jungen Bayern.

Da rollt schon etwas zu auf die Baskets, die am Montag komplett in die Vorbereitung eingestiegen sind. Nach dem freien Wochenende samt der nötigen Regeneration sprüht das Team von Coach Philipp Kappenstein vor Tatendrang, die Intensität in den Einheiten wird in dieser Woche automatisch hoch sein. „Wir werden alles geben, um uns gut vorzubereiten. Denn Bayerns junge Mannschaft wird uns sicher einiges abverlangen. Aber ich glaube, gerade das erste Spiel zu Hause mit unseren Fans im Rücken kann schon gut in unsere Richtung laufen“, sagt Kapitän Jan König.

Apropos Fans: Der Hype ist ungebrochen. Der Run auf die Tickets ist unfassbar, Manager Helge Stuckenholz werden die Fahrscheine quasi minütlich aus der Hand gerissen. „Am Sonntagabend waren wir ausgebucht. Das hat es nie zuvor gegeben“, musste sich der Baskets-Macher kneifen. Lediglich 60 Karten für Studenten mit dem Kultursemesterticket sind noch erhältlich. Die letzten 50 Tickets im freien Verkauf verschwanden am Montag in Sekundenschnelle. Das war‘s. Berg Fidel wird am Sonntag (16 Uhr) zum vierten Mal in Serie aus allen Nähten platzen.

Im Rückspiel am 30. März in München wird es im 6700 Plätze fassenden Audi Dome deutlich menschenleerer sein. 475 Besucher vereinten die Bayern in den beiden Playoff-Vergleichen mit Iserlohn im Schnitt für sich. Ausbaufähig. Vor allem gegen Münster. Die Baskets werden gewiss eine große Schar an Fans für einen Wochenendausflug mobilisieren können. „Wir wollen zusammen diese Cinderella-Story genießen“, sagt Stuckenholz. Und die Erfolgsgeschichte so lange wie möglich weiterschreiben. Klingt wie ein Märchen.

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