Basketball: Oberliga
Auch Westfalia Kinderhaus kann Baskets aus Wolbeck nicht stoppen

Münster -

Scheiden tut weh? Von wegen! Den Basketballern der SG Telgte Wolbeck stehen noch vier Partien in der Oberliga bevor, dann geht es schmerzlos ab in die Regionalliga – so sieht es im Moment zumindest aus. Auch die Nachbarn von Westfalia Kinderhaus konnten den SG-Express am Samstag nicht stoppen.

Montag, 18.03.2019, 16:22 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 16:00 Uhr
Die SG Telgte Wolbeck Baskets sicherten sich auch im Rückspiel zwei Zähler im Derby gegen Westfalia Kinderhaus. 
Die SG Telgte Wolbeck Baskets sicherten sich auch im Rückspiel zwei Zähler im Derby gegen Westfalia Kinderhaus.  Foto: Ralf Aumüller

Es ist so eine Sache mit den gelungenen Generalproben und den darauffolgenden Premieren. Dem Volksmund folgend sollte man den Testlauf besser verlieren, um voll da zu sein, wenn alle Scheinwerfer angeworfen werden. Die Basketballer der SG Telgte Wolbeck halten es da ganz anders: Am letzten Spieltag vor dem vorgezogenen Saisonhöhepunkt beim Verfolger BBG Herford II ließ es der Oberliga-Spitzenreiter erneut krachen – zum 18. Mal im 18. Spiel. Und das gegen einen Gegner, der den Schützlingen von Trainer Marc Schwanemeier den Erfolg wahrlich nicht auf dem Silbertablett servierte.

„Natürlich hätten wir das Derby gern gewonnen“, sagt Marcel Martin, Trainer von Westfalia Kinderhaus, nach der 62:72-Niederlage in Telgte. „Es war kein gutes Spiel von uns“, so die Bilanz des Trainers, der sich direkt nach Anpfiff auf den langen Weg nach Kambodscha machte. Gerne hätte er gegen den designierten Aufsteiger noch zwei Punkte mitgenommen, „aber das war eigentlich auch nicht zu erwarten. Uns fehlten die drei besten Flügel, zwei mit Kreuzbandriss, einer schwer erkrankt.“ Den Kollegen aus Wolbeck wünscht er jetzt den Aufstieg, seinen eigenen Jungs einen Derbysieg in 14 Tagen gegen die UBC-Reserve und den Sprung zurück auf Rang drei. „Als Aufsteiger haben wir uns sehr gut geschlagen“, zieht Martin ein vorgezogenes und vor allem positives Saisonfazit.

Damit lässt sich sein Wolbecker Kollege wohlweislich noch ein wenig Zeit. Erst wenn am kommenden Wochenende auch der letzte verblieben Verfolger aus Herford zum zweiten Mal in die Knie gezwungen wurde, dürfte in Telgte und Wolbeck ganz langsam mit den Planungen der Aufstiegsfeierlichkeiten begonnen werden – die dann eine Woche später vor heimischem Publikum final besiegelt werden könnten. Doch selbst bei einer knappen Niederlage gegen die dann punktgleichen Konkurrenten stehen die Karten gut für die Spielgemeinschaft, die bereits das Hinspiel deutlich mit 88:63 gewinnen konnten.

Punkte Telgte-Wolbeck: Sebastian König (18), Dam­mann (15), Simon König (13), Sierra (10), Buckermann (5), Anssari (4), Dohmen (3), Trindeitmar (2), Ahmedin (2)

Punkte Westfalia: Müller (14), Stricker (12), Kemper (9), Salomon (6), Pernak (5), Otto (5), Böhringer (4), Wieking (3), Diaby (2), Niewöhner (2)

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