Volleyball: Bundesliga
USC Münster setzt auf ein volles Haus

Münster -

Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht? Am 22. und letzten Hauptrundenspieltag ist noch richtig Bewegung im Feld der Bundesliga. Das große Finale vor den Playoffs wird zum Verdrängungswettbewerb. Auch für den USC, der das Heimspiel gegen Aachen unbedingt gewinnen will.

Dienstag, 26.03.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 16:26 Uhr
Erfolgreich auch in Schräglage: Juliet Lohuis hat nach langer Verletzungspause wieder den Anschluss gefunden. Gegen Aachen kämpft sie mit dem USC um die bestmögliche Platzierung vor dem Start der Playoffs.
Erfolgreich auch in Schräglage: Juliet Lohuis hat nach langer Verletzungspause wieder den Anschluss gefunden. Gegen Aachen kämpft sie mit dem USC um die bestmögliche Platzierung vor dem Start der Playoffs. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster war in dieser Woche spielfrei. Derweil absolvierte Meister Schwerin am Donnerstag seine Nachholbegegnung gegen Wiesbaden. Völlig unerwartet verlor der Favorit 1:3. Dieses Ergebnis brachte die Hessinnen sicher in die Playoffs und schubste den VfB Suhl definitiv hinaus. Doch auch für Münster könnte der Fehltritt Schwerins Folgen haben. Wenn alles schief läuft an diesem Samstag, stürzt der USC noch auf Rang acht ab. Dieses Szenario tritt allerdings nur ein, wenn die Unabhängigen im Heimspiel gegen Aachen (18.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) ohne Satzgewinn bleiben und Wiesbaden zeitgleich mit 3:0 gegen Suhl gewinnt.

Sei’s drum: Münster ist gut beraten, zunächst nur auf sich zu schauen und die Hausaufgaben zu erledigen. Was schwer genug wird. Aachen setzte sich im Hinspiel 3:0 durch und kam zuletzt zu blitzsauberen Heimerfolgen über Wiesbaden und Straubing (jeweils 3:0). Doch auch der USC legte auf der Zielgeraden mit „Dreiern“ gegen Straubing, Vilsbiburg und in Erfurt zu. Beide Teams haben somit ihre Statements abgegeben. Kurios: Münster und Aachen starten punkt- und satzgleich ins direkte Duell, der Sieger steigt als besser Platzierter in die Playoffs ein und geht im Viertelfinale den Giganten Stuttgart und Schwerin aus dem Weg.

Der USC erwartet am frühen Abend mehr als 2000 Zuschauer. Das sollte die Mannschaft treiben, schon gegen Straubing und Vilsbiburg war die Stimmung in der Halle prächtig. „Je mehr Leute kommen, desto besser für uns“, sagt Teun Buijs. Der Coach sieht sein Team präpariert für die anstehende Herausforderung. „Die Trainingswoche war sehr gut, wir sind bereit.“

Im Hinspiel lag der USC in allen Sätzen vorn, Fehlerketten in den Mittelteilen kosteten ihn ein halbwegs erträgliches Ergebnis. Tatsächlich war der Mannschaft auch eine gewisse Müdigkeit anzusehen. Insbesondere im Mittelblock, dort standen Juliane Langgemach und Kazmiere Brown über Wochen mangels Alternative durchgängig „auf der Platte“. Inzwischen hat sich die Situation am Netz erheblich verbessert. Die Niederländerin Juliet Lohuis ist nach langer Verletzungspause zurück, an ihrer Seite hat Marie Schölzel (ausgeliehen vom Schweriner SC) Fahrt aufgenommen. „Beide haben internationale Erfahrung, das tut uns natürlich gut“, erklärt Buijs. Er beschreibt auch positive Auswirkungen auf andere Mannschaftsteile. „In der Mitte haben wir jetzt viel Energie, das gibt unseren Außenangreiferinnen ein bisschen Ruhe.“

Nach drei Siegen in Reihe bleibt der USC im Angriffsmodus. Ein Erfolg gegen Aachen würde Rang sechs absichern. Vielleicht geht sogar noch mehr. Wobei unwahrscheinlich ist, dass sich Vilsbiburg einfangen lässt. Die Niederbayern sind einen Punkt voraus und werden im Heimspiel gegen den Vorletzten Erfurt kaum patzen. Gleichwohl könnte Münster im finalen Verdrängungswettbewerb weiteren Erfolg haben. Ein „Dreier“ gegen Aachen und eine Nullnummer von Potsdam beim Spitzenreiter Stuttgart würden zum Platztausch führen. Dumm nur, dass Schwerin am Donnerstag gegen Wiesbaden unterlag und Stuttgart nun Platz eins bereits sicher hat. Möglich, dass die Schwaben, die zuletzt im Dauereinsatz waren, die Gelegenheit nutzen, um Ressourcen zu schonen.

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