Fußball: 3. Liga
Preußen wollen in Würzburg an der Auswärtsbilanz schrauben

Münster -

Schon seit sechs Auswärtsspielen haben die Preußen kein Tor mehr erzielt, oft kassierten sie stattdessen in der Fremde frühe Treffer. Für die Partie bei den Würzburger Kickers sind die Münsteraner fest entschlossen, etwas an diesen Werten zu ändern.

Freitag, 29.03.2019, 11:38 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 14:22 Uhr
Tobias Rühle (l.) hat seit Bekanntgabe seines Wechsels nach Uerdingen offenbar den Kopf frei.
Tobias Rühle (l.) hat seit Bekanntgabe seines Wechsels nach Uerdingen offenbar den Kopf frei. Foto: Jürgen Peperhowe

Das finale Saisonviertel in der 3. Liga ist oft auch von anderen Themen als Auf- und Abstieg geprägt. Mannschaften wie Preußen Münster halten sich auf den letzten Metern meist raus aus den dringenden sportlichen Entscheidungen – also rücken auslaufende Verträge und Planungen für die neue Saison vermehrt in den Vordergrund. Schließlich ist es in den meisten Clubs dieser Ebene üblich, dass erst im April oder Mai oder noch später über eine Verlängerung befunden wird.

Vor dem Auswärtsspiel des SCP bei den Würzburger Kickers am Samstag (14 Uhr) ist sich Trainer Marco Antwerpen, der selbst ja im Sommer geht, dieser Gemengelage bewusst. „Einige agieren in so einer Situation gehemmt, andere hauen noch mal alles raus, was geht, um sich zu empfehlen.“ Zehn Spieler seines Aufgebots wissen noch nicht, wer 2019/20 ihr Arbeitgeber ist. Seit Montag ist mit Tobias Rühle der erste Weggang (KFC Uerdingen) bekannt. „Ich habe das Gefühl, dass er aufblüht, seitdem er die Dinge geklärt hat“, sagt sein aktueller Coach.

Gute Karten also für den Angreifer, um in Franken in der Startelf zu stehen. Ansonsten aber will sich Antwerpen nicht allzu sehr von Zukunftsplänen seiner Profis die Aufstellung diktieren lassen. Vielmehr geht es darum, auswärts mal wieder etwas zu holen. Seit sieben Partien warten die Münsteraner in der Fremde auf einen Sieg. Die Gründe hierfür haben die Verantwortlichen vor allem in der fehlenden Konzentration gefunden, gerade zu Spielbeginn. „In anderen Stadien kommen wir oft schlecht rein. Unsere Bilanz in der ersten Halbzeit ist nicht gut.“ Nur achtmal in 30 Begegnungen führten die Preußen zur Pause. Auswärts lediglich zweimal – in den ersten beiden Partien. Der letzte Treffer auf des Gegners Platz datiert vom 11. November (Rufat Dadashov beim 1:3 in Großaspach). „Wir werden noch mal was am Vormittagsrhythmus ändern, müssen aber auch unnötige Foulspiele, gerade von hinten mit dem Rücken zum Tor vermeiden“, sagt Antwerpen.

Grundsätzlich stellt sich der 47-Jährige aber weiter vor seine Mannschaft. „Die Jungs haben Charakter, setzen sich Ziele. Dass wir mal von Platz vier gesprochen haben, kam aus unseren Reihen. Der Verein hat lediglich den Klassenerhalt vorgegeben.“ Ein ähnliches Auf und Ab wie Münster erleben die Würzburger. „Sie kriegen genauso wenig Konstanz rein wie wir“, so der SCP-Coach. „Dabei müssten sie viel weiter oben stehen, wenn man sieht, wo die einzelnen Leute schon gespielt haben.“

Offen ist noch, wer bei den Gästen den gelbgesperrten Niklas Heidemann ersetzt. In Frage kommen Moritz Heinrich, Benjamin Schwarz oder auch Philipp Hoffmann. Der werdende Vater Sandrino Braun trat die Reise ebenso wie der weiter angeschlagene Lucas Cueto nicht mit an. Dafür saß Danilo Wiebe erstmals wieder mit im Bus.

SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Rodrigues Pires, Klingenburg, Hoffmann – Kobylanski – Rühle, Akono

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