Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets auch in der Crunchtime von München nicht zu knacken

München -

Die WWU Baskets Münster schreiben weiter an ihrer unfassbaren Erfolgsgeschichte. Jedes Spiel in diesem Jahr gewann der Aufsteiger in die 2. Bundesliga Pro B. Auch die zweite Playoff-Partie am Samstag bei Bayern München II. Der Lohn nach dem zwölften Sieg am Stück: das Halbfinale.

Sonntag, 31.03.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 11:44 Uhr
So feierte Münster im Audi-Dome.
So feierte Münster im Audi-Dome. Foto: Ulrich Schaper

Wenn die WWU Baskets Münster eines in dieser Saison bewiesen haben, dann dies: Ein Gegner braucht die vollen 40 Minuten, um dieses Team in die Knie zu zwingen. Und lässt er irgendwann nach, dann nimmt die Partie eben diesen Verlauf, den sie in dieser Spielzeit so oft genommen hat. Am Ende reißen die Weißhemden die Arme hoch. Das war am Samstagabend auch im Audi-Dome der Fall: Mit 68:64 (26:27) gewann das Team von Trainer Philipp Kappenstein auch die zweite Begegnung mit Bayern München II und steht damit im Halbfinale der Playoffs. Ausgelassen feierte die Mannschaft mit den rund 100 mitgereisten Fans im Süden der Republik. Unfassbare Momente.

Basketball: WWU-Baskets buchen Halbfinale – 68:64-Sieg gegen Bayern München II

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„Das war ein absoluter Team-Sieg. Man hat gemerkt, dass sich beide Mannschaften aufeinander eingestellt haben“, sagte der Coach. „Defensiv haben wir das sehr gut gemacht, offensiv aber haben wir schwach begonnen.“ Insgesamt 18 Turnover leisteten sich die Münsteraner, viele davon direkt zu Beginn der Partie. Unkonzentriert und fahrig agierte Kappensteins Starting-Five. Mangelhaft war die Angriffsleistung. Vielen Spielern schien die elfstündige Anreise vom Vortag noch in den Knochen zu stecken. Nach sechs Minuten lagen die Gäste bereits mit 15:26 hinten. Mit einem 11:1-Lauf hielten sie den Schaden zur Halbzeit in Grenzen. Mit einem knappen 26:27-Rückstand ging es in die Pause. Am Spielverlauf gemessen das optimale Ergebnis, das muss man so sagen. Nach dem Seitenwechsel hielten die Münchener den Druck weiter hoch – vor allem gegen die Distanzwürfe des bajuwarischen Nachwuchses fand Münster kein Mittel. Drei Würfe, drei Treffer, erneut geriet das Ergebnis in unangenehme Schieflage (30:39).

„Da bin ich wirklich stinksauer geworden. Wieder haben wir aber gut geantwortet“, sagte Kappenstein. Vor allem dem Händchen von Anton Geretzki war es zu verdanken, dass Münster sich nicht abschütteln ließ. Am Ende erzielte der Youngster 16 Zähler und war Punktbester an diesem Abend. Beim 51:51 hatten die Baskets den Gegner eingefangen. Das 53:51 war die erste Führung an diesem Abend. Es waren Wirkungstreffer. Bayern ließ sich verunsichern, Münster hingegen agierte mit der Coolness und dem Selbstbewusstsein von 13 Siegen in Serie. In der Crunchtime zeigte Münster seine beste Leistung an diesem Abend. Unter dem Korb verdarb Center Kai Hänig den Münchenern den Spaß – mit insgesamt 47 Rebounds entschieden die Baskets diesen Vergleich deutlich für sich. „Wie schon so oft in dieser Saison haben wir am Ende richtig zulegen können. Der Siegeswille der Jungs war erneut überragend“, sagte Philipp Kappenstein. Punkte: Geretzki (16/2 Dreier), Goolsby (12/2), Cooper (7), J. König, Weß (je 6/2), Porcher (6), Delpeche (5), Funk (3/1), Hänig (2/1)

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