Fußball: Landesliga
Leidenschaft schlägt Halbherzigkeit – und Herbern den BSV Roxel

Münster -

So richtig gut in Tritt ist der BSV Roxel momentan nicht. Trotz zweimaliger Führung gaben die Kleeblätter das Heimspiel gegen den SV Herbern noch aus der Hand. Trainer Sebastian Hänsel sparte anschließend nicht mit Kritik.

Sonntag, 31.03.2019, 18:14 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 13:05 Uhr
Sandro Pietsch (l.) und Lasse Saerbeck nehmen hier Herberns Brasilianer Whitson in die Zange.
Sandro Pietsch (l.) und Lasse Saerbeck nehmen hier Herberns Brasilianer Whitson in die Zange. Foto: fotoideen.com

Wie schon im Hinspiel, als der BSV Roxel beim SV Herbern mit 2:4 verlor, reichte es auch zu Hause nicht. Mit 2:3 (1:1) unterlag die Mannschaft von Trainer Sebastian Hänsel. Nach der enttäuschenden Punkteteilung vergangene Woche bei Abstiegskandidat SuS Stadtlohn wäre ein Erfolg gegen den punktgleichen Tabellennachbarn erstrebenswert gewesen, doch der Gastgeber investierte zu wenig, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Herbern war von Beginn an kämpferischer und hatte mehr Spielanteile. Das 1:0 durch Endrit Sojeva kam daher überraschend (12.). Die Gäste verfielen nicht in Schockstarre und machten weiter wie bisher. Simon Mors gelang daher der verdiente Ausgleich (22.). Roxel war im ersten Abschnitt zu harm- und glücklos. Maurice Seikowski die Führung auf dem Fuß, traf nach einem weiten Einwurf von Dickens Toka allerdings nur den Pfosten (44.).

Kurz nach Wiederanpfiff hielt die Pechsträhne an, als Sojevas Flugkopfball von Keeper Sven Freitag noch abgegriffen wurde. In der 57. Minute traf Sojeva dann zum zweiten Mal, als er nach Vorlage von Leon Willich dem Torhüter keine Chance ließ. Der SVH aber blieb unbeeindruckt und legte nur sieben Minuten später nach, als Whitson zum Ausgleich traf. Das 2:2 brachte Auftrieb, und der Gast drängte auf den Führungstreffer, der Oscar Cabrera auch schließlich gelang (79.). Hänsel regte sich darüber so sehr auf, dass er vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt wurde. Seine Elf hatte durch Thomas Kroker in der vierten Minute der Nachspielzeit zwar freistehend die Chance auf den Ausgleich, doch der Ball ging über das Tor.

Der Coach war entsprechend enttäuscht. „Die Gegentore waren zu einfach, denn entweder sind wir nicht richtig zum Ball gegangen oder haben uns Abspielfehler in Überzahlsituationen geleistet. Die Arbeit nach vorn war zu ungenau, um die wenigen Chancen, die wir hatten, zu nutzen. Herbern war leidenschaftlicher und schärfer auf den zweiten Ball.“ BSV: Hövelmann – Gross (46. Lahav), L. Saerbeck, Toka, Wessels (46. Willich) – Wesberg (85. Hunnewinkel), Pietsch, Flaßhar – Kroker, Sojeva, Seikowski

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6509916?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker