Fußball: Oberliga
Gievenbecks Trainer Heeke kritisiert nach Niederlage gegen Ennepetal Einstellung

Münster -

Jetzt wird es richtig ungemütlich für den 1. FC Gievenbeck. Im Heimspiel gegen den TuS Ennepetal kam der Oberligist am Sonntag über ein 1:1 hinaus. Der FCG hält nun die Rote Laterne, Trainer Benjamin Heeke nahm sich sein Team zur Brust.

Sonntag, 31.03.2019, 18:32 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 13:56 Uhr
Zweikampfsieger: Jannik Balz setzt sich im Duell mit dem Ennepetaler Oluremi Williams durch.
Zweikampfsieger: Jannik Balz setzt sich im Duell mit dem Ennepetaler Oluremi Williams durch. Foto: fotoideen.com

Oberligist 1. FC Gievenbeck geht als Schlusslicht in die finale Saisonetappe. Das 1:1 (0:0) gegen den lange Zeit harmlosen TuS Ennepetal wiegt angesichts etlicher vergebener Möglichkeiten so schwer wie eine Niederlage, auch wenn die Führung in Unterzahl verspielt wurde. Trainer Benjamin Heeke kritisierte die grundsätzliche Einstellung seines Kaders.

Er tobte nach Abpfiff im Mannschaftskreis und sprach später mangelhafte Körpersprache sowie reduziertes Engagement in der Trainingswoche an. Heeke hat augenscheinlich diverse Baustellen. Direkt nach dem 13. Heimspiel wirkte er ratlos und sagte: „Ich habe nicht den Eindruck, dass hier alle Mann wirklich und unbedingt in der Liga bleiben wollen.“ Schwere Zeiten werden das noch für den jetzt zwölfmal in Folge sieglosen Aufsteiger.

Dabei schien dieser Gast vor der von ihm entschlossen geführten Schlussphase beinahe ein idealer Gegner zu sein. Denn dieser TuS kam wenig vehement daher, übte auch kaum Druck aus und agierte keinesfalls körperlich robust. Nach drei gefährlichen Eckbällen war es mit der TuS-Herrlichkeit schon vorbei. Gievenbeck kam mit neuer Viererkette in die Partie, in der Felix Krasenbrink das Sagen hatte. Durch einige ungenaue Zuspiele nahmen sich die Münsteraner wiederholt selbst die Möglichkeiten, Schwung aufzunehmen. Torszenen blieben Mangelware.

Also musste beinahe ein Elfmeterpfiff her, um das zu ändern. Spielleiter Tobias Severins ahndete ein Einsteigen von TuS-Verteidiger Tim Dosedal gegen Tristan Niemann zur Verwunderung vieler. Nils Heubrock war das egal, er blieb cool vom Punkt und traf souverän (49.). Erstmals seit einem halben Jahr hatte der FCG vorgelegt.

Und die Partie wurde lebendig: Nach einem neuen Patzer von Dosedal, dem Unsicherheitsfaktor des Tages, verzog Niemann. Dann war TuS-Keeper Marvin Weusthoff Sieger gegen Christian Keil und Heubrock. Johan Scherr verzog frei stehend im Fallen nach Eckball von Jannik Balz. Die größte Szene hatte Niemann auf dem Fuß nach haarsträubendem Fehlabspiel von Dosedal, aber Weusthoff parierte den eher schwachen Versuch des anstürmenden Angreifers.

„Dann stehen wir ohne Absicherung und müssen ins Eins-gegen-eins – nicht zum ersten Mal“, sah Heeke die entscheidende Szene. Krasenbrink foulte Nils Nettersheim als letzter Mann und sah Rot (79.). Constantin Rieger kam für Niemann und ging in die Abwehr. Die war nicht auf Zack, als TuS-Verteidiger Stefan Siepmann nach Lattentreffer seines Kollegen Simon Rudnik per Kopf aus sechs Metern unbehelligt das 1:1 markierte (83.). Tatsächlich investierte Ennepetal am Ende genug für den Punkt und hätte durch Dennis Drepper in der Nachspielzeit sogar den Sieg holen können. Aber der Hüne verzog volley für die Elf vom Südrand des Reviers. FCG: Eschhaus – Kurk, Scherr, Krasenbrink, Mende – Altun – Geisler (64. Canisius), Heubrock, Balz – Keil, Niemann (82. Rieger)

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