Basketball: 2. Liga Pro B
Die Verzweiflung der anderen – WWU Baskets Münster begeistern

München -

Die WWU Baskets haben mit ihrem Sieg in München ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Das Playoff-Halbfinale ist erreicht. Der Gegner wird indes noch gesucht.

Montag, 01.04.2019, 21:22 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 21:37 Uhr
Die Hürde München eindrucksvoll genommen: Stefan Weß (links) und Kai Hänig
Die Hürde München eindrucksvoll genommen: Stefan Weß (links) und Kai Hänig Foto: Ulrich Schaper

Ein paar Mal rief Philipp Kappenstein seine Angestellten gestenreich zur Ordnung: Jetzt bloß keine Hektik aufkommen lassen. Er selbst nahm wenige Sekunden vor Spielende noch eine Auszeit. Mit einem Gesichtsausdruck, dem deutlich die Gewissheit eines weiteren Sieges abzulesen war. Unbarmherzig tickte die Uhr runter. Dann war er fix, der 68:64-Auswärtserfolg bei Bayern München II.

Auch das haben die WWU Baskets in dieser Saison gelernt: Nerven bewahren, klug und geduldig zu spielen. Wer gegen das Team aus Münster spielt, ist permanentem Druck ausgesetzt, als würde ein Schraubstock langsam zugedreht. Die Münchener Bayern haben in der zweiten Partie der Best-of-3-Serie drei Viertel lang ordentlichen Basketball gespielt – bis ihnen ein paar entscheidende Fehler unterliefen. Immer waren die Baskets auf Schlagdistanz – um am Ende vorbeizuziehen.

„Was soll ich sagen: Münster hat uns zweimal geschlagen. Wie das Team hier aufgetreten ist, zeigt, was für einen Charakter diese Mannschaft hat“, räumte Bayern-II-Trainer Demond Greene ein. Zügig und ohne großen Verschleiß haben die Baskets nun also das Playoff-Halbfinale erreicht – als einziges Team ohne in der Meisterschaftsschlussrunde auch nur eine Niederlage zu kassieren.

Das Imposante: Egal, wen Trainer Philip Kappenstein aufs Feld schickt, jeder im Team ist Willens, sich und seine Kollegen auf ein anderes Level zu pushen. Nach der Halbzeit waren es die Treffer von Anton Geretzki, die wuchtigen Angriffe von Malcolm Delpeche, der strukturierte Aufbau von Nicolas Funk und die Rebound-Gewalt von Kai Hänig, die die Bayern zur Verzweiflung trieben.

Nach der strapaziösen Reise dürfen die Baskets nun erneut die Füße hochlegen und am kommenden Wochenende mit Spannung das Duell zwischen Schwenningen und Gießen abwarten. „Ich hoffe, dass Gießen sich durchsetzt“, äußerte Kappenstein seinen Wunsch. Verbunden mit der Hoffnung, nicht erneut quer durch die Republik reisen zu müssen.

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